Der tägliche Blog von Andreas Pöschek
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27. Oktober 2006

Eislaufen in BudapestIch staunte am Wochenende nicht schlecht, als ich bei einem Spaziergang durch das Stadtwäldchen in Budapest (Városliget) hinter dem Hősők tere den Eislaufplatz mit eislaufenden Leuten sah – bei plus zwanzig Grad Celsius! Etwas ungewöhnlich.

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26. Oktober 2006

PalcsinálAm Donnerstag trafen sich Julcsi, Ildikó, Enikő, Edit, Zsófi und ich bei Palcsi. Wir spielten Risiko, kochten Rakott Krumpli (eine Art Erdäpfelauflauf mit Kolbász) und hatten einen gemütlichen Abend. Siehe auch die Fotoreportage, wie es Palcsi schafft Julcsis chinesisches Reich von dutzenden von Streitkräften auf ein Mann zu reduzieren. Hier die Fotoreportage…

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25. Oktober 2006

41 villamos BudapestWas in Wien der Prater oder der Lainzer Tiergarten, ist in Budapest ein Wald bei der Endstelle der Strassenbahnlinie 41. Die Strecke dieser Strassenbahnlinie ist eine Fahrt aufs Land. Man beginnt die Fahrt im Zentrum Budapests beim Móricz Zsigmond tér und endet am Stadtrand Budapests inmitten eines Waldes. Die Strassenbahnschienen verlaufen zuerst durch die Vorstadt aus Plattenbauten, verlässt diese aber rasch und fährt entlang des Ufer eines Teiches, streift Felder und eine Koppel mit Pferden, bis man nach einer rund 20 minütigen Fahrt durch den bunten Wald an der Endstelle ankommt. Hier gehts zur Fotoreportage…

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24. Oktober 2006

ÓbudaDas letzte Wochenende war ich nicht nur im Zentrum Budapests unterwegs, sondern machte einen kleinen Abstecher nach Alt-Buda, dem frühen Kern der einen Stadt von Budapest. Dieser alte Kern liegt nicht im Zentrum der Stadt, sondern etwas abseits am Donauufer in der Nähe der Árpád híd (Brücke). Dort entsteht ein Kontrast zwischen alten kleinen Häusern aus dem 18. sowie 19. Jahrhundert und typischer Ostblockarchitektur der Plattenbauten aus den 60-er und 70-er Jahren des 20. Jahrhunderts. Das Ganze übertrumpft noch die Ausgrabungen der römischen Stadt Aquincum, dem antiken Vorläufer Budapests. Man sieht ein römisches Amphietheater – oder seine Reste – umgeben von alten Biedermeierhäusern – und im Hintergrund lugt die 8-stöckige Plattenburg hervor. Óbuda war sehr leer – nur eine Katze empfing uns auf einem Autodach, der ich diese Fotoreportage widmen möchte Hier gehts weiter zur Fotoreportage von Óbuda…

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23. Oktober 2006

Denkmal vor der Technischen UniversitätWährend die Studenten der Technischen Universität in Budapest am Nachmittag im Rahmen einer Gedenkfeier ein Denkmal für die gefallenen Studenten von 1956 feierlich enthüllten, kam es an vielen anderen Plätzen in der Innenstadt zu Auseinandersetzungen zwischen radikalen Gruppen von Demonstranten mit der Polizei. Als Besucher der einzelnen Ausstellungen merkte ich von den Auseinandersetzungen anfänglich gar nichts – die Stadt war friedlich. Durch die Anwesenheit der vielen internationalen Staatsrepräsentanten gab es vermehrtes Polizeiaufkommen, aber mehr war nichts Außergewöhnliches zu bemerken. Am Montag Nachmittag begann jedoch die Lage zu eskalieren. Hier gibt es ein Video von der Panzerfahrt der ausschreitenden Demonstranten zu sehen…

 

