Der tägliche Blog von Andreas Pöschek
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31. Mai 2008

IP URSULA 2008 Wien: Donau Unicampus Altes AKH AmbulanzNun man möchte als Wiener meinen doch die Lokalitäten seines Musikgeschmacks innerhalb seiner Heimatstadt zu kennen – aber da wird man durch Berliner Teilnehmerinnen des IP URSULA eines Besseren belehrt und lernt so neue Lokale in seiner eigenen Wiener Heimatstadt an Orten kennen, wo man eigentlich einen Mistkübelraum erwartet hätte. So geschah es am Samstag, als wir die Donau – Verzeihung – das Donau – hinter dem Museumsquartier neben dem Notausgang des Leiner Möbelhauses entdeckten. Eine Berlinerin gab uns den Tipp, wir sollten mal dorthin schauen – da spiele es so geniale elektronische Musik die wir mögen und das Ambiente sei phänomenal. Nun, zuerst im Leopold wollten wir dann zu jenem neuen unbekannten Ort der Donau (sic!) wechseln, waren aber etwas verstört, als wir an jener Adressangabe abgesehen von einer Brandschutztüre mit ein paar Mistkübeln davor nichts fanden, was auf ein Lokal jeglicher Art hindeuten würde. Nichts. Plötzlich, in jener Minute, als wir uns schon auf den Weg weiter Richtung Mariahilferstraße machten, öffnete sich jene in Grau gehaltene Brandschutztüre und anstelle der zu erwartenden Mistkübler, die für jene Zeit etwas skurril gewesen wären (1Das Donau Wien - IP Ursula Uhr nachts) – kamen ein paar Leute aus dem Raum hinter der Türe mit Cocktailgläsern in der Hand begleitet von den Beats einer Drum & Base DJ Session – Ach, das muss es sein – dachten wir uns und schlüpften durch den offenen Türspalt in die dahinter liegenden Räumlichkeiten. Wir sind da. Die Donau. Nein, wurden wir aufgeklärt – DAS Donau. Das sei DAS Donau und nicht DIE Donau. Das sei ein großer Unterschied, machte uns der Türsteher aufmerksam. Gut, wir gingen weiter in die Tiefe von das/der/die Donau und fanden uns in einem großen Saal mit Säulen, bunten Bildprojektionen umhüllt von einem Soundteppich wieder, der uns in den Bann zog. Meine Pariser und Paduaer Kolleginnen und Kollegen – Ester, Lorenzo, Nina und Elena waren so wie ich vom Raum begeistert, nahmen Platz lauschten der Musik und schlürften Cocktails bis rund 3 Uhr nachts, als wir dann doch heimwärts aufbrachen. Der nächste Morgen war der große Tag des Abschieds – die große Abreise heimwärts. Sehr traurig marschierten wir die Mariahilferstraße runter, wo sich dann unsere Wege trennten. Aber es wäre nicht Wien wenn wir dabei nicht zufällig, Nicklas, einen medizinisch-informatischen Studienkollegen getroffen hätten. So ein Zufall. Ein ausführlicher Fotobericht schildert den Abend, der am Unicampus begann, seine Fortsetzung in DAS Donau fand und auf der Mariahilferstraße leider etwas traurig endete…

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30. Mai 2008

Studentinnen aus Hamburg mit mir im Café Prückel in Wien auf der RingstraßeZu einem standesgemäßen Wienbesuch gehört auch mindestens ein Besuch der Institution des Wiener Kaffeehauses. Doch wohin als IP Ursula Teilnehmer, wenn man den Touristenströmen entfliehen möchte? Na ins Prückel! Dem Studentencafé im Stil der 50er schlechthin. Während die Hamburger Studentinnen im Schanigarten des Café Prückel Topfenstrudel und Melange durch einen echten Wiener Ober samt Schani* am Nachmittag kredenzt bekamen waren die Studenten aus Paris und Padua Im Café Phil beim Lesen: Elena und Esterim Phil, dem Café für philosophisch-literarisch veranlagte Studenten in der Gumpendorferstraße bis zur Sperrstunde zu Gast. Tom kam auch noch mit Evi dazu – so gab es ein großes Wiedersehen der Pariser Studentinnen Nina, Elena mit Tom, die sich noch von Toms Auslandssemester an der Sourbon III von 2006 kannten. Aber woher kannten die Studentinnen aus Paris das Phil? Jenes gilt bei Franzosen als Geheimtipp für Wienbesuche – selbst der französische Lonely Planet erwähnt es als Insidertipp. Und hier die Fotoberichte – diesesmal zwei getrennte Reportagen:

