Der tägliche Blog von Andreas Pöschek
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31. Juli 2008

Nach Morcheeba auf dem Nuke Festival kam heute Massive Attack in der Arena für einen Konzertbesuch an die Reihe. Das Konzert war grandios, die Stimmung perfekt und der Sound mit der Bühnenshow genial. Im Anschluss an das Konzert traf ich Daddy G Marshall, Shara Nelson, Del Naja 3D, Horace Andy,… im Barbereich hinter der Bühne. Regentropfen blieben zum Glück aus, dafür waren die Teardrops zum Fühlen nahe. Ein Foto gibts davon…

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28. Juli 2008

Drei Tage war ich auf der Nyári Egyetem in Debrecen zu Gast und besuchte alte Freunde vom vorigen Jahr sowie Marlene, die heuer aus Wien dort studiert. Neben dem Studieren war am Wochenende etwas Kulturprogramm mit Erholung angesagt, weshalb die Hungarologiebegeisterten auf die von Debrecen nicht weit gelegene Hortobágyi Puszta einen Ausflug machten. Neben den typischen Klischees bekamen wir auch durch die Biologen und Zoologen des Nationalparks einen interessanten Einblick in das Pflanzen- und Tierreich der Steppenlandschaft in der Tiefebene. Das ungarische Wollschwein (Mangalica) bekamen wir auch zu Gesicht! In Debrecen hat sich über das Jahr wenig verändert: Die Renovierungen im Kossuth und Tóthfa Kollégium sind zu ende, selbst die Leveles Csárda und Kismandula Cukrázda sind in Betrieb. In der Megyessy Sétány wurde anlässlich des 10. Todestages von Wass Albert eine Statue zu seinem Ehren aufgestellt und im Békató (Froschteich) tummeln sich im Nagyerdő (Stadtwald) neben den alteingesessenen Fröschen und Fischen seit kurzem auch Wasserschildkröten (Teknősbéka). Am letzten Tag gab es noch einen Zwischenstopp in Budapest.   Eine Fotoreportage aus Debrecen und der Puszta…

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20. Juli 2008

Söhne Mannheims beim Nuke Festival bei untergehender Sonne in BlauDie Sonne scheint, die Vögerln zwitschern – der Tag eignet sich ideal für einen Spontanausflug zum Nuke Festival nach St. Pölten um eine meiner Lieblingsbands Morcheeba, Nightmares on Wax, Rodney Hunter und darüber hinaus Lenny Kravitz, Xavier Rudd, Gentleman und die Söhne Mannheims zu erleben. Clarissa sagte spontan Übersiedlungsarbeiten ab und wir waren schon im Auto Richtung St. Pölten. Anfänglich wenige Leute bei den Konzerten wurden sie am Abend mehr – dafür waren viele in der Traisen baden oder am roten Sofa mitten im Fluss sitzend sonnenbaden. Neu fürWir kommen am Nachmittag am Nuke Festival an... uns die berittene Polizei auf Drahteseln (siehe Fotos). Die Stimmung wurde von Konzert zu Konzert immer besser. Die neue Sängerin Judie Tzuke von Morcheeba sang ihre neuen Lieder und gab auch Altbekanntes wieder. Eine Fotoreportage vom Nuke Festival gibt es hier…

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15. Juli 2008

madita

Madita am Rathausplatz

Eigentlich wollte ich nur zwei Bücher von der Bibliothek am Nachmittag abholen und wieder nachhause um an den Arbeiten weiterzuschreiben – jedoch kam es dann anders, denn am Weg zur Uni vernahm ich die Klänge von Madita quer über den Ring. Zuerst dachte ich, dass hier Maditas Stimme aus den Lautsprechern zu hören ist, aber dann sah ich sie und ihre Band auf der großen Bühne des Film Festival stehen. Zuerst ging ich aber dann doch in die Bibliothek um die Bücher auszuleihen und kam anschließend schnurstraks auf den Rathausplatz um bekannte Hits der zwei Alben Maditas live instrumental auf der Bühne vorgeführt zu erleben. Auch gab es was Neues – bisher Unveröffentlichtes – zu hören, was auf ihrem künftigen dritten Album erscheinen wird. (Foto: Christopher Müller)

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14. Juli 2008

Papa erfreut über die Torte: Alles für mich :-)Über einige Monate hinweg wurde heimlich geplant und organisiert, um eine Feier zu Papas 70er auf die Beine zu stellen, zu der Bekannte, Freunde, Studienkollegen, Nachbarn aus Sallingberg und Verwandte  geladen waren. Es gelang jene Feier „geheim“ zu organisieren – erst in der letzten Phase registrierte Papa die Vorbereitungen, rechnete jedoch nicht mit so einem großen Fest. Erst als am Tag davor ein großes Partyzelt für 70 Personen im Garten Gestalt annahm kam ein großes „Ahhhh – Ohhhh“ aus seinem staunenden Mund. Der Hauptorganisatorin Mama sei großer Dank erwiesen!

