Der tägliche Blog von Andreas Pöschek
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7. Mai 2014

Judith Butler Der Audimax war bereits zwei Stunden vor Beginn des Vortrages zum Bersten voll und es warteten noch weitere Menschen draußen in den Gängen auf Einlass. So hoch war das Interesse eine der wichtigsten zeitgenössischen Philosophinnen zu hören. Es ist bereits spät und es fehlt Zeit um den Vortrag in geeigneter Form hier zusammenzufassen – vielleicht reiche ich dies noch nach. Dafür präsentiere ich eine Fotostrecke aufgenommen während der anschließenden Diskussion, die mit den Worten Weil wir zerstören können sind wir verpflichtet es nicht zu tun. eingeleitet wurde. >> Weiter zur Fotoreportage über Judith Butler an der Universität Wien…

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25. April 2014

Von der Ästhetik zum Funktionalismus

Bikás Park - M4-es Metró Budapesten / Metro M4 in BudapestDer Schritt Verkehr in den Untergrund zu verlegen und U-Bahnlinien durch Städte zu ziehen ging mit dem Anspruch schnelle Verkehrsverbindungen un-abhängig von bestehenden Straßen und Verkehr zu errichten einher. Ein rein zweckmäßiger Schritt, der keiner höheren Ordnung im Sinne der Ästhetik folg-te. Es stellt sich die Frage, ob nicht erst die Aufhebung der Unterordnung der Funktionalität von Architektur unter die Formensprache der Ästhetik im 18. Jahrhundert dies ermöglichte. Denn der Untergrund war bis dahin als verwerf-lich betrachtet worden. Erst die zunehmende Stadtbevölkerung und voran-schreitende Industrialisierung bereiteten den gesellschaftlichen Weg zum Funktionalismus und der Nutzung des Untergrundes.

Budapest als Vorreiter

Szent Gellért tér - M4-es Metró Budapesten / Metro M4 in BudapestBudapest war schon immer ein Pionier – andere würden meinen ein Erprobungsfeld – neuer Ideen. Wo in Wien in bieder-historischer Manier jede Form neuer Architektur und Technologie auf Ablehnung stieß, blühte in Ungarn der Jugendstil und die Sezession in großer Farb- und Formenpracht. Werner von Siemens versuchte als U-Bahnmiterfinder erster Stunde in Berlin aber auch in Wien mit einer neuen elektrisch betriebenen Untergrundbahn Fuß zu fassen, stieß aber in beiden Städten auf breite Ablehnung. In London gab es mit der Metropolitan Line den ersten Vorreiter für die U-Bahn um 1890 – einer noch mit Dampf betriebenen klassischen Eisenbahn in einem Röhrensystem. Ungarn hatte 1896 ein großes Jubiläum – die Landnahme – zu feiern. Dafür war nichts zu teuer und so wurde neben dem Heldenplatz mit dem Heldendenkmal der ungarischen Anführer und Könige (Hősök tere) eine eigene U-Bahnlinie vom Stadtzentrum unterhalb des neuen Andrássy Boulevards (Andrássy út) zu je-nem Denkmal errichtet: Die erste elektrisch betriebene U-Bahnlinie am europäischen Kontinent.

