Der tägliche Blog von Andreas Pöschek
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26. Juni 2009

Nagykanizsa állomás Kanizsa BahnhofDer Bahnhof von Nagykanizsa findet seine Erwähnung in einem bekannten ungarischen Lied: Megy a gőzös megy a gőzös Kanizsára, kanizsai, kanizsai állomásra, elöl ül a masiniszta, hátul meg a krumplifejű Kovács Pista, Tisza Pisza, masiniszta.
Zu Deutsch: Fährt die Dampflok, fährt die Dampflok auf nach Kanizsa. Nach Kanizsa, nach Kanizsa zum Bahnhof. Vorne sitzt der Maschinist, hinten der kartoffelköpfige Kovács Pista, Maschinist ist Tisza Pista.

Nagykanizsa ist als solches ein großer Umsteigebahnhof wie Selzthal oder Attnang-Puchheim – dort fährt man im Allgemeinen nicht hin, sondern steigt um. So sahen wir uns an jenem Tag diesen berühmten Bahnhof, der Eingang in die ungarische Liedkunst gefunden hat an. Mit Liedkunst hat auch der Bahnhof von Kecskemét zu tun, indem der berühmte ungarische Komponist Zoltán Kodály zur Welt kam. Dieser wurde jedoch in keinem Lied verewigt.

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25. Juni 2009

Veszprém - Wesprim - WeißbrunnDie ungarischen Königinnen haben in Veszprém (Wesprim, Weißbrunn) ihre eigene Krönungsstadt. Bereits die Königin und Gemahlin Gisela (Gizella) vom ersten ungarischen König, dem Heiligen Stephan (Szent István Kirlály) wurde bereits hier im Dom mit einer eigenen Königinnenkrone gekrönt. Jene Tradition hielt sich bis zum Einmarsch der Türken 1526 (Mohács). Neben der Krönungsstadt war Veszprém auch der älteste Bischofssitz in Ungarn. Die Basilika hat eine wechselvolle Geschichte, da sie seit ihrer Gründung bis heute nach Zerstörungen (Brände, Erdbeben, Kriege,…) mehrmals neu errichtet wurde. Erst zu Ende des 19. Jahrhunderts wurde versucht die damlige barocke Kirche wieder in den ursprünglichen romansich-gotischen Zustand zu Giselas Zeiten zurückversetzen. Ausschlaggebend war hierfür ein Brand und so sehen wir heute eine Neo-Romanisch-Gotische Kirche. In der Stadt ist auch eine der ältesten ungarischen Universitäten zu finden, die jedoch zu anfänglicher Zeit nicht die traditionellen vier Fakultäten hatte, weshalb Pécs als älteste ungarische Universität gilt. Aus modernerer Zeit stammt das Veszprémi Nemzeti Színház (heute Petőfi Színház), welches der Otto-Wagner-Schüler Medgyaszay István im Sezessions- und Jugendstil errichtete. Den besten Überblick über die Stadt erhält man auf der Spitze des markanten Stadtturmes bzw. Feuerturmes (őrtorony, tűztorony). Ein Eindruck über die Stadt bietet die Fotoreportage…

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25. Juni 2009

Balaton Plattensee bei SzántódAm 25. Juni wurde es endlich nach dem Regen soweit warm, dass man sich doch für kurze Zeit in den See trauen konnte. Aber nur kurz, weshalb es ein paar Impressionen rund um den See auf Fotografien gibt. Unter anderem auch von einer verwaisten Lángosbude und dem alten Strand, wo wir früher immer Schwimmen gingen. Weiter zu den Fotos…