Michaela versteckt sich hinter der Torte :-)Mein eigener Geburtstag wurde kurzerhand um fast ein halbes Jahr auf den Tag genau vorverlegt und so kam es zum gemeinsam gefeierten 100er. Zuerst war ich über diese Vorverlegung skeptisch, im Nachhinein ist es als Herbstkind doch nicht so schlecht auch einmal bei Gewitter und Sonnenschein eine Geburtstagsparty im Grünen zu schmeißen anstelle sich bei Punsch und Novemberregen im Freien zu begnügen (die Christkindlmärkte haben es bis 12. November noch nicht geschafft zu öffnen – das ist aber gut so).

Die Kerzen auf den Geburtstagstorten nach dem Sturm: ausgeblasen Die Party begann bei Sonnenschein – doch der Wind zog schon auf und blies die Kerzen frühzeitig auf den Torten aus (siehe Fotos) – später spendierte Zeus paar Blitze und Donner zur Feier – dank Zelt blieben wir dem Unwetter stand und feierten gemütlich darunter bis nach Mitternacht weiter. Clarissa holte sich paarmal eine kalte „Waldviertler Dusche“ von oben (siehe Fotos) und versorgte uns die ganze Zeit mit Speis und Trank. Einzig und alleine auf die Suche nach der Waldquelle gingen wir nicht, denn dazu war es doch zu nass und dunkel – auch wenn Spezialisten vom Fach vor Ort bei der Feier waren.

ZAlle lauschen gespannt...uerst gab es eine vielzahl von Kuchen – man meinte fast in einer Konditorei zu stehen wenn man das Buffet betrachtete (siehe Fotos) – neben Mamas Spezialitäten steuerten Ildi und Frau Haslauer Torten und Kuchen bei. Danach folgte ein kaltes Buffett zur Stärkung und zur Mitternachtseinlage gab es Mamas Kesselgulasch (Bográcsgulyás) als Höhepunkt des Abends. Vorerst für ein Kochen auf offenem Feuer im Kessel vorbereitet kam dann doch die Küche wegen dem Regen zum Zug – das änderte aber nichts an dem vorzüglich köstlichen original-ungarischen Geschmack.

Die weiteste Reise zur Feier nahm Michaela aus der Steiermark auf sich um in das tiefe Waldviertel vorzudringen, während viele Nachbarn und auch Sallingbergs Bürgermeister Leopold Bock zur Feier die Ehre gaben. Aus dem Wiener Raum kamen etliche Verwandte und Freunde – zu viele, um alle aufzuzählen.

Die >Jugend< versammelt: Michaela, ich, Rene und StefanDer folgende Tag begann mit einem Frühstück für die noch anwesenden Gäste der Feier und auch Pfarrer Josef Reisenbichler aus Ottenschlag kam für einen Sprung spontan vorbei, da die Kunde über Mamas sagenhafte Gulasch bis in die Kirche von Ottenschlag die Runde gemacht hat – und das wollte sich unser Pfarrer nicht entgehen lassen.

NoAndi, Michaela - Birnenschnaps und Wein, was darfs als nächstes sein...rmalerweise halte ich Feiern bei denen ich anwesend bin in Fotografien fest. Diesesmal wollte ich aber das Fest selbst ohne dem Fotografieren genießen, weshalb es nur eine kleine Anzahl an Fotografien gibt die ich Monika, Sepp, Stefan, Rene und Feri verdanke.

Weiter zur Fotoreportage vom 100er Gartenfest in Sallingberg…

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6. Juli 2008

Wiener Riesenrad im Prater WurstelpraterDer Wiener Wurstelprater ist ein historisch gewachsener Ort mit Geschiche – von Basileo Calafati über den Wurstel und dem Riesenrad verbindet viel mit diesem Vergnügungspark, der durch seine Nostalgie und seinem zum Teil alten morbid-wienerischen Charakter bestach. Bestach? Ja, denn wer jetzt seit 2008 den Prater besucht wird von jenem Flair nicht mehr viel spüren. Der Platz, an dem Basileo Calafati einst sein Ringelspiel betrieb und nach dem Krieg als Andenken die Statue des „Großen Chinese“ Calafati die Wurstelpraterbesucher begrüßte und rundherum sich Autodrom neben Geisterbahn, Ringelspiel und Hochschaubahn reihten regiert jetzt der Kitsch in höchster Konzentration. Selbst der nach modernen prinzipien mit einer stilvollen Architektur kurz nach 2000 gestalteten Eingangshalle des Riesenrades wurde hinter einer Kulisse aus Jungendstilimitationen in billigem Papmaché kaschiert. Klimt, Loos, Otto Wagner und die ganze Wiener Werkstätte würde sich im Grab umdrehen, wenn sie jenes architektuelle Kulturjuwel aus Grete Laskas Ideenreichtum zu Gesicht bekämen – dies blieb ihnen erspart. Fotos gibt es von jenem sogenannten neuen Riesenradplatz keine – das sind sie einfach nicht Wert – genausowenig wie die 32 Millionen Euro, die Schaffung jener Kulissenstadt investiert wurde. Ohne Ausschreibung und ohne Wettbewerb – denn zweifelsohne wäre so eine Kitschbude im Falle eines Wettbewerbes nicht weiter als über das Planungsstadium hinausgekommen.