Die U-Bahn im politischen Stadtbild

Szent Gellért tér - M4-es Metró Budapesten / Metro M4 in BudapestU-Bahnlinien sind aufwendige Projekte, deren Herstellung durch die großen Baustellen für die ganze Stadtbevölkerung wahrnehmbar wird. Umleitungen, riesengroße Erdlöcher, Erdbewegungen und damit verbundene Umwege und Hindernisse plagen für eine lange Zeit die Einwohner der Stadt. Fragen zur Sinnhaftigkeit, budgetäre Debatten und politische Diskussionen begleiten ne-ben der Planung meist auch die Zeit danach. So werden U-Bahnlinien nicht nur in Budapest gerne zu Wahlzeiten medial groß in Szene gesetzt, eröffnet – ebenfalls in Wien ist dies regelmäßig bei jeder Netzerweiterung der Fall, wenn Bürgermeister neue Stationen einweihen. Es dauerte mehr als 20 Jahre bis aus dem Projektstadium über unzählige verschobene Fertigstellungstermine diesen März 2014 die neue U-Bahnlinie knapp vor den Parlamentswahlen eröffnet werden konnte. In den vergangenen Jahren stellte sich im öffentlichen Diskurs die Frage nach Zweckmäßigkeit, der optimalen Linienführung und Finanzier-barkeit hinsichtlich der wirtschaftlichen Lage Ungarns. Trotzdem wurde an dem Kurs der Errichtung der M4 festgehalten.

Doch was ist neu an der M4 im Gegensatz zu bisherigen U-Bahnbauten?

USzent Gellért tér - M4-es Metró Budapesten / Metro M4 in Budapest-Bahnsysteme – egal ob jenes aus Barcelona, Wien oder Paris reduzieren ihre Architektur auf die reine Funktionalität – die unterschiedlichen Orte verlieren ihren Ausdruck in Identität und werden zu einer großen Einheit – zu einem U-Bahnsystem. Die eigene Verortung wird erst durch das Verlassen des Systems an der Oberfläche möglich. Im Inneren des Systems können die Fahrgäste sich einzig und alleine an den Signifikanten – den Stationsschildern – orientieren.

U-Bahnsysteme als menschenfeindliche Un-Orte

Szent Gellért tér - M4-es Metró Budapesten / Metro M4 in BudapestDer ungarische Film KONTROLL aus dem Jahre 2003 von Antal Nimród versucht die U-Bahn mit ihrem Untergrund in mehreren verwobenen Erzählungen zu erfassen. Mehrere Typen Mensch begegnen sich innerhalb des Metrosystems und beeinflussen sich. Wenn wir die unterschiedlichen Handlungsverläufe des Filmes auf eine Aussage reduzieren, offenbart sich mit dem System U-Bahn ein Platz ohne Identität. Der Hauptdarsteller, ein Kontrolleur, verliert seinen Zugang zur Realität, da er neben seinem Beruf sein gesamtes Leben im U-Bahnnetz verbringt. Seit dem er Fahrscheine kontrolliert hat er die Unterwelt nicht mehr verlassen. Erst die Tochter eines U-Bahnfahrers schafft es ihn aus dem Untergrund zu befreien und führt ihn wie ein Engel über die Rolltreppe dem Licht und der Realität außerhalb der Tunnel entgegen.

Ausschnitt aus KONTROLL (deutschsprachig)

Vom Un-Ort zum Ort mit Identität

M4-es Metró Budapesten / Metro M4 in BudapestBesuchen wir nun die neuen Stationen der Metrolinie M4, so werden wir sehen, dass keine Station der anderen gleicht. Jede Station hat ihre eigene Architektur und damit verbundene Aussage. Die Formen- und Materialsprache konstruiert eine Verbindung zur Oberfläche. Eine Station umgebender Stadtteil an der Oberfläche prägt sich im Ausdruck der Architektur im Untergrund aus. Die Station erhält eine Differenzierung des Raumes und eigene Identität. Bei mehreren Stationen schaffen großzügige Öffnungen lichtdurchflutete Tunnel, die wiederum eine Verbindung zwischen dem Untergrund und der Erdoberfläche herstellen. Sie erlauben so auch neben dem Raum, Zeit durch Lichtdifferenzierung wahrzunehmen.

Im Gegensatz zu Wien und anderen Städten wird die Formensprache der neuen Stationen der Metrolinie M4 nicht durch Konsum und profitorientierte „Verwirtschaftung“ zerstört. Es gibt keine Verkaufsflächen und die Werbeflächen beschränken sich auf ein nicht auffallendes Minimum. Wir erleben eine unbeworbene Nacktheit der Architektur.