Stadtschlaining Schlaininger Stube StubnPS: Ach ja, und da wäre noch die Schlaininger Stube – dort kehrten wir in Stadtschlaining zu einem Kaffee ein, wenn wir den Automatenkaffe bereits satt hatten. Ein von außen eher nüchtern wirkendes Gasthaus, was jedoch dann im Inneren mit einem urigen Ambiente und Küche auf gehobenen Niveau aufwartet. Hier ein paar Fotos aus der Schlaininger Stubn

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29. Mai 2008

Berliner Studenten am DonaukanalNach dem IP Ursula in Stadtschlaining gab es bis zur Abschlussveranstaltung in Wien einen Tag frei, der durch das schöne Wetter richtiggehend am Ufer des Donaukanales genossen wurde, bevor es am Abend zu einer Darbietung von Péter Eszterházys Werk Egy Nő – Eine Frau – mit der Schauspielerin Dorka Gryllus – ins Péter Eszterházys: Egy NőCollegium Hungaricum an der Salztorbrücke ging. So wie mit den Italienern und Französinnen lernte ich auch mit den Berlinern Wien von einer anderen Seite kennen – besser gesagt von Favoriten, einem Bezirk, den ich eher von Tichy, Siemens und dem Kaiser-Franz-Josefs-Spital, dem Böhmischen Prater, dem Thermalbad und Kurbad Oberlaa und Laaerberg kenne. Ausgegangen bin ich in Favoriten am Abend noch nie, außer vielleicht zum Chinesen am Reumannplatz oder in der Kurkonditorei Oberlaa. Nun man möchte meinen, Favoriten böte neben paar Beisln und Wettbüros nichts an nächtlicher Unterhaltung –Eine Bar in Favoriten in der Laxemburger Straße dem war aber nicht so, als wir auf der Laxemburgerstraße, Höhe Quellenstraße eine große Bar mit Spielorgel (!) im eigenen Separé vorfanden. Der Ober überließ uns dann gleich dieses adrette Zimmer mit flauschigen Möbeln und wir verbrachten gemeinsam einen lustigen Abend bis zum Morgenanbruch. Zu so einem langen Tag gibt es gleich mehrere Fotoreportagen:

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26. Mai 2008

Eurovision Songcontest IP URSULA StadtschlainingDer Eurovision Songcontest, der in Österreich durch die Nichtteilnahmen und den österreichischen Rekorden an letzten Plätzen langsam die Bedeutungslosigkeit eines Sack Reises in China übertrifft, bekam in Stadtschlaining – der zweitkleinsten Stadt Österreichs – neue Anhänger. Nicht nur hinter der Fernsehröhre schwitzten die Teilnehmer in Belgrad beim Versuch ihrer mehr oder weniger Singen anmutende Darbietung zu präsentieren – auch in Stadtschlaining schwitzten die IP URSULA Teilnehmer beim Daumendrücken für ihre Favoriten. Als dann nach einen mehrstündigen Abstimmslalom endlich „RUSSIA“ zu hören war, kam bei Vielen ein erleichtertes Aufatmen – die Anderen nahmen es gelassen. Eine Fotoreportage vom gruppendynamischen Daumendrücken…

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25. Mai 2008

IP URSULA Ausflug nach Szombathely und KöszegNach dem gestrigen Ausflug ins benachbarte Bad Tatzmannsdorf fuhren wir heute mit einem gemieteten Bus und etwas zerstreuten unorientierten Fahrer nach Szombathely und Köszeg. Annkatrin aus Hamburg, Rajni aus Estland, Vasily aus Mari El (Sibieren) und ich schauten uns mit einigen anderen Studenten von der Universität Tartu (Estland) die zwei Städte an, die im Vergleich zu Stadtschlaining als Großstädte erschienen. Eine Fotoreportage von unserem Ausflug…

PS: Für mich war es die erste Fahrt ohne Passkontrole in das neue Schengenland Ungarn – die Esten staunten nicht schlecht, als wir ohne Passkontrolle in das finno-ugrische Land der Magyaren fuhren 🙂

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24. Mai 2008

IP URSULA Stadtschlaining Universität Wien Finno-UgristikEine Karawane finno-ugrischer Gelehrter und Studenten zog von ihrer seit einer Woche vertrauten Heimat Stadtschlaining gegen Westen nach Bad Tatzmannsdorf, wo sie die gut erhaltenen Überreste vergangener magyarischen, slawischen und deutschen Siedlungen erblickten. Der Hunger nach der Wanderung war groß – die entdeckten Siedlungen aber ausgestorben und leer – nichts eßbares zu finden. Sie zogen hungrig mit knurrenden Mägen weiter – erblickten dann aber alsbald eine rettende Scheune, in der Bad Tatzmannsdorfer Eingeborene fremde Gäste gastfreundlich bewirteten. Wie eine Horde fielen sie in das Quartier ein und verzehrten alles, was ihnen angeboten wurde. Mit gefüllten Mägen ging es dann noch heimwärts. Eine Fotoreportage vom Zug der Finno-Ugrier durch das Burgenland…