Wurstelprater Wiener Prater Hochschaubahn RiesenradMit einer gewissen Herausforderung wartet jener neue Riesenradplatz seinen Besuchern auf: Als potentieller vergnügungssuchender Mensch findet man den Eingang nicht so einfach von der neuen U-Bahnstation am Praterstern kommend wie bisher. Konnte man sich noch vor dem Umbau am Riesenrad orientieren ist dieser Hinweis jetzt nicht mehr ganz zielführend. Ob es Absicht ist die Besucher so zuerst durch den Irrgarten der Ampeln und Übergänge der größten Kreuzung Wiens im Kreis zu leiten ist fraglich. Findet man dann trotz der Irrwege den richtigen Pfad zum Wurstelprater, schreitet man über einen dunklen, kaum beleuchteten Weg flankiert von einer Tankstelle links, einer großen scheppernden U-Bahnentlüftung rechts und einigen anderen Containern beidseitig zum Riesenradplatz, wo mit großen Lettern „Herrrreinspaziert“ über dem Portal zu lesen ist.  Der Zugang, ein herber Kontrast und Willkommensgruß zur Kitschbude, wo jener Weg im 32 Milliionen Desaster endet.

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4. Juli 2008

Abbauarbeiten in der Euro 2008 Fanzone am Rathausplatz in WienDer Abbau der Fanzone wurde heute vollendet – jetzt fahren die Autos wieder am Ring und der Alltag ist fast wieder eingekehrt – am Heldenplatz wird noch immer abgebaut. Ein besonderes Trojanisches Pferd wartet hier noch auf seine Enthüllung – sozusagen ein Pferd im Pferd, wenn das Reiterstandbild von Erzherzog Karl aus dem Logengebäude der Bank Austria „entpackt“ wird und diesen provisorische Stallung verlässt.

Fahrverbot für Kraftfahrzeuge am Ring in Wien während der Euro 2008 FanzoneEs ist nicht abzusehen wann die Ringstraße in Wien wieder für so eine lange Zeit den Fußgängern vorbehalten sein wird. Ringsperren für den Autoverkehr sind nicht ungewöhnlich bei diversen Aufmärschen, Veranstaltungen und Demos – aber für ein Monat war der Ring wohl seit seinem Erbau nicht für Autos und Kutschen gesperrt. An den Vormittagen und frühen Nachmittagen – als keine Fans die Fanzone beherrschten – lud der gesperrte Ring zum Flanieren auf dem Boulevard ein. Man konnte entlang der historischen Bauten wie dem Parlament in der Mitte des Ringes schreiten. In den letzten Tagen wurden Bühnen, Standln und VIP-Tribünen abgebaut – eine Fotoreportage zeigt ein paar Impressionen vom Abbau…

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3. Juli 2008

Fahrradrikscha Wien Stephansplatz GrabenDieser Tage beehrt der griechische Staatspräsident Karolos Papoulias unsere Republik mit einem Staatsbesuch – auf dem Innenhof der Hofburg wehen bereits die griechischen Fahnen. Am Michaelerplatz zieren großflächige ausgestellte Plakate und Bilder mit griechischen Meer- und Strandmotiven den Platz. Gleich daneben parken die Fiaker und warten auf Kundschaft, nachdem sie vom Heldenplatz wegen der Euro 2008 verbannt wurden. Im Hinblick auf den griechischen Besuch und der Ausstellung hätte man doch eher Esel anstelle der Pferde für etwas mehr Authentizität einsetzen können. Ging man den Kohlmarkt Richtung Graben weiter, so sah man einen Rikschafahrer mit seiner Fahrradrikscha am Straßenrand auf Kundschaft wartend stehen.

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2. Juli 2008

Heldenplatz Volksgarten Fanzone Wien Euro 2008 Fussball EMDieses Schild – siehe Foto rechts – prangt am Eingang der Baustelle der Fanzone während der Abbauarbeiten am Heldenplatz. Zum Volksgarten gelangt man derzeit nur über einen kleinen Umweg entlang des Leopoldinischen Traktes der Hofburg. Versteh’st? Du da gehen – wird Ortsunkundigen erklärt. Und das mit Bitte und Danke! Analphabeten dürfte es unter Deutschsprachigen trotzdem geben: In der Zeit wo ich das Foto aufnahm fragten mindestens zwei Wiener Eingeborene nach dem Weg zum Volksgarten.

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