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22. Oktober 2006

Parlament in Budapest in rot-weiß-grünWie die Spaziergänge von heute und gestern gezeigt haben, gibt es in Budapest derzeit keinen Fleck, wo man nicht zumindest eine Fahne wehen sieht. Selbst das Donauufer ist von der Margithíd beginnend bis zur Erzsébethíd ein langes hohes rot-weiß-grünes Band, das von verschiedenen Künstlern gestaltet wurde. Selbst das schönste größte Gebäude an der Donaupromenade, das Parlament, strahlt in der Nacht in ungarns Farben gekleidet. Fotogalerie hier anschauen…

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22. Oktober 2006

Das Leben 1956 in BudapestAm Sonntag war die Andrássy út Bühne für Situationen während der Revolution 1956. Schauspieler stellten mit Fahrzeugen und Geräten aus jener Zeit das Leben dar. Die Bevölkerung Budapests bishin zu den Freiheitskämpfern und den Flüchtlingen, die nach Österreich flohen sowie den sowjetischen Truppen, fanden alles seines Darstellung. Viele Passanten besuchten jene lebende Ausstellung, die ich hier in einer Fotoreportage dokumentierte…

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21. Oktober 2006

1956 in BudapestIm Rahmen der Revolutionsgedenkfeiern in Budapest wurden alte Panzer und Fahrzeuge aus 1956 an Originalschauplätzen der damaligen Revolution imn der Umgebung des Corvin köz aufgestellt und mit Schauspielern besetzt, die Szenen aus der Revolution nachstellten. Corvin köz zählt zu einem der tragischen Plätze in Budapest von 1956, wo Ungarn hart kämpfend Widerstand gegen die sowjetische Armee leistete. Zoli und ich wurden von Studenten in einem offenen Laster hinaufgezogen und fuhren mit rot-weiß-grünen Fahnen winkend durch die Straßen von Budapest, so wie sie es auch vor 50 Jahren taten. Passanten und Schaulustige winkten und jubelten uns vom Straßenrand sowie aus den Fenstern der Häuser zu, als ob es vor 50 Jahren wäre. In einem Fotobericht habe ich dieses friedliche Schauspiel hier dokumentiert…

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21. Oktober 2006

Gedenken an 1956 in BudapestAngekommen in Budapest traf ich mich mit Zoli und fuhr zu allererst eine Runde mit neuester und vor allem Europas längster Straßenbahngarnitur – dem neuen Combino. Anschließend begannen wir eine Tour zu den Schauplätzen der Revolution vor 50 Jahren. an vielen Orten herrschte Trauer. Menschen mit gesenkten Häuptern, einer Kerze in der Hand oder vor sich, dachten an ihre im Kampf um die Freiheit Ungarns gefallene Helden. Weiter zur Fotoreportage…

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20. Oktober 2006

BudapestDieses lange Wochenende unternehme ich einen Ausflug nach Budapest, wo ich Zoli von der Sommeruni in Szombathely treffe. Auf dem Programm steht ein Besuch der tragischen Revolutionsstätten aus der Zeit vor 50 Jahren, an denen zwischen 23. Oktober 1956 und 4. November jenes Jahres Geschichte geschrieben wurde. Kílián Laktanya (Kiliankaserne), Corvin köz, Tűzoltó utca,… 

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19. Oktober 2006

Apolló Mozi DebrecenDas Apolló Mozi (Apollokino) lud diesen Donnerstag in Debrecen zu dem Frankofón Ejszaka – auf Deutsch Frankofone Nacht – ein. Gezeigt wurden von 20 Uhr bis 6 am Morgen alte französische Kultfilme – wie unter anderem den Film Jules et Jim von François Truffaut. So waren Gerard Depardieu – aber auch Oskar Werner aus Wien – hier in Debrecen auf der Leinwand zu Gast. Nach 3 Filmen gab ich aber um 1 Uhr auf und begab mich nachhause, denn um 8 Uhr hatte ich bereits wieder ein Seminar zu Finnugrischer Phonologie auf der Uni, auf dem ich nicht schlafen wollte. Zsófi, Enikő, Zsuzsa, Nóri und Gergő blieben bis zum Morgen mit Decken und Kaffee ausgestattet im Kino.

