Der tägliche Blog von Andreas Pöschek
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20. Juni 2014

slackliners-gasometerWir hatten allerlei abenteuerlustige mediale Kletterkünstler in den Gasometern zu Gast. Medicopter 117 machte den Anfang mit den Gasometern als Drehort für eine spektakuläre Rettung aus der Fassade. Es folgten weitere Extremkletterer und selbst der Komissar aus Tatort war mit der Ziegelmauer der Gasometer konfrontiert. Nicht zuletzt waren voriges Jahr Berufsbergsteiger in der Gasometer-Fassade damit beschäftigt die historische Ziegelfassade durch feinmaschige Gitter gegen Taubenbelagerungen zu schützen.

Heute spannten die Wiener Slackliners zwischen Gasometer B und C auf einer Distanz von rund 150 Metern in 70 Metern Höhe über dem Straßenniveau von Spitze zu Spitze der Gasometer mehrere Seile, an denen sie in luftiger Höhe bei herannahendem Gewitter und Sturm zwischen den zwei ehemaligen Gasbehältern balancierten. Selbst der Innenhof vom Gasometer B wurde zum Schauplatz atemberaubender Akrobatik, die von zahlreichen Bewohnern aus den eigenen Wohnungsfenstern verfolgt wurden. Spiderman war gestern.

Eine Fotoreportage zeigt Impressionen vom Balanceakt zwischen den zwei Gasometern…

 

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25. April 2014

Von der Ästhetik zum Funktionalismus

Bikás Park - M4-es Metró Budapesten / Metro M4 in BudapestDer Schritt Verkehr in den Untergrund zu verlegen und U-Bahnlinien durch Städte zu ziehen ging mit dem Anspruch schnelle Verkehrsverbindungen un-abhängig von bestehenden Straßen und Verkehr zu errichten einher. Ein rein zweckmäßiger Schritt, der keiner höheren Ordnung im Sinne der Ästhetik folg-te. Es stellt sich die Frage, ob nicht erst die Aufhebung der Unterordnung der Funktionalität von Architektur unter die Formensprache der Ästhetik im 18. Jahrhundert dies ermöglichte. Denn der Untergrund war bis dahin als verwerf-lich betrachtet worden. Erst die zunehmende Stadtbevölkerung und voran-schreitende Industrialisierung bereiteten den gesellschaftlichen Weg zum Funktionalismus und der Nutzung des Untergrundes.

Budapest als Vorreiter

Szent Gellért tér - M4-es Metró Budapesten / Metro M4 in BudapestBudapest war schon immer ein Pionier – andere würden meinen ein Erprobungsfeld – neuer Ideen. Wo in Wien in bieder-historischer Manier jede Form neuer Architektur und Technologie auf Ablehnung stieß, blühte in Ungarn der Jugendstil und die Sezession in großer Farb- und Formenpracht. Werner von Siemens versuchte als U-Bahnmiterfinder erster Stunde in Berlin aber auch in Wien mit einer neuen elektrisch betriebenen Untergrundbahn Fuß zu fassen, stieß aber in beiden Städten auf breite Ablehnung. In London gab es mit der Metropolitan Line den ersten Vorreiter für die U-Bahn um 1890 – einer noch mit Dampf betriebenen klassischen Eisenbahn in einem Röhrensystem. Ungarn hatte 1896 ein großes Jubiläum – die Landnahme – zu feiern. Dafür war nichts zu teuer und so wurde neben dem Heldenplatz mit dem Heldendenkmal der ungarischen Anführer und Könige (Hősök tere) eine eigene U-Bahnlinie vom Stadtzentrum unterhalb des neuen Andrássy Boulevards (Andrássy út) zu je-nem Denkmal errichtet: Die erste elektrisch betriebene U-Bahnlinie am europäischen Kontinent.