Bikás Park - M4-es Metró Budapesten / Metro M4 in BudapestDass Funktionalität und identitätsstiftende Architektur keinen Widerspruch darstellen sieht man auch in der Gestaltung der Zugangswege. Neben der Führung durch Tageslicht an die Oberfläche sind alle Wege großzügig und ausdifferenziert gestaltet. An- und Abreisende blockieren sich nicht gegenseitig und werden voneinander getrennt auf kürzesten Wegen zwischen Oberfläche und Einstiegsstelle geführt. Ein Weg ohne Barrieren muss nicht gesucht werden – man wird durch die Architektur barrierefrei geleitet. Redundante Aufzüge, niveaugleiche Einstiege ohne Spalt und Stufe zu den Zügen sind nur ein Teil davon.

M4-es Metró Budapesten / Metro M4 in BudapestDer hohen Grad an Ästhetik innerhalb eines Zweckbaues stößt bei vielen Fahrgästen auf Bewunderung. In vielen Stationen sind Reisende fotografierend im Untergrund unterwegs – begreifen die Materialien und diskutieren mit anderen Passagieren ihre Eindrücke. Es stellt sich die Frage, ob so ein subjektiv großes Maß an Ästhetik innerhalb eines Zweckbaues zulässig ist. Folgt hier die Ästhetik der Politik oder bleibt ihr die Autonomie? Gerade im Vergleich von U-Bahnstationen zeigt sich ein Extrem im Ausdruck von Größenwahn in Stalins U-Bahnstationen, den unterirdischen „Volkspalästen“ Moskaus. Doch kann man hier in Budapest von Größenwahn sprechen? Budapests neue U-Bahnstationen haben durch ihre eigene Architektur ihre Identität und ausdifferenzierte Formensprache. Wir erleben jedoch an keinem der Orte Größenwahn wo sich das Verhältnis zum Mensch verliert. Die vorhandene Architektur stiftet Identität und repräsentiert die Oberfläche, schafft aber keine Paläste.

>> Weiter zu den Fotografien der neuen U-Bahnlinie M4 aus Budapest…

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29. Juli 2013

DSCF3926-Segeln mit David Six am AtterseeDas Salzkammergut inspiriert seit vielen Epochen Musiker, Schriftsteller und Künstler bei ihrem Schaffen. Gustav Mahler hatter hier sein Komponierhäusl, Thomas Bernhard seinen Hof, Franz Lehár seine Villa, Peter Altenberg sein Kaffeehaus und WMozart wie Gustav Klimt ihre Seen.

Mit viel Musik ausgestattet zogen wir in den Attersee um einem aufkommendem Gewitter mit einem Konzert aus Mozart, Queen, Bach, Led Zeppelin, Hendrix auf unserem Segelboot zu begegnen. Die Kunst nahm den Kampf mit den aufkommenden tiefschwarzen bis dunkelblauen Wolkenfronten auf. Lediglich die Blasmusikkapelle aus Weyregg traute sich in das Duell einzumischen und durchbrach Mozarts Klarinettenkonzert mit dem Radetzkymarsch. Wir waren bereits das letzte Boot am See, der Wind blies immer heftiger und wir griffen zu immer kräftigere Musik. Letztendlich mussten wir aufgeben und an Land – das Gewitter gewann den Kampf. Selbst Pinky and the Brains Titelmelodie (die sich aus ungeklärter Ursache zwischen Mozarts Klarinettenkonzert und Bachs Kantate auf eine CD einschlich) schaffte es mit ihrer Weltherrschaft nicht gegen die Naturgewalten siegreich zu sein.

