Der tägliche Blog von Andreas Pöschek
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29. August 2012

Der Schneeberg gilt als einer der Hausberge der Wiener und ist gleichzeitig höchster Berg Niederösterreichs. Ursprung des Wiener Hochquellwassers und Ziel vieler alpiner Schlapfen- und Stöckelschuhtouristen. Dank Zahnradbahn in Reptilienoptik wird diese alpine Stöckelschuhwanderungspilgerstätte zur Perfektion getrieben: So kommt noch so untrainierter Sonntagswanderer auf seine Kosten.
Wir – Clarissa, Lukas und ich wagten den Aufstieg um die Quelle unseres täglich frischen Naß aus der Leitung zu erkunden – dort, wo das Wiener Hochquellwasser seinen Ursprung hat. Unser Aufstieg begann in Puchberg mit dem Salamander-Express – der neumodischen alten Zahnradbahn, die uns auf 1796 Meter beförderte. Oben am Hochschneeberg beim Waxriegel angekommen wurde der Salamander vom Swisstrac abgelöst. Mit Hilfe des Swisstrac und vereinten Kräften von Clarissa und Lukas brachen wir über den Ochsenboden zum Klosterwappen auf. Ein Fotobericht vom Schneeberg…

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5. Juli 2012

Das Waldviertel rund um Sallingberg und Armschlag wird im Juli von einem Meer aus blühenden Mohnfeldern umgeben, das die sonst in Grün schattierte Landschaft mit weiß bis rosa-roten Facetten bereichert. Sie stechen in ihrer Farbvielfalt bereits aus weiter Entfernung aus der waldreichen Landschaft heraus und ziehen Insekten genauso wie mit Fotoapparaten bewaffnete Stadtmenschen an. Die Insekten suchen Nahrung, die Stadtmenschen die Ruhe des Waldviertels und die landschaftliche Schönheit sowie den Genuss. Vielerlei Genuss bietet hier der Mohn – als Nahrung verarbeitet in verschiedenen Speisen bishin zum Elixier nach altem überlieferten Rezept der Naturheilkunde. Es ist nicht irgend ein industriell gezüchteter Mohn, der hier soviel Beachtung findet, es ist der Graumohn, der vor Ort durch kleine bäuerlich geführte landwirtschaftliche Betriebe naturnah angebaut und meist im eigenen Betrieb zu den Produkten veredelt wird. Der Mohn ist hier ein Gesamtkunstwerk, ein Charakter des Waldviertels.

Wer Mohn als Speise nicht mag kann sich bei einer Wanderung der Blütenpracht erfreuen. Gerade jetzt im Hochsommer bietet das rauhe Waldviertel seine Vorteile durch angenehmes Klima im Gegensatz zu den hitzegeplagten Ebenen und Großstädten.

Die weiß-rosa-roten Graumohnfelder rund um Armschlag und Sallingberg aufgenommen bei einer Handbike-Wanderung…

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11. Februar 2011

Schneeberg vom Gasometer aus GesehenDie Fenster der Wohnungen in den Gasometern öffnen sich in einer Höhe ab rund 38 Metern über dem Straßenniveau und geben so einen Blick über ganz Wien frei. Bei klarem Himmel ohne Dunst reicht die Fernsicht bis zum rund 65 Kilometer entfernt gelegenen Schneeberg. Gestern gelang es mir nach zehnjährigem Bewohnen der Gasometer den schneebedeckten Gipfel auf einem Foto festzuhalten. Aufgenommen mit einem 400mm f/5.6 Objektiv. Im Anschluss folgte eine Wanderung auf den nicht weit gelegenen Laaerberg, von dem aus man alle vier Gasometer als große Burgen aus dem Häusermeer herausragend wahrnehmen kann. Einige Fotoimpressionen des Schneebergs und der Gasometer.