Die U-Bahn im politischen Stadtbild

Szent Gellért tér - M4-es Metró Budapesten / Metro M4 in BudapestU-Bahnlinien sind aufwendige Projekte, deren Herstellung durch die großen Baustellen für die ganze Stadtbevölkerung wahrnehmbar wird. Umleitungen, riesengroße Erdlöcher, Erdbewegungen und damit verbundene Umwege und Hindernisse plagen für eine lange Zeit die Einwohner der Stadt. Fragen zur Sinnhaftigkeit, budgetäre Debatten und politische Diskussionen begleiten ne-ben der Planung meist auch die Zeit danach. So werden U-Bahnlinien nicht nur in Budapest gerne zu Wahlzeiten medial groß in Szene gesetzt, eröffnet – ebenfalls in Wien ist dies regelmäßig bei jeder Netzerweiterung der Fall, wenn Bürgermeister neue Stationen einweihen. Es dauerte mehr als 20 Jahre bis aus dem Projektstadium über unzählige verschobene Fertigstellungstermine diesen März 2014 die neue U-Bahnlinie knapp vor den Parlamentswahlen eröffnet werden konnte. In den vergangenen Jahren stellte sich im öffentlichen Diskurs die Frage nach Zweckmäßigkeit, der optimalen Linienführung und Finanzier-barkeit hinsichtlich der wirtschaftlichen Lage Ungarns. Trotzdem wurde an dem Kurs der Errichtung der M4 festgehalten.

Doch was ist neu an der M4 im Gegensatz zu bisherigen U-Bahnbauten?

USzent Gellért tér - M4-es Metró Budapesten / Metro M4 in Budapest-Bahnsysteme – egal ob jenes aus Barcelona, Wien oder Paris reduzieren ihre Architektur auf die reine Funktionalität – die unterschiedlichen Orte verlieren ihren Ausdruck in Identität und werden zu einer großen Einheit – zu einem U-Bahnsystem. Die eigene Verortung wird erst durch das Verlassen des Systems an der Oberfläche möglich. Im Inneren des Systems können die Fahrgäste sich einzig und alleine an den Signifikanten – den Stationsschildern – orientieren.

U-Bahnsysteme als menschenfeindliche Un-Orte

Szent Gellért tér - M4-es Metró Budapesten / Metro M4 in BudapestDer ungarische Film KONTROLL aus dem Jahre 2003 von Antal Nimród versucht die U-Bahn mit ihrem Untergrund in mehreren verwobenen Erzählungen zu erfassen. Mehrere Typen Mensch begegnen sich innerhalb des Metrosystems und beeinflussen sich. Wenn wir die unterschiedlichen Handlungsverläufe des Filmes auf eine Aussage reduzieren, offenbart sich mit dem System U-Bahn ein Platz ohne Identität. Der Hauptdarsteller, ein Kontrolleur, verliert seinen Zugang zur Realität, da er neben seinem Beruf sein gesamtes Leben im U-Bahnnetz verbringt. Seit dem er Fahrscheine kontrolliert hat er die Unterwelt nicht mehr verlassen. Erst die Tochter eines U-Bahnfahrers schafft es ihn aus dem Untergrund zu befreien und führt ihn wie ein Engel über die Rolltreppe dem Licht und der Realität außerhalb der Tunnel entgegen.

Ausschnitt aus KONTROLL (deutschsprachig)

Vom Un-Ort zum Ort mit Identität

M4-es Metró Budapesten / Metro M4 in BudapestBesuchen wir nun die neuen Stationen der Metrolinie M4, so werden wir sehen, dass keine Station der anderen gleicht. Jede Station hat ihre eigene Architektur und damit verbundene Aussage. Die Formen- und Materialsprache konstruiert eine Verbindung zur Oberfläche. Eine Station umgebender Stadtteil an der Oberfläche prägt sich im Ausdruck der Architektur im Untergrund aus. Die Station erhält eine Differenzierung des Raumes und eigene Identität. Bei mehreren Stationen schaffen großzügige Öffnungen lichtdurchflutete Tunnel, die wiederum eine Verbindung zwischen dem Untergrund und der Erdoberfläche herstellen. Sie erlauben so auch neben dem Raum, Zeit durch Lichtdifferenzierung wahrzunehmen.

Im Gegensatz zu Wien und anderen Städten wird die Formensprache der neuen Stationen der Metrolinie M4 nicht durch Konsum und profitorientierte „Verwirtschaftung“ zerstört. Es gibt keine Verkaufsflächen und die Werbeflächen beschränken sich auf ein nicht auffallendes Minimum. Wir erleben eine unbeworbene Nacktheit der Architektur.

Bikás Park - M4-es Metró Budapesten / Metro M4 in BudapestDass Funktionalität und identitätsstiftende Architektur keinen Widerspruch darstellen sieht man auch in der Gestaltung der Zugangswege. Neben der Führung durch Tageslicht an die Oberfläche sind alle Wege großzügig und ausdifferenziert gestaltet. An- und Abreisende blockieren sich nicht gegenseitig und werden voneinander getrennt auf kürzesten Wegen zwischen Oberfläche und Einstiegsstelle geführt. Ein Weg ohne Barrieren muss nicht gesucht werden – man wird durch die Architektur barrierefrei geleitet. Redundante Aufzüge, niveaugleiche Einstiege ohne Spalt und Stufe zu den Zügen sind nur ein Teil davon.

