Der tägliche Blog von Andreas Pöschek
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28. August 2007

Teltsch - TelcDas Waldviertel grenzt unmittelbar an Mähren bzw. ein kleines Stück auch an Böhmen. Obwohl so nah, drängt es die Waldviertler eher nach Wien oder ins österreichische Kernland als in den hohen Norden über die Grenze, die einst mit stromführenden Stacheldraht gesichert war zu überschreiten. Auf der Fahrt Richtung Teltsch erinnern ein paar stumme verbliebene Zeugen an die einstige Verbindung dieser zwei Regionen – verwachsene Eisenbahnschienen und Eisenbahnbrücken, die heute ohne Funktion in der Landschaft empor ragen zeigen, dass früher hier keine Grenze existierte und erst ab 1918 bzw. dann mit dem Kalten Krieg ab 1945 die Brücken an der Grenze bildlich mit ihren Bahnen abgerissen wurden. Jetzt ist seit dem niederriss des Eisernen Vorhanges schon vieles passiert und es verirren sich auch ab und zu Waldviertler bis nach Teltsch, einer sehr schönen Kleinstadt mit einem prächtigen Hauptplatz, an dem gotische und romanische Häuser anschließen. Ob Rust, Temesvár oder Kassa – man sieht den Einfluss der Kultur des einstigen Vielvölkerstaates auf viele Art und Weise bis heute. Die Fotoreportage zeigt Einblicke in die Stadt Teltsch mit ihren schönen Häusern…

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20. August 2007

Szatmár németi - satmar - Satu mare statuBevor es wieder zurück nach Wien ging machte ich noch einen Abstecher über die rumänische Grenze nach Siebenbürgen um mir die Stadt Szatmár Németi anzuschauen. Jener Ort, an dem 1711 zwischen den Habsburgern und den Ungarn unter der Führung von dem großen Anführer Rákoczi ein Frieden geschlossen wurde. Der Frieden hatte schwere Auswirkungen auf Ungarn. Rákoczi wurde in die Gefangenschaft im Exil in die Türkei verbannt, Ungarn bekam nach der Vertreibung der Türken die Macht der Habsburger zu spüren. Eine kleine Fotoreportage berichtet von dieser schönen Stadt und der Umgebung…

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19. August 2007

Kassa - Kosice - KaschauWas mit einem Ausflug während der Nyári Egyetem nach Borsi, dem Geburtsort von Franz Rákoczi II (Rákoczi II. Ferenc) begann – ich berichtete hier bereits – fand seine Fortsetzung in einem Ausflug nach Kassa, einer geschichtsträchtigen Stadt, die heute in der Slowakei liegt. Kassa wurde innerhalb der letzten Jahre sehr schön hergerichtet und blühte mit seinem sehr schönen erhaltenen historischen Stadtkern richtiggehend auf – man kann noch den Glanz aus der vergangenen K. u. K – Zeit spüren, wenn man den Hauptplatz neben dem Theater und der gotischen Kirche entlangspaziert. Ein markantes Detail erinnert an Wien: Im Geburtshaus des Grafen Andrássy, der mit Kaiser Franz Joseph und Elisabeth – Sissi – den Ausgleich 1867 realisierte – befindet sich eine Konditorei mit dem Namen Aida. Der Unterschied zu Wien: hier ist alles in rot und nicht in rosa-braun gehalten und es gibt keine Bedienung. Eine Fotoreportage berichtet von Kassa, Rákoczi, Andrássy und der Aida der anderen Art…

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17. August 2007

Debreceni Nyári EgyetemVier Wochen bestehend aus intensivem Ungarischstudium, Kultur- und Freizeitprogramm sind vorüber. Der Kurs trägt zu recht die Bezeichnung "Intensiv", denn innerhalb dieser vier Wochen haben wir vieles gelernt und zugleich ein großes Programm an Feiern, Ausflügen und Kulturveranstaltungen besucht. An ausgiebigen Schlaf war kaum zu denken. Der Arkadenhof (Díszudvar) der Universität gab den festlichen Rahmen für die Abschlussfeier, bevor am nächsten Tag die verbliebenen Studenten die Heimreise antraten. Die drei Fotografen (Fényképészek) lieferten sich noch auf der Feier ein kleines Duell – Nikon vs. Canon, wobei die Canonfraktion bestehend aus Monika und mir gegen die Nikonfraktion bestehend aus Sanyi, gewann 🙂 Eine Fotoreportage berichtet vom letzten Abend, der Feier und dem Duell…