Ein Fotobericht vom Segelkonzert am Attersee…

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25. Mai 2013

Life Ball 2013 im Wiener Rathaus

Das Wiener Rathaus wurde mit dem Life Ball 2013 zu einer Nacht aus 1001 Nacht. Für einen Augenblick verwandelte sich das Machtzentrum mit Samt und Seide zu einem Palast aus dem Morgenland. Der Innenhof war mit Zelten und Brunnen gesäumt, die bei Wasserpfeifen zum Verweilen einluden. In den Sälen tummelten sich in feinem Brokat gekleidet Untertanen, Maharadscha und Sultane aus Ländern des Orients. Dazwischen gesellten sich Besucher aus fernen Kontinenten wie Michael Jackson aus der USA. Trotz dieser Menschenvielfalt kam es zu keiner babylonischen Sprachverwirrung. Ganz im Gegenteil: Man nutzte Ort und Zeit für ein gemeinsames Fest um gegen den Dschinn der Ausgrenzung, der Angst und Gewalt anzukämpfen. Einige der weltweiten Kämpferinnen und Kämpfer unterstützten den Ball durch ihren Besuch. Zu ihnen zählten Fergie, Melanie Griffith, Bill Clinton, Elton John, Adam Lambert, Greg Louganis, Aishwarya Rai Bachchan, Ban Ki-moon, Erwin Schrott und direkt aus dem Orient: Die Bezaubernde Jeannie (Barbara Eden)!

Ursprünglich wollten die charmante Elisa und ich nur die Zeremonie zur Eröffnung von der Tribüne verfolgen. Dann nahm das Glück und der Zufall seinen Lauf – oder hatte am Ende doch die Bezaubernde Jeannie für uns geblinzelt und einen Wunsch erfüllt? Auf skurrilem Wege bekamen wir zuerst eine Karte und nach kurzer Zeit eine weitere Karte.

Wir feierten das Leben im Palast bis in den Morgen nach dem Sonnenaufgang. Eine Nacht aus Tausendundeine Nacht ging vorüber.

Eine Fotoreportage aus dem Wiener Rathaus, dem orientalischen Palast des Life Ball 2013…

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28. April 2013

Grab des World Wide Web am Fuße des Herrmannskogels in WienLetzte Woche unternahm ich eine Wanderung auf den Herrmannskogel, bei der ich das Ende des World Wide Web – des Hypertextraumes des Internets – fand. Eigentlich wollte ich nur ein Gläschen Gemischten Satz (Weißwein) am Nußberg beim Ausblick über Wien genießen, doch dann nahm die Wanderung einen unverhofften Verlauf. Wien gilt seit dem Lieben Augustin als morbide Stadt, die diesen Ruf über die Jahrhunderte bis in die Zeit des Cyberspace erhalten konnte – denn wie sonst lässt sich die letzte Ruhestätte des Internets am Fuße des Herrmannkogels erklären. Nicht unweit von der Spitze des Herrmannkogels, kaum ein paar hundert Meter von der Habsburgwarte entfernt, sticht zwischen Buchen ein Grabstein mit der Aufschrift „www.“ hervor. Kein Ehrengrab.
Eine Fotoreportage zeigt den Aufstieg zum Herrmannskogel und das Grab des World Wide Web…

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11. März 2013

Frauenkirche und Kulturpalast in Dresden Berichte und Beschreibungen neigen dazu Dresden architektonisch auf die kürzlich wiederaufgebaute Frauenkirche und den Pomp der Semperoper zu reduzieren, die mit dem Neuaufbau des Stadtschlosses in Berlin am Alexanderplatz konkurrieren. Passend zum Diskurs finden wir Fotografien der beinahe vollständig zerbombten Stadt zur Zeit des Zweiten Weltkrieges kontrastiert durch Anekdoten des König Friedrich August II. von Sachsen mit seinem Pferd in Gold gerahmt. Wagen wir es uns aus der Debatte über die Neuerrichtung historisch verlorener Gebäude zu lösen. Versuchen wir viel mehr die Stadt über ihre Brüche in Zeit und Architektur wahrzunehmen.