M4-es Metró Budapesten / Metro M4 in BudapestDer hohen Grad an Ästhetik innerhalb eines Zweckbaues stößt bei vielen Fahrgästen auf Bewunderung. In vielen Stationen sind Reisende fotografierend im Untergrund unterwegs – begreifen die Materialien und diskutieren mit anderen Passagieren ihre Eindrücke. Es stellt sich die Frage, ob so ein subjektiv großes Maß an Ästhetik innerhalb eines Zweckbaues zulässig ist. Folgt hier die Ästhetik der Politik oder bleibt ihr die Autonomie? Gerade im Vergleich von U-Bahnstationen zeigt sich ein Extrem im Ausdruck von Größenwahn in Stalins U-Bahnstationen, den unterirdischen „Volkspalästen“ Moskaus. Doch kann man hier in Budapest von Größenwahn sprechen? Budapests neue U-Bahnstationen haben durch ihre eigene Architektur ihre Identität und ausdifferenzierte Formensprache. Wir erleben jedoch an keinem der Orte Größenwahn wo sich das Verhältnis zum Mensch verliert. Die vorhandene Architektur stiftet Identität und repräsentiert die Oberfläche, schafft aber keine Paläste.

>> Weiter zu den Fotografien der neuen U-Bahnlinie M4 aus Budapest…

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11. September 2013

Industriebergsteiger an den GasometernGeorg Kreisler widmete dem „Tauben vergiften im Park“ einst ein Lied, das zum Wienerlied-Hit von Insidern wurde. Die Tauben stellen in Wien eine Plage dar, sind aber gleichzeitig für viele ältere Wienerinnen und Wiener ein soziales Wesen, das gefüttert gehört. Die Taube muss in diesem Fall für Vieles herhalten. Als Ersatz sozialer Kontakte, als Konversationspartnerin oder gurrender Wegbegleiter. Trotz reichlich vorhandener Tierliebe unter den Bewohnerinnen und Bewohnern der Gasometer mussten wir die großen Backsteintürme vor dem Zugriff durch Tauben schützen. Zu viele dieser Kolonievögel waren in den letzten Jahren in die Gasometer gezogen und sorgten einerseits für große Konkurrenz bei den Singvögeln (es nisten hier Amseln, Nachtigall, Meise, Rotkehlchen und Hausrotschwanz) andererseits für ein Unbehagen bei den Bewohnern. Zeitgleich zur Revitalisierung 2001 wurden die Gasometer mit Falken besiedelt. Man sieht sie oder ihre Nachfolger an manchen Tagen rund um die Gasometer ihre Kreise ziehen, aber die Tauben haben durch ihre große Population keine Furcht mehr vor diesem Feind.

Nachdem Industrie-Bergsteiger aus Pannonien sämtliche Einflugschneisen der Tauben mit Gittern versperrten entspannte sich die Lage. Die Singvögel können wieder ungestört nisten und man hört ihre Rufe durch die Höfe tirilieren.

Eine Fotoreportage der Begsteiger an den Ziegelmauern der Gasometer während ihrer Arbeit…

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25. Mai 2013

Life Ball 2013 im Wiener Rathaus

Das Wiener Rathaus wurde mit dem Life Ball 2013 zu einer Nacht aus 1001 Nacht. Für einen Augenblick verwandelte sich das Machtzentrum mit Samt und Seide zu einem Palast aus dem Morgenland. Der Innenhof war mit Zelten und Brunnen gesäumt, die bei Wasserpfeifen zum Verweilen einluden. In den Sälen tummelten sich in feinem Brokat gekleidet Untertanen, Maharadscha und Sultane aus Ländern des Orients. Dazwischen gesellten sich Besucher aus fernen Kontinenten wie Michael Jackson aus der USA. Trotz dieser Menschenvielfalt kam es zu keiner babylonischen Sprachverwirrung. Ganz im Gegenteil: Man nutzte Ort und Zeit für ein gemeinsames Fest um gegen den Dschinn der Ausgrenzung, der Angst und Gewalt anzukämpfen. Einige der weltweiten Kämpferinnen und Kämpfer unterstützten den Ball durch ihren Besuch. Zu ihnen zählten Fergie, Melanie Griffith, Bill Clinton, Elton John, Adam Lambert, Greg Louganis, Aishwarya Rai Bachchan, Ban Ki-moon, Erwin Schrott und direkt aus dem Orient: Die Bezaubernde Jeannie (Barbara Eden)!

