It’s a beautiful day
Don’t let it get away
It’s a beautiful day
U2 stoppte den vorzeitigen Winteranfang Ende August in Wien mit 360° im Wiener Praterstadion. Wir scheuten uns keine Mühe um aus Graz anzureisen um die Iren und Bono zu erleben. Die Mischung aus alten bekannten Songs und neuen Stücken passte perfekt – die neue Bühne mit Rundumsicht war ein Traum – was will man mehr, wenn Bono auf der Bühne steht und singt: It’s a beautiful day…
Nachdem die österreichischen Damen Montagnolli/Hansel den 4. Platz und bei den österreichischen Herren Doppler/Mellitzer den 5. Platz beim Beachvolleyball Grandslam Turnier in Klagenfurt erreichten feierten wir ausgiebig in Velden im Monkey Circus bei fetzigen Soul- und Funkrhythmen von Herbert Tubbs. Keiner blieb ruhig stehen – die Menge shakte, groovte und tanzte, wenn die Musik von der Bühne über die Straßen vor dem Monkey Circus erklang. Ein Fotobericht…
Neue bisher unbekannte Welten taten sich auf, als man die altbekannten Liedern der Band AiR in der Wiener Staatsoper lauschte. Auf den ersten Blick ein Widerspruch würde man meinen. Aber dem war nicht der Fall, denn mir und vielen anderen im Publikum war AiR nur von der Konserve zuhause bekannt und nicht als großes Bühnenstück auf den Brettern der Oper. Wo sonst Siegfried oder Carmen ihre Arien singen führten die zwei Bandleader ihre Gesamtkomposition aus Musik, Licht und vielen Farben auf. Das Publikum saß gebannt in ihren Stühlen – wippte bis kippte zum Teil mit oder folgte mit geschlossenen Augen den Rhythmen der Musik. Die Stimmung mit dem Licht, der Musik und der Atmosphäre der Oper erinnerte ein wenig an die Clubbings in den Sofiensäle – mit dem Unterschied, dass das Publikum diesesmal auf Sitzplätzen saß. Für all jene, die die Sofiensäle nur mehr aus Legenden kennen: Ein über 100 Jahre alter Tanzsaal, der bis 2001 für Clubbings und Musikveranstaltungen genutzt wurde – dann aber einem Brand zum Opfer fiel und seitdem als Brandruine verfällt. Die Stimmung in diesem Sofiensaal war so einzigartig wie auch die Musiker, die dort auftraten – war es einst die Johann Straußdynastie mit ihren Walzern, spielten im 21. Jahrhundert die angesagten DJ-s und Bands. Nun aber zurück in die Staatsoper: Während die anderen Zuschauer in ihren Stühlen saßen hatte ich dank meines eigenen mitgebrachten Gefährts einmal einen Vorteil: Ich konnte frei zu den Rhythmen shaken… Ein Fotobericht aus der Oper von AiR…
Video live aus der Staatsoper vom Konzert bei einem etwas ruhigen Lied:
Zuletzt war ich 2005 auf dem Donauinselfest, was ich soeben beim Durchgehen meines Blogs feststellen konnte – eine lange Zeit. So beschlossen Stefan und ich uns in die Menschenmassen zu schmeißen und Alf Poier, Madita und Amy McDonald anzuhören. Als wir auf der Donauinsel angelangt sind hatten wir den Eindruck ganz Wien und der Rest Europas hätten dasselbe wie wir vor: Menschenmassen wohin das Auge reicht. So viele waren 2005 sicher nicht da. Aber wir schafften es dank der Koordination von Stefan die Bühne zu erreichen und den VIP-Bereich aufzufinden. Wir fragten uns wie wohl die Stars hierher gekommen sind, denn auf den üblichen Wegen herrschte Fußgeherkollonnenverkehr und Stau. Ab und zu kam es zu Auffahrunfällen, die für die Vorderleute mit schmerzhaften Waden- und Fersenzusammenstößen endeten.
Alf Poiers Auftritt war im Ö1 Zelt, rund einen Kilometer Donauabwärts von der großen Bühne, wo wir vorher Madita und Amy McDonald hörten. Diesen Kilometer schafft man es an allen anderen Tagen im Jahr gemütlich in rund einer Viertelstunde zu spazieren. So nicht am Donauinselfest – wir mussten nach 200 Metern aufgeben – das Verkehrsaufkommen war zu groß und es gab kurzfristig auf den Straßen kein vor und zurück. Am Inselrand konnten wir beobachten, wie Festivalbesucher beim Versuch die Donau schwimmend zu überqueren durch die Wasserfeuerwehr von ihrem Vorhaben “abgefischt” wurden. Überall nur Menschen, Füße, Hintern. Nur mithilfe von Stefan und eines Securities schafften wir uns den Weg freizukämpfen und anschließend vom Norden eine Umfahrung zu nehmen um dann nach ca. einer Stunde (für einen Kilometer!) im Ö1-Zelt einzutreffen. Dort fanden Stefan und ich noch einen freien Platz hinter dem Mischpult mit direkter Sicht auf Alf Poier. Im Anschluss gab es ein gemütliches Beisammensein auf ein Bier Backstage mit Alf Poier – dem Botschafter für Bewusstsein, Scheißdreck und Kunst – und seinem Schlagzeuger.