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24. Mai 2008

IP URSULA Stadtschlaining Universität Wien Finno-UgristikMorgen geht mit einem Vortrag über Gender in der bildenden Kunst die erste Woche der Konferenz vorüber. Bisher hörten wir Vorträge aus dem Kulturkreis finno-ugrischer Sprachen zu Gender in Literatur und Sprachwissenschaft. Auch mein Vortrag über Gender bei Übersetzungen aus dem Deutschen ins Ungarische und bei ungarischsprachigen Ausschreibungen kam heute auf das Programm. Das Wochenende steht im Zeichen der Kultur und Freizeit, bevor es am Montag wieder mit Vorträgen aus dem Bereich der Kunst fortgesetzt wird. Die Teilnehmer kommen von den Universitäten Berlin, Hamburg, Jyväskylä, Tartu, Wien, Debrecen, ELTE Budapest und Paris – die Zusammensetzung ist sehr gemischt von Italienern über Deutsche, Ungarn, Finnen, Esten, Komi und Udmurten sind auch Mari dabei. Ein Fotoberich gibt Einblicke in die erste Woche…

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22. Mai 2008

Diese und kommende Woche nehme ich an der IP URSULA Konferenz in Stadtschlaining teil, wo aus vielen finno-ugrischen Gebieten wie Finnen, Mari, Komi, Esten, Udmurten und den Ungarn über das Thema Gender in ihren Kulturen und Sprachen wissenschaftlich austauschen. Kultur wird hochgeschrieben und so darf in der Freizeit nach den Vorträgen ein kleiner Mari Tanz und ein Lied nicht fehlen, wie uns diese Videos zeigen:

Watch us singing Mari songs:

and dancing Mari dances…

Näheres zum IP Ursula hier auf der IP URSULA Webpage…

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18. Mai 2008

Rollstuhlrugbyteam Steirische Eichen in Graz, Steiermark - Michaela GöriDas Rollstuhlrugbyteam Steirische Eichen nahm am Tag des Sports als Präsentator teil und lud interessierte Passanten zur Teilnahme an einem Match teil. In kleinen Gruppen konnten so bisher Rugby-unerfahrene den rauhe Rugbyrollstuhlsport aus nächster Nähe mit gefragtem Körpereinsatz ausprobieren. Einen Tag vor dem Beginn der URSULA IP Konferenz in Wien und Burgenland nahm ich mir ein Timeout aus der Uniarbeit, fuhr nach Graz zu einem Besuch von Michaela und schaute ihrer Mannschaft beim Spielen zu. Die Fotoreportage zeigt die Spiele aus nächster Nähe…

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16. Mai 2008

EURO 2008 Österreich - Polen 12. Juni 2008 Karten Tickets Fußball EMHeute holte ich vom Postamt den eingeschriebenen Brief mit dem ersten Satz an Tickets für das Spiel Österreich gegen Polen am 12. Juni 2008 ab. Das war ein langes Warten – aber jetzt halte ich die Eintrittskarten in den Händen inklusive eines Parking Pass mit der Nummer 13. Hoffentlich bringt das Glück fürs Spiel 😉

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12. Mai 2008

Die Schafbergbahn vor der Himmelpforthütte am SchafbergVom Schafberg hat man das weiteste und größte Panorama rund um das Salzkammergut. In jede Himmelsrichtung liegt der Blick frei über die Seen und Berge. Nach unserer Hallstatt-Tour fuhren wir noch nach St. Wolfgang, wo wir mit der Schafbergbahn auf die Spitze des Schafberges reisten, um den Ausblick zu genießen. Die Zahnradbahn stampft sich von 548 Metern am Ufer des Wolfgangsees bis auf 1782 Meter zur Himmelpforthütte am Schafberg hinauf – dabei bleiben die Waggons nicht gerade wie bei einer Seilbahn und man kommt in eine gewisse Schieflage beim Sitzen. Nach 45 minütiger „schräger“ Zahnradbahnfahrt waren wir oben und genossen den Rundblick. Die Fotoreportage zeigt ein paar Highlights von der Aussicht…