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22. Februar 2010

Sender BisambergSchon lange ist die Mittelwelle (MW) für den Radioempfang in Mitteleuropa aus der Mode und man vertraut Übertragungsmedien mit weniger Störungseinflüssen wie der Ultrakurzwelle (UKW) und der Kurzwelle (KW) für die fernen Kontinente. Seit 1933 prägten Masten die Silhouette des Bisambergs, einem der Hausberge Wiens. Nach den Zerstörungen infolge des 2. Weltkrieges wurde 1959 das heute vertraute Sendemastpaar errichtet und funkte mit den bekannten 1476 kHz (Südmast 120 Meter Höhe) und 585 kHz (Nordmast 265 Meter Höhe) das Radioprogramm des ORF auf Mittelwelle. 1995 wurde der Sendebetrieb eingestellt. Bis 2008 fanden noch zeitweise Übertragungen für Nachbar in Not sowie Minderheitenprogramme des ORF auf Radio 1476 statt. Danach kehrte Funkstille ein. Bald für immer, denn am 24. Februar 2010 werden die beiden Sendemasten gesprengt und abgetragen. Nur das unter Denkmalschutz stehende Sendegebäude aus dem Jahr 1933 bleibt mit der Sendeanlage stehen und soll der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Aber was ist ein Sender ohne Sendemast? In Ungarn wurde der aus dem selben Jahr stammende Lakihegyi adótorony (Sendeanlage Lakihegy) in der Nähe von Budapest unter Denkmalschutz gestellt und gilt mit seinen 314 Meter Höhe als höchster Sendemast Europas. Man wird sich an die neue Silhouette im Nordwesten Wiens gewöhnen müssen, wenn nur mehr am Kahlenberg der Sendeturm zu sehen ist und der Bisamberg unter den anderen senderlosen Bergen untergehen wird. Der heutige schöne Tag lud zu einem Ausflug ein, von dem eine Fotoreportage über die Sendemasten berichtet…

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30. August 2009

Waldviertler Dorfspiele SallingbergSallingberg war heuer Austragungsort der 8. Waldviertler Dorfspiele. Zeitgerecht zu den Wettkämpfen wurde beim Teich das neue Freizeitzentrum (fast) fertig und bildete das Zentrum für die Wettbewerbe. In vielen sportlichen, geschicklichen und künstlerischen Disziplinen traten die Mannschaften aus den Ortschaften Allentsteig, Altmelon mit Arbesbach, Echsenbach, Göpfritz an der Wild, Grafenschlag, Großgöttfritz, Ottenschlag, Pölla, Rapottenstein, Schönbach, Schwarzenau, Schweiggers, Waldhausen und Groß Globnitz (Zwettl) sowie Sallingberg gegeneinander an. Nach zwei Tagen Wettbewerb gewannen den 1. Platz Groß Globnitz, den 2. Platz Schwarzenau und den 3. Platz Sallingberg in der Mannschaftswertung. Die 9. Waldviertler Dorfspiele werden in der Nachbargemeinde Ottenschlag ausgetragen. Ein paar Eindrücke von den Wettbewerben…

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7. August 2009

Weißenkirchen in der WachauVom hohen Waldviertel kommend zogen wir über die Serpentinen des Seiberers in das Donautal und besuchten Dürnstein, Weißenkirchen und Sankt Michael. Bisher waren jene Orte nur als Durchfahrt von Wien kommend ins Waldviertel bekannt – dies soll sich ändern, weshalb wir einen ausgedehnten Ausflug in jene Städte und Orte an der Donau unternahmen. Den ersten Halt bildete Dürnstein – bekannt wegen der markanten Stiftskirche am Ufer der Donau und der Burgruine, in der nach der Legende  König Löwenherz von England gefangen war. Anschließend besuchten wir auch Weißenkirchen mit der gotischen Wehrkirche, die vom Hochwasser geschützt auf einen Hügel tront. Was für Auswirkungen das Hochwasser haben kann, sieht dies an der Kirche von Sankt Michael, ein paar Stromkilometer aufwärts: Dort flüchteten nach der Legende die Hasen auf das Kirchendach – man sieht sie noch heute als versteinerte Hasenfiguren am Dachgiebel, da sie sich nicht mehr hinunter trauten. All dies sieht man in der Fotoreportage aus der Wachau…

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2. Mai 2009

Kamp im HöllfallEine ausgedehnte Tour durch das Waldviertel führte an die Quelle der Großen Krems und zum Ursprung des Kamp. Die Krems hat ihr Quellgebiet in der Nähe der sogenannten Vordereren und Hinteren Waldhäuser südlichen von Traunstein und etwas westlich von Martinsberg. Dort windet sich der Fluss noch als kleines Bächlein und entspringt hier einem etwas sumpfig anmutenden Waldstück, wo auch ein mooriger Teich mit vielen Lupinien und Erika anzufinden ist. Eine Waldquelle. Anfang Mai war der Waldboden an manchen Teilen noch mit Schnee bedeckt, wie die Fotos zeigen. Anschließend führte der Weg über Prettes nach Schönbach und dann weiter bei Petrobruck in den Höllfall zum Großen Kamp, der hier mit einem Wasserfall eine tiefe Furche in die Granitfelsen eingeschnitten hat. Im Wald säumen mehrere Häuser hohe Granitfelsen zu Bergen getürmt den Weg, auf denen Kiefern und Föhren sowie seltene Tannen wachsen. Jenen Weg bei der Ruine einer Wassermühle gingen bereits die Pilger am Zellerweg im Mittelalter.

