Der tägliche Blog von Andreas Pöschek
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24. September 2011

Noryangjin Fischmarkt in SeoulWo es in Österreich verpönt ist mitgebrachte Speisen in Lokalen zu verzehren, muss man die Zutaten für seine Gerichte in koranischen Fischlokalen selbst mitbringen. Die Köchin oder der Koch zaubert dann daraus in kürzester Zeit wunderbare Speisen, die man dann mit seinen Freunden im Lokal genießt. Bis es aber dazu kommt muss man seinen Fisch noch finden. Der beste Ort hierfür ist der riesengroße Noryangjin Fischmarkt, indem sich lebende Fische neben anderen Meerestieren in Aquarien und anderen allerlei wasserumspülten Gefäßen tummeln. Man muss regelrecht aufpassen wo man seine Finger hineinsteckt, um nicht von einem kleinen Hai oder den Scheren von Krabbentieren geschnappt zu werden. Aufpassen muss man auch auf die großen Menschenmassen und die vielen Verkäuferinnen und Verkäufer, die mit lauter Stimme versuchen genau ihren Fisch vor den anderen Fischen anzupreisen und zum Kauf zu locken. Hat man es trotz riesiger Auswahl geschafft seinen Fisch zu finden begibt man sich drei Stockwerke tief unter den Markt durch ein Labyrinth aus Gängen bis man vor einem Lokal steht, wo dann der Fisch zubereitet wird. Alles authentisch ohne Tourismusbazarathmosphäre, da nur Einheimische diesen Markt nutzen und wir als Europäer regelrecht ein Besuchsereignis waren. Zur Fotoreportage aus dem Noryangjin Fischmarkt in Seoul…

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24. September 2011

Unsere österreichische Mannschaft war bei den Abilympics kulinarisch durch ein besonderes Besuchsprogramm verwöhnt. So wurde unser Kulturprogramm zur Akklimatisierung vor den Wettbewerben mit Besuchen herausragender koranischer Küchen und Lokalen bereichert. Der erste Tag führte uns gleich nach der Landung am Incheon Flughafen in Seoul zu einem koreanischen Barbecue, bei dem man mit Holzkohle bei offenen Feuer direkt am Tisch vor sich mariniertes Schweinefleisch grillte. Die Luftabzüge über den Grillplätzen erinnerten ein wenig an Schweißerarbeitsplätzen in einer Metallwerkstätte. Zum Bildbericht vom koreanischen Barbecue…

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23. Dezember 2009

Herr Neumann war einst ein Stammgast der Wiener Kaffeehäuser und hatte seine eigenen Wünsche bezüglich der Zubereitung seines Kaffees. Ein herkömlicher Einspänner (großer schwarzer Mokka mit Schlagobers (Schlagsahne)) war ihm nicht genehm, er verlangte den Kaffee gestürzt – sprich verkehrt serviert. Möchte man seinen Kaffee auf dieser Art genießen, so ist zuerst Schlagobers in ein Glas zu füllen und mit heißem Kaffee zu übergießen. Langsam hebt sich der im Glas befindliche Schlagobers, steigt über die zunehmende Menge Kaffee – wobei sie diesen melangebraun färbt – nach oben um das Kaffeeglas zu krönen. Der Unterschied zum gewöhnlichen Einspänner ist die Mischung des Mokka mit dem Schlagobers – der Kaffee wird braun – wobei beim Einspänner der Kaffee schwarz verbleibt. Den überstürzten Neumann trinkt man ohne umzurühren durch die Schlagobersschicht hindurch. Im Gegensatz zum Pharisäer wird kein Alkohol beigemengt.

So bereitet man den Überstürzten Neumann zu:

Im heutigen Kaffeehaus hört man meist entweder die Stimmenvielfalt der anderne Gäste oder ein Klavier. Zu Bachs Zeiten wurden auch Kantaten für Kaffeehäuser geschrieben und zu Werbezwecken gesungen, wie Johann Sebastian Bachs humorvolle Kaffeekantate aus dem Jahre 1732 zeigt:

Ei! wie schmeckt der Coffee süße,
Lieblicher als tausend Küsse,
Milder als Muskatenwein.
Coffee, Coffee muss ich haben,
Und wenn jemand mich will laben,
Ach, so schenkt mir Coffee ein!