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16. August 2007

Szemcsepp Debreceni Nyári EgyetemBevor die Debreceni Nyári Egyetem diese Woche zu ende ging, gab es nocheinmal ein traditionelles Táncház (Tanzhaus), bei dem wir diesesmal Tänze aus Szatmár und Ghymes in Begleitung mit einer Musikgruppe tanzten. Im Anschluß daran wurden zum letzten mal die obligatorischen oralen Szemcseppek (Augentropfen) verteilt, die als Präventivrezept gegen jegliche Krankheiten bei jedem Anlass verteilt und eingenommen wurden. Eine sensationelle Erfindung von Józsibácsi, dank der keiner der Studenten innerhalb der vier Wochen an Augenerkrankungen erkrankt sind. Fotos vom Tanzen und vom Abend…

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15. August 2007

foci mérkőzés - meccs debrecenAm vorletzten Abend kam es in Debrecen zu einem großen Fußballmatch zwischen den Studenten der Nyári Egyetem und den Organisatoren. Ein heiß umkämpftes Spiel, dessen Ausgang die Organisatoren für sich entschieden. Die Fotoreportage berichtet in Bildern vom schnellen Spiel am Debrecen DEAC Fußballfeld: weiter zur Fotoreportage…

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14. August 2007

Magyar TV m1 mtvDas Ungarische Fernsehen (mtv, Magyar TV) war heute auf der Debreceni Egyetem und interviewte einige Teilnehmer über die Uni und die ungarische Sprache. Was ist die Motivation, dass man ausgerechnet Ungarisch lernt, warum man gerade hier in Debrecen seinen Sommer verbringt und nicht am Meer… Am Freitag wird die Reportage auf MTV 1 ausgestrahlt. Foto vom Interview…

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14. August 2007

Kiejtési VersenyHeute fand im Kreis der Debreceni Nyári Egyetem ein Wettbewerb in schöner ungarischer Aussprache statt. Dabei ging es darum, einen Text mit möglichst guter Aussprache akzentfrei auf Ungarisch wiederzugeben. Ich startete als Nummer 12 mit Petöfi Sándors Gedicht Anyám Tyúkja (Das Huhn meiner Mutter) Auch Michi – sie startete als Nummer 1 – und Christina aus Wien waren mit dabei. Wen die Jury zum Gewinner kürte erfahren wir auf der Abschiedsfeier am Freitag – bis dahin heißt es sich zu gedulden und die >>> Fotos vom Wettbewerb anzuschauen…

Das Gedicht:

Anyám Tyúkja 

Ej, mi a kő! tyúkanyó, kend
A szobában lakik itt bent?
Lám, csak jó az isten, jót ád,
Hogy fölvitte a kend dolgát!

Itt szaladgál föl és alá,
Még a ládára is fölszáll,
Eszébe jut, kotkodácsol,
S nem verik ki a szobából.

Dehogy verik, dehogy verik!
Mint a galambot etetik,
Válogat a kendermagban,
A kiskirály sem él jobban.

Ezért aztán, tyúkanyó, hát
Jól megbecsűlje kend magát,
Iparkodjék, ne legyen ám
Tojás szűkében az anyám. –

Morzsa kutyánk, hegyezd füled,
Hadd beszélek mostan veled,
Régi cseléd vagy a háznál,
Mindig emberűl szolgáltál,

Ezután is jó légy, Morzsa,
Kedvet ne kapj a tyúkhusra,
Élj a tyúkkal barátságba'…
Anyám egyetlen jószága.

Petöfi Sándor
Vác, 1848. február

 

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12. August 2007

Skanzen NyíregyházaDer letzte Ausflug vor der Heimreise führte uns in den Norden bis in die heutige Slowakei und verband einige geschichtlich wichtige Orte. Im Skanzen (Freilichtmuseum) von Nyíregyháza bekamen wir zusammengesammelte alte Bauernhäuser zu sehen und konnten uns so in die Lebenssituation im 19. Jahrhundert versetzen. Anschließend besuchten wir das Renaissance-Schloß Pácin, welches sich mit dem Druck der Bibel auf Ungarisch unter Károlyi Gáspári verbindet. Den nördlichen Höhepunkt unserer Reise machte das Schloß Borsi (Borša) – dem Geburtshaus vom großen Rákoczi II. Ferenc (Franz), der 1772 für die Freiheit der Ungarn kämpfte. Das Schloß, dass heute nach der Nutzung als Getreidespeicher, Militärlager und Krankenhaus in einem sehr verwahrlosten Zustand sich befindet hat inmitten der Ruine die hölzerne Wiege, in der Rákoczi als kleines Kind lag. Da uns so viel Zeit überblieb, beschlossen wir die andere Gruppe von uns in Sárospatak einzuholen und dann mit ihnen gemeinsam nach Tokaj zu fahren. So konnten wir auch die Burg von Rákoczi besichtigen, indem noch heute ein Baum wächst, der zu seiner Geburt gepflanzt wurde. In Tokaj angekommen hatten wir einen Wandertag im 5 km langen Weinkeller unter der Erde, bevor wir dann bei vielen guten Tokajer Weinen ein traditionell ungarisches Nachtmahl serviert bekamen. >> Viele Fotos – von Pácin, über Borsi, Sárospatak und Tokaj sieht man hier…