Bereits bei der Ankunft am Dresdner Hauptbahnhof werden wir mit einem Raum aus Brüchen konfrontiert. Der alte Baubestand des Bahnhofs wurde seit seiner Zerstörung 1945 auf mehrfache Art umgebaut und in den vergangenen Jahren beinahe in den Ursprungszustand zurückgeführt. Folgen wir der Pragerstraße ins Stadtzentrum begegnenen uns Gebäude aus der sozialistischen Zeit des Arbeiterstaates DDR. Restlos auf Funktion und vorgegebene Zweckmäßigkeit reduzierte Wohnquartiere. Niemand wohnt gerne in so einem Haus, das in seiner betonierten Sterilität weder wohnlich noch menschlich wirkt.

Neben diesen Wohngebäuden säumt ein Einkaufszentrum den Weg, dessen inneren Werte heute vom Kapitalismus bestimmt werden. Im Stadtzentrum angelangt überbrückt die Architektur ideologische und historische Weiten. Klassizistische bis barocke Prachtbauten spiegeln sich in Glasfassaden aus der Ära des sozialistischen Arbeiter- und Bauernstaates. Das vorhandene Ensemble wird laufend um alte Bauwerke neu ergänzt, die nach historischen Plänen wiederhergestellt werden.

Dresden. Eine moderne Stadt, die ihre alte Architektur neu errichtet. Einblicke in die Stadt Dresden gibt die Fotoreportage…

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10. März 2013

Berlin East Side Gallery Mauer mit Funkturm (Fernsehturm)Den Anfang einer Tour durch den Norden Deutschlands machte Berlin. Auch wenn man Berlin noch nicht zum „Hohen Norden“ zählen kann liegt die Stadt doch nördlicher als Wien und erinnerte mit den Schneemassen an sibirische Verhältnisse. Wo in Wien verschneite Gehsteige mit Salz freigepökelt werden türmen sich in Berlin die Schneemassen an jeder freien Stelle im Straßenbild und stellen manchmal größere Herausforderungen dar. Erste Stärkung gab es mit Waffeln im „Glücklich am Park“ am Akonaplatz in der Nähe der Kastanienallee. Nach etwas Überwindung schafft man dann auch den Weg vom Prenzlauer Berg (Akonaplatz) zur East Side Gallery. Diese ist eine Freiluftgalerie, die als Trägermaterial für die Malereien einen Streifen verbliebener Mauer aus der Zeit des Kalten Krieges verwendet. Nach dem Fall der Berliner Mauer bekam dieses verbleibende Mauerstück entlang der Spree eine künstlerische Gestaltung durch viele internationaler Künstler. Das Areal an beiden Seiten der Mauer ist an dieser Stelle heute noch leer und wartet auf einen großen Investor, der hier neue Gebäude errichten möchte. Dabei ist die East Side Gallery – das verbleibende historische Mauerstück jedoch im Weg und soll beseitigt werden. Die Untätigkeit der Politik die Mauer mit den Kunstwerken zu erhalten erzürnte die Bevölkerung und führte zu vielen Protestaktionen, die hoffentlich zu einem Fortbestand jener historisch-künstlerisch wertvollen Mauerteile führen. Sie sind ein Zeichen und zugleich ein Zeitzeuge für 28 Jahre Trennung einer Stadt in zwei Teile. Eine Fotoreportage von Berlin und der East Side Gallery…

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25. Januar 2013

BOKU Ball 2013 in der Hofburg in Wien

Dieses Jahr hatte ich das große Glück eine Karte für den gefragten und seit Monaten ausverkauften BOKU-Ball in der Hofburg zu ergattern. Großen Dank gebührt dabei einer lieben Landschaftsarchitektur-Studentin die mir hier zu einer begehrten Karte verhalf.

