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Das tägliche Blog von Andreas Pöschek

Archiv für das Thema ‘Architektur’

06   Mar
Berlin-Kreuzberg, Cuvrystraße - das Revier der Stadtaffen

Berlin-Kreuzberg, Cuvrystraße - das Revier der Stadtaffen

Bevor die Medienakademie in Berlin los ging unternahm ich mit Alida und József in Berlin Entdeckungsreisen. Eine davon führte nach Kreuzberg in die Cuvrystraße, wo Peter Fox mit seinen Stadtaffen im Club Lido Alles neu musizierte. Eine Fotoreportage zeigt jene Gegend, wo die Stadtaffen herumzogen und mit den Filmorchester Babelsberg für Stimmung sorgten. Weiter zur Fotoreportage…


Für all jene, die Peter Fox und die Stadtaffen nicht kennen, hier das Video:

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04   Mar
Hamburg Hafen

Hamburg, Schiff im Hafen bei den Landungsbrücken

In Debrecen lernten sich Anikó, Lisa, Johanna und ich an der Universität 2007 im Februar kennen, wo wir gemeinsam Finno-Ugristik bzw. Ungarisch studierten. So kann man förmlich sagen, dass der Auslöser für meine Deutschland-Nordrundfahrt nach Hamburg die Ungarische Sprache ist, obwohl jene eher in einer Minderheit jenseits der 1-Prozent-Marke in Hamburg gesprochen wird. Vielmehr wird dort in Containern und Schiffen am Hafen verkehrt und in gewisser Weise nächtens auf der Reeperbahn. Trotz dieser Distanz zwischen Elbe und panonnischem Becken gibt es verbindende Elemente nach Ungarn: Das Institut für Finno-Ugristik an der Unversität Hamburg. Ein kleines Gebäude inmitten eines Villenviertels am Rande des Universitätscampus gelegen – ähnlich der Universität Debrecen beim Nagyerdő mit den Villen der ehemaligen Nomenklatura – lehrt man hier Ungarisch und Finnisch neben paar kleinen exotischen Sprachen, die nur dies- und jenseits des

Verladen von Waren in der Speicherstadt

Verladen von Waren in der Speicherstadt

Urals gesprochen werden und bei ihren Namen wie Wogulisch, Chantisch, eher an Star Treck als an rentier- und fischzüchtende Völker in Russland erinnern.

Nun, ich schweife ab – wieder zurück nach Hamburg, wo man es auch mit dem Fisch zutun hat – insbesondere am Fischmarkt und am Hafen. Der Hafen war offen, der Fischmarkt leider zu, denn jener hat nur am Sonntag geöffnet. Für meine nächste Hamburgreise muss ich einen Sonntag einplanen. (merken!)  Hamburg war eigentlich eine Zwischenstation auf meiner Reise von Wien nach Berlin zu einer Medienakademie, wo ich Rhetorikseminare besuchte. Auch wenn Hamburg vielleicht nicht ganz auf der Strecke zwischen Wien und Berlin per Eisenbahn liegt, fuhr ich zuerst nach Hamburg (über Berlin) für ein paar Tage, bevor ich dann wieder nach Berlin zur Medienakademie zurückfuhr.

Speicherstadt, Hamburger Hafen

Speicherstadt, Hamburger Hafen

Wie es der Zufall so will wohnte ich im schönen Stadtteil Altona – neben Stadtspaziergängen mit Lisa, Anikó und Johanna gingen wir auch zum Hafen. Der Hafen Freudenau oder auch jener in Krems ist ein Plantschbecken dagegen. Man weiß nicht, wo der Hamburger Hafen anfängt und wo er aufhört, hinter jeder Ecke beginnen neue Container wie Legosteine zu Türmen zu bauen und weitverzweigte Kanäle mit Docks zu öffnen. Faszinierend ist jene Backsteinarchitektur, die alles in einen architektonisch einzigartigen Rahmen setzt – vom Kontorviertel, wo einst die großen Broker aller Waren handelten bishin zur Speicherstadt und der Innenstadt ist alles aus Ziegelfassaden geschaffen. Beim Chilehaus sieht man die vollendete Perfektion, wenn man einer Hausecke begegnet, so spitz und scharf wie eine Rasierklinge. Man muss sich dafür die Fotos ansehen.