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10. August 2007

Paprikás KrumplifőzésDie Wiese neben dem Kollégium verwandelte sich am 8. August in einen großen Lagerplatz, als in rund 10 Bográcskesseln Paprikás Krumpli – in Österreich als Kartoffelgulasch bekannt – um die Wette kochten. Hierbei ging es nicht um Geschwindigkeit, sondern um die Zubereitung einer außergewöhnlichen traditionellen ungarischen Speise. Welches Team bei diesem Wettbewerb gewann, erfahren wir am letzten Abend. Unser Team wurde von Jozsibácsi unterstützt, der kurzerhand den Bogrács komplett für sich einnahm und seine Kochpraxis darin verwirklichte. Es war gar nicht so einfach sich durch alle rund 10-15 verschiedene Paprikás Krumpli durchzukosten, wie man hier auf der Fotoreportage sehen kann…

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10. August 2007

Kuba bár Debreceni Nyári EgyetemHeute traf ich mich mit Melinda und Petra, die voriges Jahr in Debrecen mit mir studierten, im Kikötő in Debrecen. Das Kikötő ist eines unserer Stammlokale gewesen, wo wir fast täglich einkehrten. Anschließend ging es noch in die Kubabar, wo wir tanzten – eine Fotoreportage dokumentiert das Geschehen…

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4. August 2007

Hortobágy Halásztó TiszatóDer zweite große Ausflug führte uns in zwei Landschaftsgebiete, die eng an die Theiß (Tisza) gebunden sind. Einerseits in die Puszta, die  vor der Theißregulierung bis ins 19. Jahrhundert Auland der Theiß war und andererseits in die Sumpf- und Seegebiete vom Theißsee (Tisza-tó), welcher im Rahmen eines Flußkraftwerkes errichtet wurde. Beide gebiete zählen mit ihren Wasser- und Steppenflächen zu einem Vogelparadies seltener Arten, die wir durch Zoologen vor Ort erklärt bekamen und mit Teleskopen von Beobachtungsposten sehen konnten. Unsere Tour verlief abseits von Kitsch und Pusztaromantik inmitten des Naturschutzgebietes. Um zu den Vögeln zu gelangen fuhren wir mit der Kisvonat (Schmalspurbahn) in das Seengebiet der Hortobágyer Puszta. Einige Fotos zeigen die Landschaft und uns beim Erkunden…

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3. August 2007

Szalonnasütés és Retro-Buli a Nyári Egyetemen DebrecenNach zwei Wochen Nyári Egyetem hieß es von rund der hälfte der Gruppe abschied zu nehmen, die nur für zwei Wochen nach Debrecen kam. Bei einem traditionellen ungarischen Ritual, dem Szalonnasütés, einem Brauch wo Speck – oder mehr oder minder Fett – auf einem Spieß über einem offenen Feuer gebraten wird. Abtropfendes Fett wird auf das Stück Brot aufgetropft und zusammen mit Zwiebeln, Paprika und Paradeiser genüsslich unter klarem Sternenhimmel im Kreis um das Feuer mit den anderen gegessen. Pusztaromantik mit Kalorien. Um jene Kalorien abzuarbeiten tanzte man fleißig zu Beats aus den 70er und 80ern in der Retro Buli. Hier gibt es Fotos vom Szalonnasütés und der Retro-Buli…

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3. August 2007

Nyári EgyetemDer Unterricht auf der Nyári Egyetem gestaltet sich sehr abwechslungsreich. So behandelt unsere Gruppe am Vormittag literarische Texte wie Novellen und Gedichte bishin zu populären Liedern aus den 80ern. Den Nachmittag über widmen wir uns speziellen Sachthemen wie beispielsweise am Freitag dem Kochen oder Kunstrichtungen aus dem 19. Jahrhundert. Unsere Gruppe aus ungarischen Muttersprachlern ist sehr vielseitig – so nehmen hier Leute aus Slowenien, Kroatien, Polen, Deutschland, Frankreich, der Schweiz und Österreich teil. Ein paar Fotos berichten von unserer Gruppe und den Kaffeepausen…

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1. August 2007

Moldvai Táncház Debrecen Sikk ClubDiese Woche gab es beim Táncház die ungarischen Tänze aus der Moldaugegend, die die Csángo Volksgruppe tanzen. Diese Tänze zeichnen sich durch leichte Tanzschritte aus, die aber durch ihre Schnelligkeit und dem dynamischen Tanz in der Gruppe auch zu einer Herausforderung werden können. Wie man an den Fotos sehen kann, ging es sehr lustig zu, als wir zu den typischen Klängen der Moldvai Csángók tanzten. Hier ein paar Fotos vom Abend im Sikk Club…

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