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24. Juni 2009

M7-es autopálya Kőröshegyi völgyhíd BalatonEinen imposanten Blick über die Engstelle des Plattensees zwischen Szántód und Tihany bekommt man auf der erst kürzhlich errichteten Autobahnbrücke bei Kőröshegy. Das schaurig-imposante Betonbauwerk mit zahlreichen monströs grauen Stützpfeilern erlaubt einen Blick vom Badacsony bishin über die ganze (!) Halbinsel Tihany mit ihren erloschenen Vulkanbergen und Wäldern. Jene Autobahnbrücke (M7-es autopálya kőröshegyi völgyhíd) spannt einen rund zwei Kilometer langen Bogen über das Tal von Kőröshegy. Während unten das Dorf mit seinen zwei Kirchen (eine hiervon gotisch) schlummert, dröhnt oben der Verkehr am Weg nach Budapest, Siófok oder Nagykanizsa und Kroatien. Man fragt sich, warum so ein kostspielig und nicht gerade ästhetisch anmutendes Brückenwerk hier gebaut werden musste, wo Ungarn in der Pannonischen Tiefebene als brettleben – ohne nennenswerte Berge – gilt. So existieren rings um den Plattensee doch ein paar Hügel – niedrige Berge. Konzipierte man die Autobahn ursprünglich direkt entlang den Sees mit Strecken quer durch die Ortschaften, so besann man sich vor der Fertigstellung vor paar Jahren doch auf eine Lösung abseits der Ortschaften, die jedoch durch die Hügelkette führte, weshalb es dann zu jener „Alpenautobahn“ am Balaton kam.

Sie mag für viele Augen ein Schandfleck in der Natur sein, doch hat man von ihr den neusten und einen der schönsten Ausblicke über den Plattensee. Leider gibt es von dieser Aussicht kein Foto, da hohe Eisenpfeiler am Fahrbahnrand ein Stehenbleiben zum Fotografieren verhindern. Wie die Brücke aber verläuft, sieht man auf jenen Fotos…

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24. Juni 2009

BalatonföldvárAuch Balatonföldvár statteten wir einen Besuch ab. Jene Ortschaft ist der nächste Hafen zu Szántód und beherbergt einige Lokale in einer waldigen Parkanlage zwischen Eisenbahnlinie und Seeufer. Im Juni war noch keine Badesaison, so war der Ort ziemlich ausgestorben, abgesehen von ein paar Enten und Fischern am Hafen. Beide suchten in gewisser Weise nach etwas Essbaren. Die Enten mit dem Kopf unter dem Wasser, die Fischer ober Wasser. Wer sich stärken möchte bekommt in Balatonföldvár auch Filterkaffee, wie ein Plakat eines Lokals am Straßenrand einlädt. Ein Fotobericht aus Balatonföldvár…

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23. Juni 2009

Sarg von König Stephan dem HeiligenDen Balaton besuchten wir früher zum Schwimmen und zum Faulenzen. Diesesmal war auch etwas Kulturprogramm angesagt und so besuchten wir zuerst Székesfehérvár (zu deutsch: Stuhlweißenburg, latein Alba Regia Regina, kroat. Stolni Biograd) wo der ungarische Stammesführer Géza 970 die erste ungarische Hauptstadt gründete und wo 1001 sein Sohn, der Heilige König Stephan, gekrönt wurde. Die Stadt war unter den Árpáden und auch nachher bis zum Türkeneinfall 1524 ungarische Krönungsstadt und das Zentrum der weltlichen Macht Ungarns. Doch leider überdauerte die Zeit der anderen Herrschaften wie die Türken und die Habsburger lediglich die kleine Sankt Anna Kapelle. Die ursprüngliche Basilika wurde zerstört und unter Maria Theresia neu aufgebaut, die Burg ging verloren – seitdem prägen Barockbauten das Stadtbild. Das Székesfehérvár zur Landeshauptstadt unter König István wurde ist kein Zufall, liegt doch die Stadt an einem bereits unter den Slawen und Römern bekannten Verbindungsroute Richtung Balkan, Italien, dem Noricum und dem Norden. Auch heute noch ziehen wichtige Auto- und Eisenbahnverbindungen an Székesfehérvár vorbei: Bis zum Fall des Eisernen Vorhangs zogen Karawanen  Deutscher mit Campingwagen und Trabbi aus BRD und DDR von Győr kommend an Székesfehérvár vorbei zum Plattensee. Und die Budapester verkehrten über die Autobahn M7 zu ihren Ferienhäusern und Üdülős am Seeufer des Balatons. Alle auf der Durchreise – so auch wir bis zu jenem Ausflug, wo wir in Székesfehérvár halt machten. Die Fotoreportage berichtet darüber…

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23. Juni 2009

Szántód am Balaton - PlattenseeDie Endrődi Sándor utca in Szántód war Jahrelang für mehrere Wochen im Sommer unser Domizil am Balaton (Plattensee). Jeden Tag im und am Wasser sowie die Nachbarn prägten die Jahre. Zuletzt 1995 dort gibt es heuer nach 14 Jahren nach langer Zeit ein Wiedersehen mit Orsi, Réka, Anna, Peti, Pali, Adrienn, Jánoska, Huginéni, Lauranéni, Marianéni,… Der erste Eindruck nach sooo langer Zeit vom Balaton – von jenem Steg, wo wir immer ins Wasser gingen…