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12. Mai 2008

Das Kunstprojekt erneut im anderen Licht am Hallstätter See, im Hintergrund ObertraunHallstatt ist bei den Touristen neben Salzburg, St. Wolfgang und Wien sehr beliebt, weshalb sich oft große Menschenmassen durch die engen Gassen und Stiegen drängen. Wir erwischten gerade eine gute Zeit – abgesehen von wenigen ungarischen Gästen waren kaum Touristen in der Stadt. Hallstatt, für sein Salzbergwerk und das Beinhaus mit den kunstvoll verzierten Schädeln bekannt wartet beim Stadteingang mit einer neuen schwimmenden kulturellen Ausstellung auf: Schüler der Bildhauerei-HTL aus Hallein präsentieren ihre Werke schwimmend am See. Ihre Kunst hat sich mit dem Hallstätter See auseinandergesetzt. Auch internationale Trends finden nach Hallstatt: So wurde ein Haus komplett fein säuberlich wie ein Geschenk verpackt – ähnlich dem Reichstag in Berlin. Wer der eventuell glückliche Beschenkte ist, konnten wir leider nicht feststellen. Die Fotoreportage zeigt die Stadt, die neue Kunst am See, verpackte Häuser und mehr…

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11. Mai 2008

Entlang des Wanderweges beim Gosausee, im Hintergrund der Dachstein und Hallstätter GletscherUm uns nach dem Krippenstein wieder etwas aufzuwärmen und die Beine beim Wandern (ohne Schneemassen) zu vertreten fuhren wir von Obertraun über Gosau zum Gosausee an den Fuße des Dachstein. Den Gosausee besuchte ich zum ersten Mal während einer Radtour auf Schullandwoche, wo wir von Radstadt im Ennstal aus nach Bad Goisern unterwegs waren. Diesesmal ohne Fahrrad und nicht so lange, dafür zufuß und gemütlich, wanderten wir rings um den See und genossen die Aussicht auf den Dachstein mit seinem Hallstätter Gletscher. Der Wasserstand war niedrig trotz des vielen Schmelzwassers – viele Baumstümpfe ragten wie Oktopussi (Tintenfische) aus dem Geröll und gaben eine sehr myhstisch science-fiction-lastige Kulisse ab. Aber sie krabbelten nicht davon. Die Fotoreportage zeigt einige Aufnahmen von der Wanderung und den „Tintenfischen“ aus dem Gosausee…

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11. Mai 2008

Blick auf den Dachstein, den Hallstätter Gletscher vom Krippenstein ausDieses Pfingstwochenende war Saisonstart für die Seilbahn auf den Krippenstein, was wir gleich ausnutzten. Oben überraschten uns trotz milder T-Shirt-tauglicher Temperaturen im Tal die Schneemassen auf über 2000 Meter Höhe. Rings um die Seilbahn war alles mit einer zwei bis drei Meter dicken Schneedecke bedeckt. Vereinzelte Tourengeher und Skifahrer gesellten sich in die große Kabine der Seilbahn. Oben wehte der eiskalte Wind, sodass wir nicht lange verweilten und Richtung Gosausee in ein milderes Klima aufbrachen. Vorher aber noch die großen Schneemassen und der gewaltige Ausblick als Fotoreportage…

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10. Mai 2008

Blick vom Loser (Hochanger) über das Ausseer-Land und Salzkammergut, den Altausseer See bis zum Dachstein.Nachdem wir dem Traun fast bis zur Quelle gefolgt sind, zog es uns zum Abschluss des Tages auf einen Berg mit wunderprächtiger Aussicht über das Ausseerland bis zum Dachsteinmassiv. Der Loser, Atterkogel und Hochanger bot sich mit seinem Panorama dafür erstklassig an. Obwohl bereits nach dem warmen sonnigen Tag an den Seen ein Gewitter mit Donnern aus der Ferne im Anmarsch war zögerten wir nicht auf den Berg zu fahren. Wo es unten frühlingshaft sommerlich warm war und die Bäume in Hochblüte standen kamen wir in eine eisige schneebedeckte Welt, wo noch der Winter dominierte. In der ferne sahen wir die dunkelblau-grauen Gewitterwolken im Süden vorbeiziehen, während wir eine Haarnadelkurve nach der anderen in der zwei bis drei Meter tief ausgefräßten Straße von Schnee umgeben hinauffuhren. Oben angekommen wurden wir vom Panoramablick belohnt. Die Wolken und die abendlich untergehende Sonne schaffte eine einmalige Lichtkomposition mit den Bergen und dem Altausseer-See. Eine Fotoreportage fing diesen Ausblick in einigen Bildern ein…

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