Thievery Corporation war heute in den Gasometern in Wien zu Gast und vertrieben den Dauerregen musikalisch! In einem über drei Stunden dauernden Konzert boten sie ihre breite Palette von Indien, Asien über Arabien bishin zu Südamerika. Mit jedem Lied wechselte die Sängerin oder der Sänger, was die Vielfalt an musikalischer Darbietung steigerte. Ein paar Fotografien fangen die Stimmungen und wechselnde Formation von Thievery Corporation auf der Bühne ein. Weiter zu den Fotos…
Viel hörte man von Anna F. bereits in den Medien, bei Werbesendungen für Banken und bei einem Auftritt in der Sendung Willkommen Österreich von Grissemann und Stermann. So war die Erwartung für viel “Music” gegeben – wie Christoph Huber bei der Laudatio zu ihrem ersten Konzert ihrer Life and For Real! Tournee im Wiener Porgy & Bess einleitete. Diesen Erwartungen wurde der Abend mehr als gerecht. Anna F. präsentierte ihr neues For Real! Album in einer breiten Facette – nie eintönig und immer erfrischend, wie die Songs aus den Instrumenten ihrer Band heraussprudelten und den Saal samt Publikum mit ihrer Stimme zum Beben brachte. Gerade die Mischung ihrer Begleitung aus vielen zum Teil klassischen und auch historischen Instrumenten machte das besondere Etwas, was sie von so manch anderen “elektronifizierten” Singer-Songwritern abhob. Sie erzählte während dem Konzert, dass man sich in letzter Minute dafür entschloss auch das Streicher-Trio auf Tour mitzunehmen – und diese Entscheidung war gut, denn zusammen mit Saxophon, Traversflöte und einer Drehleiher erlebte man mit ihrer Stimme eine breite Entfaltung der Lieder. Im Anschluß gab es eine Releaseparty. Eine Fotoreportage vom Anna F. Konzert im Porgy & Bess gibt es hier…
Nachdem der letzte Zug aus dem Südbahnhof bereits vor einer Woche abgefahren ist, schwung man heute zu fetten Beats auf dem bunt gefleckten Steinboden das Tanzbein. (Hier ein paar Bilder aus vergangenen Jahren) Auf zwei Floors wurde mit heißer Musik die kalte Nacht zum Glühen gebracht. Im alten Bahnhofsrestaurant gleich neben der Ostbahn sowie oben bei den Gleisen der Südbahn legten die DJs auf. Die große Halle bot Raum für Pausen zwischen den Floors. Der Andrang war groß, bereits zur um 21 Uhr zur Kassenöffnungszeit standen die Schlangen vor den original ÖBB-Schalter der Südbahnhofhalle und kauften sich eine “Fahrkarte” ins musikalische Vergnügen. Als ich spät in der Nacht den Bahnhof verließ, waren noch immer Schlangen angestellt und wollten unter die rund 1.500 feiernde Menge ins Innere gelangen, die den Bahnhof bereits ordentlich einheizte. Ein einmaliges Flair zum Abschied des Südbahnhofes auf der Südplattform. Ein paar Fotos von den Anfängen des Abends am Südbahnhof…
Am Samstag (4. Juli 2009) fuhren wir nach Marburg an der Drau in die Untersteiermark (heute Maribor, Spodnja Štajerska, Slowenien) für eine kleine Abwechslung von Judendorf-Straßengel. Dabei kam es uns jedoch zuerst so vor, als ob wir eher auf einem indischen Volksfest als in Slowenien gelandet zu sein, als über dem Platz vor dem Rathaus Gruppen mit großen Trommeln und anderen Instrumenten versteckt hinter buntbemalten Masken und Kopfschmuck musizierend zogen, gefolgt von anderen unterschiedlichen Gruppen aus aller Welt. Wir konnten in der knappen Zeit Volkstanzgruppen aus Slowenien selbst, der Türkei, Serbien, Frankreich, Spanien, Südamerika und der USA erkennen. Die Fotos hielten die Gruppen fest und zeigen das bunte Treiben…
AC/DC heizten am Sonntag ihre Lokomotive auf der Bühne im Ernst-Happel-Stadion in Wien auf Volldampf und rissen die rund 50.000 Fahrgäste in einen Höllenritt zu ihren Quellen des Rock. Angus Young und Brian Johnson schürten mit gewaltigen Gitarrensolos und unverkennbarer Stimme das Feuer im Dampfkessel. Die Fahrgäste waren begeistert und genossen die zweistündige Fahrt – so auch wir. Neben Stefan und mir saß ein Sportstar (Foto) des Rennrollstuhlsports: Thomas Geierspichler, mehrfacher Paralympicsgewinner. Zur Fotoreportage ….