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15. Juni 2009

Schloß Belvedere WienAnikó und Lisa, bekannt vom Studium an der Universität Debrecen (2006) , kamen mit ihren Hamburger und Australischen Freunden auf einen Besuch nach Wien und verbrachten hier drei Tage Vollprogramm. Neben dem Vergnügen im Museumsquartier und dem Treiben am Naschmarkt gab es kulturelle Besuche im Schloß Belvedere und Schönbrunn samt Aufstieg zur Gloriette. Moderne Kunst bot die von Friedensreich Hundertwasser gestaltete Müllverbrennung (Fernheizwerk) in der Spittelau. Ein paar Fotos von Hamburg meets Vienna…

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13. Juni 2009

Stoderzinken bei Gröbming im EnnstalEinen großen Überblick über das Ennstal bishin zur Dachsteingruppe erlaubt der Ausblick vom Stoderzinken bei knappen 2000 Metern nahe Gröbming. Während der Heimfahrt von Bad Gastein nach Wien legten wir hier eine Rast ein – und sahen den Hohen Dachstein erneut. Ein Fotobericht vom Ausblick am Stoderzinken…

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13. Juni 2009

Dachsteinmassiv bei SchladmingVoriges Jahr führte eine Expedition zum Gosausee und zum Krippenstein (Obertraun), von dem aus man den Hohen Dachstein von der Salzkammergut-Seite im Norden bewundern konnte. Heute, ein Jahr und etwas später der Blick auf das Dachsteinmassiv aus dem Süden über das Ennstal. Die Hochwurzen zwischen Rohrmoos und Planai bei Schladming gibt eine gute Sicht auf den dominierenden Berg. Anschließend Einkehr in Schladming. Eine Fotoreportage vom Blick auf den Dachstein…

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13. Juni 2009

Gasteiner Ache Wasserfall in Bad GasteinBesucht man Bad Gastein, so assoziiert man meist damit eine Kur mit radonhaltigem Thermalwasser oder den Besuch im Heilstollen mit Radongasen – und auch das Skivergnügen auf der Schloßalm, im Naßfeld oder auf dem Stubnerkogel. Ein kurhaft-luftiger Nebeneffekt ist bei beiden Varianten genießbar: die positiven Ionen, die die Wasserfälle der Gasteiner Ache durch ihre Reibung an den Felsen hervorbringen. Die im Tal vermehrt vorkommenden negativen Ionen werden dadurch verdrängt und es entsteht ein gesundheitsförderliches „Ionenklima“.

Trotz jener positiven Bilanz breitet sich im Ortszentrum Bad Gasteins ein negatives Bild aus, der durch einen Streit geprägt ist: Viele der alten Villen und Prachtbauten wie das Badeschloß, das Postgebäude, das Hotel Straubinger und Haus Austria inklusive dem Kongresshaus wurden von Bauzäunen und Absperrungen durch ihren neuen Investor und Besitzer aus Wien umgeben. Die Geschäfte sind ausgezogen bzw. verschlossen und ein Teil des Ortes erinnert ein wenig an eine verlassene Westernstadt. So auch der Konflikt, der hier nicht mit Pistolen, sondern in der Politik ausgetragen wird: Die Ortschaft mit dem Bürgermeister steht dem neuen Immobilienbesitzer gegenüber, dessen momentane Absichten rund um die Gebäude nicht mit einem funktionierenden Ortszentrum übereinstimmen. Der Landeskonservator ist bedenklich gestimmt, denn nicht nur die Ortschaft, Bewohner und Gäste leiden unter dem verwaisten Zentrum, sondern auch die Gebäude selbst, die unter dem Leerstand immer desolater werden.