Ursprünglich wollten die charmante Elisa und ich nur die Zeremonie zur Eröffnung von der Tribüne verfolgen. Dann nahm das Glück und der Zufall seinen Lauf – oder hatte am Ende doch die Bezaubernde Jeannie für uns geblinzelt und einen Wunsch erfüllt? Auf skurrilem Wege bekamen wir zuerst eine Karte und nach kurzer Zeit eine weitere Karte.

Wir feierten das Leben im Palast bis in den Morgen nach dem Sonnenaufgang. Eine Nacht aus Tausendundeine Nacht ging vorüber.

Eine Fotoreportage aus dem Wiener Rathaus, dem orientalischen Palast des Life Ball 2013…

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28. April 2013

Grab des World Wide Web am Fuße des Herrmannskogels in WienLetzte Woche unternahm ich eine Wanderung auf den Herrmannskogel, bei der ich das Ende des World Wide Web – des Hypertextraumes des Internets – fand. Eigentlich wollte ich nur ein Gläschen Gemischten Satz (Weißwein) am Nußberg beim Ausblick über Wien genießen, doch dann nahm die Wanderung einen unverhofften Verlauf. Wien gilt seit dem Lieben Augustin als morbide Stadt, die diesen Ruf über die Jahrhunderte bis in die Zeit des Cyberspace erhalten konnte – denn wie sonst lässt sich die letzte Ruhestätte des Internets am Fuße des Herrmannkogels erklären. Nicht unweit von der Spitze des Herrmannkogels, kaum ein paar hundert Meter von der Habsburgwarte entfernt, sticht zwischen Buchen ein Grabstein mit der Aufschrift „www.“ hervor. Kein Ehrengrab.
Eine Fotoreportage zeigt den Aufstieg zum Herrmannskogel und das Grab des World Wide Web…

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3. März 2013

Ausblick vom GasometerSeit dem Einzug in den Gasometer 2001 hat sich das Gebiet rund um die Gasometer doch ein Wenig geändert. Auch wenn die Schritte sehr zaghaft sind und die >Gstettn< rund um das südliche Umfeld der Gasometer bis heute als Gstettn und nicht als Park vorzufinden ist, wird rundherum gebaut. Einen Rundblick aus ca. 60 Meter Höhe über Wien und das Gasometerumfeld zeigt folgende Fotoreportage aufgenommen an einem der ersten frühlingshaften Tage des Jahres. Weiter zum Ausblick über Wien von den Gasometern….

25. Januar 2013

BOKU Ball 2013 in der Hofburg in Wien

Dieses Jahr hatte ich das große Glück eine Karte für den gefragten und seit Monaten ausverkauften BOKU-Ball in der Hofburg zu ergattern. Großen Dank gebührt dabei einer lieben Landschaftsarchitektur-Studentin die mir hier zu einer begehrten Karte verhalf.

Was macht den BOKU-Ball so einzigartig, dass er bereits lange im Voraus ausverkauft ist? Schwer zu sagen, denn Bälle gibt es in der Hofburg viele wo Walzer gespielt werden und man sein Tanzbein schwingt. Man muss es erlebt haben um den BOKU-Ball zu schätzen. Ein formenfrohes Fest, was sich in der Vielfalt an unterschiedlicher Bekleidung bei den Besucherinnen und Besuchern zeigt – viele Regionen im In- und Ausland waren durch Trachten vertreten. Das variantenreiche Spektrum setzte sich in der gespielten Musik vor Ort in den Sälen mit klassischer Tanzmusik über lateinamerikanische Rhythmen, groovige Disco- und Electrobeats bishin zu Schuhblattlern, Polka und Volkstänzen mit zünftiger Blas-, Chor-, oder Stanzlmusik fort.