Die Jungfern bleiben Coffeeschwestern.
Die Mutter liebt den Coffeebrauch,
Die Großmama trank solchen auch,
Wer will nun auf die Töchter lästern!

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3. August 2009

Lucky TownMan spürte es in der Luft, den Regen und die Spannung, die die ganze Ebene rund um Petersvillage an jenem Abend bedeckte. Nicht unweit jenes Städtchens liegt Lucky Town, ein verruchter Ort, den man am liebsten nur einmal in der Woche besuchen möchte, denn jeder weiterer Besuch würde zu viel an Kraft entbehren. Die Einwohner jener Stadt sind sehr gastfreundlich und empfingen die Fremden aus Jewsvillage-Angelstreet mit großer Herzlichkeit, aber es kam trotzdem wie es kommen muss. Eine hastig eingeleitete Probe mit den Waffen zeigte die Unvorbereitetheit der Fremden gegenüber den angreifenden Regen und so blieb ihnen nur mehr die überstürzte Flucht in den Saloon, wo sie sich im Getümmel der Spieler, Trinker, Händler, Reisenden, Viehzüchter und Ganoven in Sicherheit fühlten. Gestärkt nach ein paar Whiskeys und gespritzte Feuerwasser konnten sie die monotonen Gesten der Tänzer nicht mehr ertragen und zogen durch eine versteckte blinde Geheimtüre in den Nebenraum des Saloons, wo die mächtigen Viehzüchter des Landstrichs um das Weideland feilschten. Selbst der Sheriff war hier ohne seiner Macht des Gesetzes, denn er musste seinen Revolver so wie alle anderen vor der Türe ablegen und fand nur mehr hinter der Bar einen Platz, wo er in seiner Funktion als Sheriff unbemerkt den Gästen Whiskey und andere Getränke servierte. Der Whiskey floss und die Zeit verging zum nächsten Morgen wie im Flug, als die Cowboys nach einer kurzen Fahrt mit der Postkutsche in einem Hotel ankamen. Ein Bildbericht über Lucky  Town und die Cowboys aus Jewsvillage-Angelstreet…

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30. Januar 2008

Wer Sushi einmal in Japan probiert hat wird bald feststellen, dass das beste Sushi in Europa es nicht mit dem Original aufnehmen kann. Geschmack und Auswahl sind dafür zu verschieden. Bei uns in Europa wird Sushi meist mit Stäbchen serviert – in Japan hingegen isst man Sushi mit den Fingern und bekommt hierfür eigene gewärmten nasse Tücher zur Reinigung. Ein kleiner Videoclip zeigt auf humorvolle Weise einen Besuch in einer Sushibar:

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15. Oktober 2006

Zubereitung von KrumplifőzelékWie jedes Wochenende fahren von den 900 Studenten hier im Wohnheim rund 97% nachhause. Nur eine kleine Minderheit bleibt im wie fast ausgestorben wirkendem Campushotel zurück. Zsófi und ich waren den Samstag Vormittag am Markt und kochten zu Mittag Krumplifőzelék – eine typisch ungarische Speise, die man schnell und einfach mit wenig Zutaten zubereiten kann. Főzelék wird fälschlicher Weise vielerorts als Eintopf ins Deutsche übersetzt, was aber weder geschmacklich noch wörtlich zutrifft, eher wäre es als Gemüsegekochtes zu übersetzen, was aber so als Wort keinerlei Bedeutung hätte. Deshalb hier eine kleine Analyse samt Fotokochkurs, wie man Babérleveles Krumplifőzelék (Kartoffelgemüse mit Lorbeerblättern) zubereitet.

(mehr …)

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