Der tägliche Blog von Andreas Pöschek
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22. Februar 2010

Sender BisambergSchon lange ist die Mittelwelle (MW) für den Radioempfang in Mitteleuropa aus der Mode und man vertraut Übertragungsmedien mit weniger Störungseinflüssen wie der Ultrakurzwelle (UKW) und der Kurzwelle (KW) für die fernen Kontinente. Seit 1933 prägten Masten die Silhouette des Bisambergs, einem der Hausberge Wiens. Nach den Zerstörungen infolge des 2. Weltkrieges wurde 1959 das heute vertraute Sendemastpaar errichtet und funkte mit den bekannten 1476 kHz (Südmast 120 Meter Höhe) und 585 kHz (Nordmast 265 Meter Höhe) das Radioprogramm des ORF auf Mittelwelle. 1995 wurde der Sendebetrieb eingestellt. Bis 2008 fanden noch zeitweise Übertragungen für Nachbar in Not sowie Minderheitenprogramme des ORF auf Radio 1476 statt. Danach kehrte Funkstille ein. Bald für immer, denn am 24. Februar 2010 werden die beiden Sendemasten gesprengt und abgetragen. Nur das unter Denkmalschutz stehende Sendegebäude aus dem Jahr 1933 bleibt mit der Sendeanlage stehen und soll der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Aber was ist ein Sender ohne Sendemast? In Ungarn wurde der aus dem selben Jahr stammende Lakihegyi adótorony (Sendeanlage Lakihegy) in der Nähe von Budapest unter Denkmalschutz gestellt und gilt mit seinen 314 Meter Höhe als höchster Sendemast Europas. Man wird sich an die neue Silhouette im Nordwesten Wiens gewöhnen müssen, wenn nur mehr am Kahlenberg der Sendeturm zu sehen ist und der Bisamberg unter den anderen senderlosen Bergen untergehen wird. Der heutige schöne Tag lud zu einem Ausflug ein, von dem eine Fotoreportage über die Sendemasten berichtet…

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21. Februar 2010

Anna F. Konzert im Porgy & BessViel hörte man von Anna F. bereits in den Medien, bei Werbesendungen für Banken und bei einem Auftritt in der Sendung Willkommen Österreich von Grissemann und Stermann. So war die Erwartung für viel „Music“ gegeben – wie Christoph Huber bei der Laudatio zu ihrem ersten Konzert ihrer Life and For Real! Tournee im Wiener Porgy & Bess einleitete. Diesen Erwartungen wurde der Abend mehr als gerecht. Anna F. präsentierte ihr neues For Real! Album in einer breiten Facette – nie eintönig und immer erfrischend, wie die Songs aus den Instrumenten ihrer Band heraussprudelten und den Saal samt Publikum mit ihrer Stimme zum Beben brachte. Gerade die Mischung ihrer Begleitung aus vielen zum Teil klassischen und auch historischen Instrumenten machte das besondere Etwas, was sie von so manch anderen „elektronifizierten“ Singer-Songwritern abhob. Sie erzählte während dem Konzert, dass man sich in letzter Minute dafür entschloss auch das Streicher-Trio auf Tour mitzunehmen – und diese Entscheidung war gut, denn zusammen mit Saxophon, Traversflöte und einer Drehleiher erlebte man mit ihrer Stimme eine breite Entfaltung der Lieder. Im Anschluß gab es eine Releaseparty. Eine Fotoreportage vom Anna F. Konzert im Porgy & Bess gibt es hier…

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5. Februar 2010

Gößfall im Maltatal, Kärnten - Nationalpark Hohe TauernWürden wir jetzt durch den Nationalpark Hohe Tauern touren, so bräuchten wir mit ziemlicher Sicherheit Skier und hätten das Risiko mit den Lawinen wegen den vielen Schneefällen im Februar. Aus diesem Grund waren wir im September sowohl in Kärnten als auch in Salzburg in den Alpen unterwegs, um die leeren Bergregionen zu bewandern. Die Sommertouristen waren bereits mit ihren Turnschuhen heimwärts gezogen und die Skisaison hat trotz immer früher einsetzender Winter dank Klimawandel doch noch nicht begonnen, weshalb wir unbeschwert die Reise antreten konnten. Nur mit ein paar Kühen schlossen wir hier und da auf der Alm bekanntschaft, welche die letzten Gräser vor dem Almabtrieb frisch genossen.

Ein paar Bilder vom Naßfeld im Gasteinertal mit einen ausgestorbenen Blick auf die Schareck-Gruppe und den Sonnblick, ein Abstecher zum Hochkönig zeigen einen Eindruck von der Reise auf der Salzburger Seite. In Kärnten widmeten wir uns dem Thema Wasser (Wasserreich, die zig-Landesausstellungen zum Thema Wasser in Kärnten) und sahen die smaragdgrünen Wasser der Gößfälle im Maltatal und eine weitaus größere Menge an Wasser im Speicherkraftwerk Kölnbreinsperre hinter der Staumauer. Auch viel Wasser in hoher Höhe gab es in Reißeck, wo wir mit der Standseilbahn in drei Etappen den Weg gegen Gipfel erklommen.

Ein Fotobericht von den Etappen unserer Reise…

PS: Das Wasser ist wirklich so grün.

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