Was macht den BOKU-Ball so einzigartig, dass er bereits lange im Voraus ausverkauft ist? Schwer zu sagen, denn Bälle gibt es in der Hofburg viele wo Walzer gespielt werden und man sein Tanzbein schwingt. Man muss es erlebt haben um den BOKU-Ball zu schätzen. Ein formenfrohes Fest, was sich in der Vielfalt an unterschiedlicher Bekleidung bei den Besucherinnen und Besuchern zeigt – viele Regionen im In- und Ausland waren durch Trachten vertreten. Das variantenreiche Spektrum setzte sich in der gespielten Musik vor Ort in den Sälen mit klassischer Tanzmusik über lateinamerikanische Rhythmen, groovige Disco- und Electrobeats bishin zu Schuhblattlern, Polka und Volkstänzen mit zünftiger Blas-, Chor-, oder Stanzlmusik fort.

Hierarchische Strukturen lösten sich im Ball auf – man traf Rektor und Professoren, Lehrende, Studierende und Alumni fröhlich am Tanzparkett oder in Gesprächen an den Tischen.Eine Fotoreportage vom BOKU-Ball aus der Hofburg…

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29. September 2012

Pinguin in WienDas Frühstück eines Pinguines erwecken zu früher Morgenstunde Erinnerungen an Hamburg. Genauer gesagt an den Fischmarkt bei den Landungsbrücken an der Elbe. Dieses spezielle Frühstück bekam unser Pinguin am Yppenplatz serviert, bevor er seine Wanderung durch die Stadt watschelte. Eine Fotoreportage aus dem Leben eines Pinguins in Wien…

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14. August 2012

OberwölzOberwölz, die kleinste Stadt Steiermarks liegt am Fuße der Wölzer Tauern an der Straße zum Sölkpass, einer vielbefahrenen historischen Alpenquerung. Wer in die Stadt gelangen möchte muss eines der vier heute erhaltenen Stadttore passieren, denn die Stadt ist zur Gänze von einer mittelalterlichen Stadtmauer umgeben. Mit 996 Einwohnern kommt die Stadt bevölkerungsmäßig beinahe an die 1200 Einwohner der Gasometer heran. Was die Gasometer mit Oberwölz verbindet ist eine umgebende Mauer. Der Innenraum der Gasometer ist von einer aus Tonziegeln gemauerten Außenwand umgeben während Oberwölz ringsum mit Steinmauern bewährt ist. Neben der historischen Stadtbefestigung zeigt sich ein mittelalterlicher Stadtkern mit gotischen Häusern und der Spitalskirche. Eine Fotoreportage zeigt die Stadt Oberwölz…

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2. Juni 2012

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Eine Trompete, ein Saxophon, Schlagzeug und eine durchdringende Gesangsstimme vereinten sich mit dem virtuosen Elektroklangkünstler Parov Stelar zu einer Klangwolke, die mit ihrem abwechslungsreichen Improvisationen die Tabakfabrik erfüllten. Das Publikum war begeistert und swingte im Takt der Musik exstasisch mit. Als Unterstützung traten vor Parov Stelar die Linzer Musiker A. G.  Trio, Mister Wu und La Rochelle auf. Die Musik lässt sich hier im Blog ohne der Atmosphäre schwer wiedergeben, als Ersatz folgen Fotos im Fotobericht von der speziellen Architektur der Tabakfabrik.

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24. April 2012

Die Hungarologiestudierende gemischten Semesters unternahmen unter der Leitung unserer Literaturlektorin Dr. Brigitta Pesti eine Exkursion zum Ungarischen Nationaltheater nach Budapest, wo wir eine außergewöhnlich informative Führung mit Einblicken hinter die Bühne des Hauses bekamen und uns die neue Interpretation Bánk Bán Junior des ungarischen National-Historienepos Bánk Bán besuchten. Eine sehr moderne freie – und insbesonders nasse Inszinierung mit viel Wasser als beherrschendes Bühnenelement neben der rohen Gewalt, die nach und nach sämtlichen Protagonisten widerfährt und das Wasser im Zeichen von Mord blutrot färbt.