Ein Fotobericht vom tobend-brausenden Wasserfall der Gasteiner Ache in Bad Gastein und dem Ortszentrum…

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12. Juni 2009

Staller Sattel - Defereggental OsttirolNach dem Ausflug ins Virgental ging es über Matrei in Osttirol weiter nach St. Jakob im Defereggental. Von nun an ging es immer weiter Bergauf zum Staller Sattel, einem Pass, der nach Südtirol führt. Die Besonderheit an jener Hochalpenstraße ist das Einbahnsystem auf der südtiroler Seite. Da die Straße in jenem Bereich nur für ein Auto auf der Fahrbahn in der Breite (oder Schmale ;-)) Platz bietet, heißt es von der vollen Stunde bis viertel nach Einbahn bergab und von der halben Stunde bis dreiviertel Einbahn bergauf. Oben am Pass ist die Wasserscheide zwischen Donau und Po, zwischen Süd- und Osttirol, die seit 1918 bestehende Grenze zwischen Österreich und Italien. Heute gibt es an jener Stelle keinen Halt wegen Grenzkontrollen, nur wegen der Einbahnregelung ist bei der Ampel bis zum grünen Licht für die Abfahrt zu warten. Neben einer sehr kargen Landschaft mit wenigen Lärchen, Zirben und Latschen dominieren zwei Seen und pyramidenförmige Bergspitzen das Panorama. Der Fotobericht gibt davon einen Eindruck…

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12. Juni 2009

Umbalfälle beim Großvenediger im Virgental, OsttirolIn Osttirol plätschert an vielen stellen das Naß vom Berg herab. Manchmal leise, oft auch laut wie bei den Umbalfällen am Talschluss des Virgentales. Das Wasser flüchtet hier in die Isel, die dann später durch Lienz weiterfließt. Doch bevor wir an jene Wasserfälle kamen streifte unser Blick den Großvenediger am Groder in Hinterbichl bei Prägraten, wo wir eine Aussicht bis nach Matrei in Osttirol mit dem Virgental in Osttirol mit Großvenediger und Umbalfälle bei MatreiRotenkogel sowie dem Lasörling, der Kreuzspitze und Großer Geiger – ein musikalischer Berg – bewunderten. Neben der Pebellalm und der Islitzer-Alm fanden die großen Umbalfälle eine kurze Rast am Fuße der Kriselachspitze bevor ihr Wasser ins Tal weiterfloss. Gespeist wurde das ganze Schauspiel vom Wasser des Umbalkees Gletschers. Ein Fotobericht mit viel Fall und Wasser…

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11. Juni 2009

Maria Wörth DevotionalienIm Gasteinertal kann man bei schlechtem Wetter schnell auf die andere Seite der Alpen wechseln – durch das große Loch – durch die Tauernschleuse per Bahn. Rund zehn Minuten dauert die Fahrt durch die Dunkelheit, bis man von Salzburg aus kommend Kärnten erreicht. Und immer wieder stellt sich hierbei die Frage, ob es drüben wohl wetterlich schöner sei als gerade hier. So auch am 11. Juni, als es hieß, im Gasteinertal wäre es nebelig, regnerisch und bedeckt – kamen wir nach kurzer Fahrt im sonnigen warmen Mölltal bei Mallnitz-Obervellach in Kärnten wieder an das Tageslicht. Unsere Wetterflucht brachte uns bis nach Maria Wörth, Reifnitz und Klagenfurt an den Wörthersee. Nach Kultur in Maria Wörth kam der angenehme besinnliche Teil in Klagenfurt, der nur von einem kurzen Ausflug in die Schlachten der Vergangenheit unterbrochen wurde und beim >Paten von Klagenfurt< endete. Maria Wörth scheint eine Hochburg der Serienfertigung in katholischer Holzschnitzkunst zu sein, wie dies an jenem Foto zu erkennen ist. Davon und vom Rest der Reise gibt es einige Fotos…

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10. Juni 2009

Großglockner KödnitztalDer Großglockner ist meist über die Hochalpenstraße, Heiligenblut und die Kaiser Franz Josef Höhe und den Aufstieg über die Pasterze bekannt. Ein leichterer Aufstieg und eine andere Sicht bietet die Anreise über Kals am Großglockner in Osttirol und ein Aufstieg über das Lucknerhaus im Ködnitztal. Unsere erste Reise nach Osttirol führte uns zuerst über den Iselsberg nach Lienz und anschließend an den Fuße des höchsten Berges Österreichs zum Lucknerhaus. Auf dem Weg dorthin passierten wir den Schleierfall und die Rückreise in unser Hauptquartier führte uns auch nach Zell am See über den Felber Tauerntunnel. Erster Fotobericht aus Osttirol…

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