Granitfelsen im Waldviertel beim HöllfallDie letzte Station jener Rundreise war Arbesbach. Ein Ort mit einer Burgruine und einem Turm auf einem Hügel. Darunter die Ortschaft. Solche befestigten Burgen säumten die Flusstäler der Krems und auch des Kamps bis zur Donau – heute noch erhalten sind die Burg Rapottenstein beim Purzelkamp, Teile der Burg Senftenberg, Gars am Kamp und Burg Ottenstein. Die Städte Zwettl und Horn zeigen mit der erhaltenen Stadtmauer noch heute ein Bild der damaligen Befestigungsanlagen.

Weiter zum Fotobericht entlang zum Ursprung des Kamp und der Krems sowie von Schönbach und Arbesbach…

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30. April 2009

Zwettl Stadtbefestigung mit Stadtturm und StadtmauerDie Stadt Zwettl am Zusammenfluss von Kamp und dem Fluß Zwettl gelegen war bereits vor dem 11. Jahrhundert eine slawische Siedlung bevor die Kuenringer begannen hier die Gegend zu besiedeln und das mittelalterliche Zwettl mit seiner Stadtmauer und den Türmen zu gründen. 1200 bekam Zwettl das Stadtrecht verliehen. Die imposanten Wehranlagen aus Stadtmauer, Türmen und Graben sind auch noch heute auf einer Länge von 900 Metern und sechs Stadttürmen erhalten. Viele der alten Häuser in der Stadt wurden in die Stadtmauer „eingebaut“, sodass bei vielen Umbauten alte versteckte Stücke der Mauer zum Vorschein kommen. Ein Fotobericht der Innenstadt Zwettls und der alten Stadtbefestigung…

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25. April 2009

An diesem Tag hatte man die Gelegenheit um 7:30 von Wien Südbahnhof Ost bishin nach Martinsberg-Gutenbrunn bzw. Sallingberg in einem Stück mit der Bahn zu reisen. Der Verein Landesbahn fuhr hierzu mit einer ÖBB 5042.14 (SGP VT 42.14)  über die Erdberger Lände, die Floridsdorfer Hochbahn, Stockerau und Absdorf-Hippersdorf bis zur Franz-Josefs-Bahn über Sigmundsherberg nach Schwarzenau. Hier bog der Dieseltriebwagen in Richtung Lokalbahn Zwettl-Martinsberg ab. In Zwettl gegen 11.07 Uhr angekommen gab es eine zweistündige Pause, wo man den alten Dieseltriebwagen am Bahnhof Martinsberg-Gutenbrunn der Lokalbahn Schwarzenau-Zwettl-MartinsbergEisenbahnviadukt über die Stadt und dem Kamp betrachten konnte. Am Bahnhof Zwettl traf man auch auf einen neun Schienenbus ÖBB 5047 sowie die Dampflokomotiven 92.2271 und 93.1434 des Martinsberger Lokalbahnvereins Bahnhof Heizhaus Zwettl. Nach der Mittagspause befuhr man noch die Strecke mit planmäßigen Personenverkehr über dem Kamp bzw. über dem Viadukt in Zwettl Stadt (Syrnau). Ab hier dann ging es außerfahrplanmäßig auf der seit dem 28. September 1986 für den Personenverkehr aufgelassenen Strecke über Schönau, Waldhausen, Grafenschlag, Neuhof-Ottenschlag bis nach Martinsberg-Gutenbrunn. Normalerweise verkehren hier nur Güterzüge mit Holz, Müll und Heizöl. Wie die Fotos zeigen erinnert die Strecke mit ihren Viadukten und Schluchten zum Teil an Gebirgsstrecken – so in der Nähe zum Ritschgraben zwischen der Haltestelle Kaltenbrunn und dem Bahnhof Grafenschlag und dem Viadukt über das Kremstal und die Große Krems beim Weyrerteich bei Ottenschlag (Bernreith, Biberschlag). ÖBB 5042 auf der Lokalbahn Schwarzenau-Zwettl-MartinsbergZwei Stunden nach der Abfahrt in Zwettl kam man in Martinsberg-Gutenbrunn an, wo man bis zum letzten Meter und dem Schluss jener Lokalbahnlinie fuhr, anschließend ging es retour. Wir stiegen beim Bahnhof Grafenschlag aus, wo es dann mit dem Auto weiter nach Sallingberg ging. Ein nicht alltäglicher Fotobericht von der Eisenbahnstrecke und der Zugfahrt, wo es sonst keinen Personenverkehr gibt…