Reeperbahn St. Pauli in Hamburg

Reeperbahn, St. Pauli in Hamburg

Am Abend kehrten wir in einem Pub in der Nähe von St. Pauli ein, wo Anikós und Lisa mit Freunden bei einer Quizliga mitmachte. Davor gingen wir aber noch auf die Reeperbahn. Bisher kannte ich jenes nur in diversen Spiegel TV oder Focus TV Reportagen – die Tankstelle, den Supermarkt, die Polizeiinspektion – und die vielen Lokale.

Am nächsten Morgen ging es noch ins Café Paris aus dem 19. Jahrhundert – eigentlich ursprünglich eine Fleischhauerei Metzgerei. Dort serviert der Ober nicht nur gebrühten Kaffee im Kännchen, sondern richtig starken Kaffee wie man es in Wien oder Ungarn gewohnt ist.

Café Paris in Hamburg

Café Paris in Hamburg

Zum Schluss etwas Banales: Hamburg hat die literarisch-kreativsten Mistkübel Mülleimer. Neben ihrem Zweck der Müllaufnahme befindet sich ein Spruch auf diesem Stadtmöbel. (Vorsicht: Mistkübel ist in Hamburg unbekannt und kann Gelächter verursachen!)

Hier die Fotoreportage aus Hamburg…

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06   Jul

Wiener Riesenrad im Prater WurstelpraterDer Wiener Wurstelprater ist ein historisch gewachsener Ort mit Geschiche – von Basileo Calafati über den Wurstel und dem Riesenrad verbindet viel mit diesem Vergnügungspark, der durch seine Nostalgie und seinem zum Teil alten morbid-wienerischen Charakter bestach. Bestach? Ja, denn wer jetzt seit 2008 den Prater besucht wird von jenem Flair nicht mehr viel spüren. Der Platz, an dem Basileo Calafati einst sein Ringelspiel betrieb und nach dem Krieg als Andenken die Statue des “Großen Chinese” Calafati die Wurstelpraterbesucher begrüßte und rundherum sich Autodrom neben Geisterbahn, Ringelspiel und Hochschaubahn reihten regiert jetzt der Kitsch in höchster Konzentration. Selbst der nach modernen prinzipien mit einer stilvollen Architektur kurz nach 2000 gestalteten Eingangshalle des Riesenrades wurde hinter einer Kulisse aus Jungendstilimitationen in billigem Papmaché kaschiert. Klimt, Loos, Otto Wagner und die ganze Wiener Werkstätte würde sich im Grab umdrehen, wenn sie jenes architektuelle Kulturjuwel aus Grete Laskas Ideenreichtum zu Gesicht bekämen – dies blieb ihnen erspart. Fotos gibt es von jenem sogenannten neuen Riesenradplatz keine – das sind sie einfach nicht Wert – genausowenig wie die 32 Millionen Euro, die Schaffung jener Kulissenstadt investiert wurde. Ohne Ausschreibung und ohne Wettbewerb – denn zweifelsohne wäre so eine Kitschbude im Falle eines Wettbewerbes nicht weiter als über das Planungsstadium hinausgekommen.

Wurstelprater Wiener Prater Hochschaubahn RiesenradMit einer gewissen Herausforderung wartet jener neue Riesenradplatz seinen Besuchern auf: Als potentieller vergnügungssuchender Mensch findet man den Eingang nicht so einfach von der neuen U-Bahnstation am Praterstern kommend wie bisher. Konnte man sich noch vor dem Umbau am Riesenrad orientieren ist dieser Hinweis jetzt nicht mehr ganz zielführend. Ob es Absicht ist die Besucher so zuerst durch den Irrgarten der Ampeln und Übergänge der größten Kreuzung Wiens im Kreis zu leiten ist fraglich. Findet man dann trotz der Irrwege den richtigen Pfad zum Wurstelprater, schreitet man über einen dunklen, kaum beleuchteten Weg flankiert von einer Tankstelle links, einer großen scheppernden U-Bahnentlüftung rechts und einigen anderen Containern beidseitig zum Riesenradplatz, wo mit großen Lettern “Herrrreinspaziert” über dem Portal zu lesen ist.  Der Zugang, ein herber Kontrast und Willkommensgruß zur Kitschbude, wo jener Weg im 32 Milliionen Desaster endet.

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24   Jun

Stephansdom Wien Vienna Lichtinstallation KlanginstallationDerzeit prägen große gespannte Segel mit Projektionen, viele anregende Lichtinstallationen und ein Klangteppich aus vielen Farben das gotische Innere des Stephansdomes. Die Kanzel mit Meister Pilgram und dem Fenstergucker ist in ein ultraviolettes Blau gehüllt.