Schiff András, wie ihm die Ungarn nennen spielte an jenem Abend Werke von Schumann und Beethoven. Als Draufgabe gab es drei Zugaben von Mendelssohn-Bartholdy und Schubert. Von Schubert waren es die Ungarischen Tänze, die aber nach Schiffs Meinung eher slowakische Tänze sind – ganz K. & K. wie er meinte – hier in Wien. Ein langes, aber geniales Konzert des Klaviervirtuosen. Würde ich hier ungarisch schreiben, so schriebe ich András Schiff klavierte – da es aber solche Verben im Deutschen nicht gibt, muss man sie mit umständlichen Substantiv-Verbkonstruktion ersetzen und langatmig formulieren: András Schiff spielte Klavier. Umständlich. Gut, dass die Musik überall über die Sprachen hinweg verstanden wird und seine Bedeutung hat. Am Papier auf paar Punkte reduziert kann sie jeder Musiker verstehen und als Stück gespielt jeder genießen. Ein paar Fotos vom Konzert und anschließend bei einem Treffen mit dem Maestro András Schiff…
Diesen Abend konnte man Louie Austen im Café Leopold im Museumsquartier MQ in Wien hören, als er von seinen neuen Projekten sprach und auch einige seiner Stücke zum Besten gab. Für Tanzstimmung war gesorgt. Tina und ich konnten uns endlich vom jahrelangen Fluch lösen und schafften ein Treffen bei Louie Austens Konzert, nachdem zig Versuche vorher scheiterten. Louie Austen im Café Leopold auf Fotos…
Während meines Berlinbesuches verbrachte ich einen Abend mit Alida, József, Karo, Matyi und Dani im Kaffee Burger – dem Ort der Russendisko – wo die Schauspielerin Dorka Gryllus zusammen mit der Band Rotfront auftrat und das Publikum mit fetzigen ungarischen sowie russischen Klängen aus einer Sphäre von traditioneller Musik mit Jazz, Funk, Blues, Hip-Hop und Reggea schaffte. Man sieht sie zur Zeit auf den Kinoleinwänden in einer der Hauptrollen vom Film Der Knochenmann. Bekannt ist sie auch aus Dallas-Pashamende sowie Gloomy Sunday (Ein Lied von Liebe und Tod).
Es freut mich, dass Rotfront und Dorka Gryllus am 17. April 2009 auch in Wien im Ost-Klub gastieren. Bereits 2008 hatten wir im Rahmen des IP Ursula das Vergnügen Dorka Gryllus im Stück Egy nő von Péter Eszterházy im Collegium Hungaricum zu sehen.
Berlin-Kreuzberg, Cuvrystraße - das Revier der Stadtaffen
Bevor die Medienakademie in Berlin los ging unternahm ich mit Alida und József in Berlin Entdeckungsreisen. Eine davon führte nach Kreuzberg in die Cuvrystraße, wo Peter Fox mit seinen Stadtaffen im Club Lido Alles neu musizierte. Eine Fotoreportage zeigt jene Gegend, wo die Stadtaffen herumzogen und mit den Filmorchester Babelsberg für Stimmung sorgten. Weiter zur Fotoreportage…
Für all jene, die Peter Fox und die Stadtaffen nicht kennen, hier das Video:
Tina Turner schaffte es bei ihrem Konzert die ganze Stadthalle zu begeistern und die Fans von allen Sitzplätzen zum “Mitrocken” zu reißen. Der Konzertveranstalter dachte beim Konzert wohl an einen Klaviersonatenabend bei Tee und Kuchen im Seniorenclub, denn die Stadthalle war auch im Parkett komplett mit Stühlen ausgestattet. So nahm das gemischte Publikum zwischen 40 und 80 artig Platz auf den Stühlen – aber als dann Tina mit Hits wie Let’s Stay Together den Raum erfüllte schaffte es keiner ruhig am Sessel zu sitzen – der Menge brodelte es in den Beinen und selbst der unbeweglichste Fan sprangen auf, tanzte und rockte mit. Die Sicherheitskräfte bemühten sich anfangs um diszipliniertes Sitzen, aber nach dem 3. Lied war die rockende Menge nicht mehr zu bändigen – sie gehorchte nur mehr der Stimme Tina Turners, die nach der Pause mit Golden Eye eine fulminante Show abzog. Den letzten Kick gab es mit Nutbush City Limits, als Tina Turner mit einem Kran über das Publikum schwebte. Als Kind und Teenager mit den Songs von Tina Turner in den frühen 80ern aufgewachsen – als sie bereits mit 50 den Titel Rockoma bekam – wunderte es mich, dass im Publikum eher 40+ überwiegte.