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18. Oktober 2006

HVGDas ungarische Wirtschaftswochenmagazin HVG brachte in seiner 41. Ausgabe einen Artikel über ungarische Professoren und Forscher im Ausland. Mit dabei war auch ein Interview von Univ.-Prof. Dr. Deréky Pál, Literaturwissenschaftler an der Universität Wien, der am Institut für Finno-Ugristik forscht und uns Hungarologen in ungarischer Literatur lehrt. Artikel als PDF zum Downloaden (ungarisch)

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17. Oktober 2006

GlühweinzeltHeute wurde die Glühwein- und Punschsaison in Debrecen auf der BWL-Woche offiziell eröffnet. Die BWL-Studenten feiern diese Woche ihre sogenannte "Fachwoche" (ung. Szakhét bzw. Közgazhét). Das bedeutet, dass sie in dieser Zeit diverse Parties, Feiern und Veranstaltungen rund um ihre Fakultät veranstalten, zu der viele Studenten der ganzen Universität kommen. Zu diesem Zwecke haben sie vor dem Gebäude der Wirtschaftsfakultät ein Zelt aufgeschlagen, in dem sie den ersten Punsch und Glühwein der Saison selbst aus natürlichen Zutaten brauten und an uns durchgefrorenen Gäste abgaben. Väterchen Frost hat auch hier einzug gehalten – es ist hier in Debrecen bereits saukalt trotz schönstem Sonnenschein – da kommt ein Punsch gerade richtig. Einige Szenen der ersten Punschverköstigung im Zelt habe ich auf Fotos festgehalten, die man hier anschauen kann…

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15. Oktober 2006

Zubereitung von KrumplifőzelékWie jedes Wochenende fahren von den 900 Studenten hier im Wohnheim rund 97% nachhause. Nur eine kleine Minderheit bleibt im wie fast ausgestorben wirkendem Campushotel zurück. Zsófi und ich waren den Samstag Vormittag am Markt und kochten zu Mittag Krumplifőzelék – eine typisch ungarische Speise, die man schnell und einfach mit wenig Zutaten zubereiten kann. Főzelék wird fälschlicher Weise vielerorts als Eintopf ins Deutsche übersetzt, was aber weder geschmacklich noch wörtlich zutrifft, eher wäre es als Gemüsegekochtes zu übersetzen, was aber so als Wort keinerlei Bedeutung hätte. Deshalb hier eine kleine Analyse samt Fotokochkurs, wie man Babérleveles Krumplifőzelék (Kartoffelgemüse mit Lorbeerblättern) zubereitet.

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13. Oktober 2006

Ist es Zufall oder Absicht, dass heute am Freitag dem 13. sämtliche Fächer eines Professors am Institut für Finno-Ugristik entfallen sind? Keine dreizehn, aber vier Stunden waren gestrichen. Um diese vier Stunden neben dem Lesen von Grimm – nein keine Märchen, sondern die indogermanische Grammatik – sinnvoll zu nützen, fuhr ich in die Stadt zum Einkaufen und zum Friseur. Jener Friseur, der mich schon das vergangene Jahr haartechnisch betreute war nicht da. Das erste Mal, das ich hinkomme und er ist nicht da. Nur seine Kollegin. Er habe heute frei – meinte sie – prophylaktisch – fügte sie hinzu. Dass man Haare bei bestimmten Mondkonstellationen schneiden sollte ist mir bekannt, auch wenn ich darauf nicht achte. Dass man aber an bestimmten Freitagen weder Vorlesungen halten, noch mit Scheren hantieren sollte – das ist mir neu. Die heutige Ausgabe meines Zeitungsabos der HVG ist auch nicht angekommen. Aber das passiert allwöchentlich jeden Freitag. Der Postbote hat wohl jeden Freitag den 13.

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