Jeder Mensch kann für einen anderen Menschen zum Engel werden

heißt die Aussage, auf dessen die Installation des Künstlers Stefan W. Knor beruht. Ein paar Fotografien vom Inneren der Kathedrale mit der Kunstinstallation…

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17   Mar

Ein Blick in die RöhreEine Fotoexkursion quer durch Wien fand am Flohmarkt neben dem Naschmarkt sein Ende, bevor es nocheinmal in die tiefe Unterwelt der Station Südtiroler Platz ging. Jene Station, ein Urgestein der Wiener U-Bahn aus der Anfangszeit befindet sich derzeit im Umbau – der Flohmarkt hingegen hat seine konstante Größe an jeden Samstag – man findet hier Nichts und doch Alles, ein breites Angebot an Waren erstreckt sich über dem nackten Asphalt  oder auf aneinandergereihten Tischen und wartet auf seine neuen Eigentümer. Die Präsentation der Waren nimmt bei manchen Ständen marketingtechnisch seltsame Formen an – die Bilder der Fotoreportage zeigen hier ein sehr variationsreiches Bild…

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02   Mar

gasometer-ente.jpgDer Standard war an einem Märztag vor dem großen Sturm Emma bei mir zu Gast, um Wien von oben über die Gasometer zu erblicken und darüber im Online-Standard eine Fotoreportage zu erstellen. Vom eingerüsteten Steffl des Stephansdomes über die neu errichteten Gebäude rings um die Gasometer gibt die Reportage einen breiten überblick – doch seht hier selbst im Standard…

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29   Feb

IMG_8776Der unbeliebteste Bahnhof Österreichs – ein Architekturjuwel vollendeter Grauslichkeit – findet 2008 nach Beendigung des Euro 2008 Ballspektakels seine wohlverdiente Ruhe. Man könnte fast meinen, der Architekt Heinrich Hrdlicka baute 1955 mit den vielen Treppen, Aufgängen und Brücken innerhalb des sonst leeren Gebäudes die Vorlage für Jacques Tatis Filme wie Traffic. Diente der Bahnhof für mich über Jahre hinweg als Abfahrts- und Ankunftsort für meine Reisen nach Graz und Steiermark, so trug er auch 2003 den Slogan “Willkommen in Wien, dem schönsten Vorort von Graz”. Eine Fotoreportage bewahrt jenes Architekturprojekt in Bildern vor seinen Abriss…

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03   Feb

IMG_8321Der Westen führt nicht zwangsweise in den Westen. So beginnen oder halten Züge Richtung Budapest und Bukarest vor ihrem Weg gegen den Osten am Wiener Westbahnhof. Ein Paradoxon, wenn man dann nach rund 3 Stunden Fahrt beim Halt in Budapest feststellt, dass man dort am Ostbahnhof (Keleti Pályaudvar pu.) angekommen ist. Nun ja, man kommt auch aus dem Westen in den Osten. In einigen Jahren ist jenes Problem Geschichte, denn dann beginnen jene Züge in Wien ihre Fahrt vom Zentralbahnhof. Doch bevor es soweit ist wird der Westbahnhof fleißig einem Umbau unterzogen und um Einkaufstempel, Büros und Infrastruktur erweitert. Die heute bereits existente große Halle aus den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts bleibt dank Denkmalschutz vor größerem Eingriffen verschont. Um jenen Denkmalschutz könnte man jetzt streiten, jedoch hielt ich es für dokumentarisch wertvoll vor dem Umbau mit einer Fotoserie den Bahnhof im jetzigen Zustand in Erinnerung zu halten. Den Beginn macht hier eine kleine Fotoserie aufgenommen am Abend – mehr folgt im Laufe des Jahres…

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01   Feb

IMG_8237Das südliche Umfeld der Gasometer verändert sich seit 2007 in größeren Schritten. Die ehemalige Prüfanstalt des Gaswerks Wiengas verschwand und an ihrer Stelle wachsen neue schräge Wohntürme als grüne Villen dem Himmel entgegen. Vielerorts versteht man unter Villen etwas anderes, erinnern doch jene im Grundriss quadratischen Wohntürme eher an den schiefen Turm von Pisa als an eine Villengegend. Das Höhenwettrennen werden sie mit den Gasometern jedoch verlieren, da die ehemaligen Gasbehälter mit ihren rund 70 Metern doppelt so hoch in die Luft ragen wie die geplante Höhe der grünen “Villensiedlung”. Auf gute Nachbarschaft mit den künftigen grünen Villenbewohnern. Ein paar Fotografien dokumentieren das Baugeschehen…

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