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15. April 2009

Europäischer Stacheligel BraunbrustigelUnser neuer Gartenbewohner erwachte nach dem Winter und vertrat für einen kurzen Rundgang die Füße – jedoch nicht lange, denn nachdem er an ein paar Erdäpfeln schmatzte rollte er sich auf der Gartenbank zusammen und zog es vor doch noch etwas zu schlafen. Dabei entfernten wir ihm rund zwanzig Ein-Cent große Zecken aus seinem Stachelkleid. Katze Maciata fand den neuen Nachbarn interessant. Wir waren uns uneinig, ob es sich hier um einen Europäischen Braunbrustigel oder einen Europäischen Stacheligel handelt. Frau oder Herr Mecki zog sich dann für ein weiteres Schläfchen in einen Laubhaufen zurück. Ein Fotobericht vom Igel im Garten…

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14. April 2009

Unweit von Ottenschlag befindet sich bei Bernreith der Weyrerteich. Ein Fischteich, wo sicherlich auch die Störche ihre Freude hätten. Der Teich liegt inmitten vom Wald des Stift Göttweigs und wird von der Großen Krems durchflossen. Hier kreuzt auch die Lokalbahn Schwarzenau – Zwettl Martinsberg-Gutenbrunn den Fluß und überquert ihn und die Schlucht des Kremstals mit einem hohen Eisenbahnviadukt. Heute rollen nur mehr Güterzüge über diese hohe Brücke – der Personenverkehr wurde 1986 eingestellt, ab und an verkehren Sonderzüge mit Dampflokomotiven des Lokalbahnverein Martinsberg Heizhaus Bahnhof Zwettl. Eine Fotoreportage vom Weyrerteich und dem Viadukt…

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13. April 2009

Störche Ottenschlag - Storch WaldviertelKaum war der Winter vor einer Woche im Waldviertel ausgezogen, so sind die Störche wieder eingeflogen. Obwohl in den Wäldern noch Schnee vorzufinden ist und mancher Teich noch zugefroren waren die Bewohner des Storchennestes gegenüber vom Schloß in Ottenschlag bereits da. Ein Fotobericht zeigt das Storchenpaar…

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9. April 2009

SallingbergIn der Karwoche setzte sich in Sallingberg im Waldviertel plötzlich doch der Frühling durch und lud zu Wanderungen ein. Trotz relativ hoher Temperaturen um die 20°C lag in den Wäldern Schnee und der Fischerteich in Heubach war mit einer relativ dicken Eisschicht überzogen. Eine Tour von rund 15 Kilometer führte uns von Sallingberg ausgehend über das Lerchenfeld zum Heubachkogel, dem alten Forsthaus in Heubach vom Stift Zwettl und anschließend weiter über den Miniwald und dem Fischerwald bis nach Kaltenbrunn, wo wir an die Bahnlinie zwischen Zwettl und Martinsberg-Gutenbrunn stießen. Über die Höfsäge ging es dann zurück zum Bleßberg und Voitschlag, bevor wir über Hoflüß und Hirschenschlag nach Sallingberg heimkehrten. Die zweite Wanderung ging über den Steinriegel in den Wald bei Scheiben und von dort anschließend in das tiefe Kremstal zur Großen Krems bis zur Rabenhofer Säge der Familie Tauer. Eine Fotoreportage von Eindrücken im Wald…

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25. März 2008

Bahnhof Waldhausen im WaldviertelEinst verkehrten hier täglich Personenzüge auf der Lokalbahn von Schwarzenau nach Martinsberg-Gutenbrunn über Zwettl und Waldhausen. Doch diese Zeit ist schon lang vorüber und heute dominiert hier ausschließlich der Holzverkehr. Von Sägewerken stapeln sich Bretter auf Bretter und warten auf ihren Abtransport per Bahn. Die Stationsgebäude der Strecke haben ausgedient – sie stehen verwaist neben dem Bahngleis und haben Passagiere im Warteraum schon lange nicht mehr Schutz geboten und Fahrdienstleiter gesehen. Es vergilbt die Aufschrift mit dem Ortsnamen am Bahnhof von Jahr zu Jahr und immer mehr Strauchwerk gewinnt an Territorium unter dem überdachten Vorplatz vor dem Dienstraum, wo einst der Bahnwärter Schranken und Fernmeldeapparate bediente. Nur ein paar neuere Werbeaufkleber der ÖBB aus den 80ern zeugen vom einstigen Personenverkehr und ermahnen die Passagiere auf Sauberkeit im Zug. Eine Fotoreportage von einer entrischen Stimmung in Waldhausen…

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