Neben dem Theaterbesuch nutzten wir am Abend die Zeit um im Illegal! zu sein und den legendären Szimplakert mit seiner Musik und Athmosphäre zu genießen.

Am Folgetag entdeckte ich in einer Gasse nicht unweit der großen Synagoge in der Dohnányi utca eine verfallene Synagoge nicht weit von der Király utca. Sie soll demnächst revitalisiert und wieder mit Leben gefüllt werden. Fotos in der Galerie dokumentieren den derzeitigen Zustand.

Ein Bericht von der Exkursion in Fotos….

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9. Oktober 2011

Auf unserer Mongoleiexpedition übernachteten wir stets in Jurten bei Nomaden. An einem Abend luden uns die Familie des Freundes unseres Chauffeurs zu einem gemütlichen Abendessen in ihre Jurte ein. Traditionell wurde das Essen vor uns zubereitet und wir genossen einen recht amüsanten Abend im Gespräch mit den Gastgebern. Wir erfuhren viel über das Leben in der Mongolei, bekamen Bilder gezeigt und sangen zum Schluss gemeinsam Lieder aus Österreich und der Mongolei. Es fiel uns schwer am folgenden Tag die gemütliche Jurte zu verlassen um nach Ulan Baatar aufzubrechen. Eine Fotoreportage vom Abend aus der Jurte…

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8. Oktober 2011

Eine längere Etappe unserer Expedition bildete die Fahrt durch das Orchon-Tal flussaufwärts den Orkhon-Fluß zu seinem gewaltigen Wasserfall. Das breite Tal zeichnet sich durch seine abwechslungsreiche Landschaft von anfänglichem Granitgebirge bishin zu vulkanischen Bergmassiven aus. Die Berghänge sind neben großer Granit- und Vulkansteinbrocken mit Lärchenwäldern übersät. Auf dem grünen Talboden leben verstreut Nomaden in Jurten mit ihren Herden aus Pferden, Rindern, Ziegen und Schafen. Dazwischen schlängelt sich der immer breiter werdende smaragdgrüne Orkhon-Fluß. Auf unserer Reise begegneten wir Hirten mit ihren Herden sowie lustigen mongolischen Bergführern. Die Zeit im Tal wohnten wir bei einer mongolischen Nomadenfamilie nicht weit vom Wasserfall. Eine Fotoreportage von unserer Reise durch das Orchon-Tal in der Mongolei…

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6. Oktober 2011

Turtle at CharachorinDschingis Khan verlegte zu seiner Regierungszeit das Zentrum des mongolischen Weltreichs nach Kharkhorin, eine Stadt in einer Ebene am Fluss Orchon gelegen. Die Stadt überlebte die Zeit nicht – mit ihr kamen neue Herrscher und Beijing wurde unter Kublai Khan die neue Hauptstadt des mongolischen Reichs (später die chinesische Yuan-Dynastie). Bald wurde Karakorum vergessen und die Stadt verfiel – die Reste wurden als Steinbruch für das heute noch bestehende buddhistische Kloster Erdene Zuu im 16. Jhd. verwendet. Einzig und alleine eine steinerne Schildkröte überlebte den Verfall der Stadt. Ursprünglich stand sie an einem der Eckpunkte der Stadt – heute steht sie mitten auf einem Hügel oberhalb vom Kloster Erdene Dsuu gelegen. Wir besuchten Schildkröte, Ovo und Kloster mit unseren Guides bevor wir dem Fluß Orchon weiter ins Tal folgten. Die Fotoreportage zeigt die Schildkröte, ein Ovo mit wertvollen Rennpferdschädeln  und das buddhistische Kloster Erdene Dsuu mit den Heiligtümern, Stupa und Mönchen…

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