Hierarchische Strukturen lösten sich im Ball auf – man traf Rektor und Professoren, Lehrende, Studierende und Alumni fröhlich am Tanzparkett oder in Gesprächen an den Tischen.Eine Fotoreportage vom BOKU-Ball aus der Hofburg…

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21. Januar 2013

Riesenschneeballkugel im PraterDie Produktion von Riesenschneeballkugeln ™ erfordert neben einer ordentlichen Protion Schnee viele trainierte Freiwillige, die den kalten weißen Baustoff in Form rollen. Dafür fand sich an einem ruhigen Sonntagsnachmittag im Jänner eine Gruppe motivierter Schneeballkugelbauer im Prater ein, die in kurzer Zeit eine kleine Kugel zu einem rund zwei Meter Durchmesser messenden Ball formten. Viele Passanten und Spaziergänger auf der Prater Hauptallee schlossen sich den Schneekugelbauern an und halfen so zu einem raschen Heranwachsen der Größe der Kugel. Ein Fotobericht vom Riesenschneeballkugelrollen im Prater…

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23. November 2012

21 Jahre nachdem der Westen und der Osten den Kalten Krieg überwunden hatte und Europa mithilfe der EU zu einem friedlichen Kontinent zusammenwuchs haben in Wien nach langer Vorarbeit West, Süd und Ost auf der Schiene zu einem Ort zusammengefunden. Alle großen Bahnverbindungen sind zu(g)künftig in einem Bahnhof vereint. Ein erster Lokalaugenschein am Hauptbahnhof während der Eröffnung der neuen Hochleistungsstrecke zwischen Wien und St. Pölten gab ein Bild von einem großzügig und barrierefrei gestalteten modernen Bahnhof. An vielen Ecken und Stellen wurde noch gebaut, trotzdem sah man bereits kleine wichtige Details wie redundant ausgeführte Aufzüge zu den Bahnsteigen um Ausfallsicher zu sein. Das auffällig gestaltete stromlinienförmige Dach mit seinen Flügeln überdeckt die breiten geräumigen Bahnsteige mit einer imposanten Architektur. Die Wände in den Geschoßen sind aus Natursteinen aus den Alpen gestaltet. Dank der netten Unterstützung eines begeisterten ÖBB Infra Mitarbeiters kann ich direkt vom Bahnhof berichten. Weiter zur Fotoreportage vom Hauptbahnhof in Wien…

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29. September 2012

Pinguin in WienDas Frühstück eines Pinguines erwecken zu früher Morgenstunde Erinnerungen an Hamburg. Genauer gesagt an den Fischmarkt bei den Landungsbrücken an der Elbe. Dieses spezielle Frühstück bekam unser Pinguin am Yppenplatz serviert, bevor er seine Wanderung durch die Stadt watschelte. Eine Fotoreportage aus dem Leben eines Pinguins in Wien…

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26. September 2012

Bauarbeiten AnkerbrotfabrikWo jahrzehntelang Bäcker frühmorgens gestaubte Wecken* im Akkord buken und Semmeln ihre runde Form erhielten hämmern heute Presslufthämmer wilde Geräuschorgien in den Backstein der alten Fabriksbauten. Tortino liest man in dreißig Metern Höhe an einer Wand, ein Artefakt aus vergangenen Tagen. Darunter versammeln sich Maurer zu einer Pause. Zwischen dem hektischen Treiben, den Bohr- und Stemmgeräuschen genießt ein Bauarbeiter das monotone Dröhnen eines Kompressors um in dessen unüberhörbarer Gegenwart zu lesen. Keine kurzlebige informationsdeffizitäre Tageszeitung aus dem Labyrinth der U-Bahnstationen, keine auflagenstarke Massenpresse liegt in den staubigen Händen des Bauarbeiters. Es ist ein Buch. Ein gebundenes Buch, dass der Bauarbeiter liest. In kurzen Abständen wandert sein Blick vom Buch zu den Manometern des Druckluftkompressors um dann wieder in den Seiten zu versinken. Wir trauten uns nicht den Bauarbeiter bei seiner Lektüre zu stören oder ihn von der verantwortungsvollen Aufgabe des Druckprüfens abzulenken, weshalb wir bis heute nicht wissen, welches Buch der Bauarbeiter andächtig las. Dafür haben wir eine Fotoreportage von der Anker-Brotfabrik zusammengestellt…

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29. August 2012

Der Schneeberg gilt als einer der Hausberge der Wiener und ist gleichzeitig höchster Berg Niederösterreichs. Ursprung des Wiener Hochquellwassers und Ziel vieler alpiner Schlapfen- und Stöckelschuhtouristen. Dank Zahnradbahn in Reptilienoptik wird diese alpine Stöckelschuhwanderungspilgerstätte zur Perfektion getrieben: So kommt noch so untrainierter Sonntagswanderer auf seine Kosten.
Wir – Clarissa, Lukas und ich wagten den Aufstieg um die Quelle unseres täglich frischen Naß aus der Leitung zu erkunden – dort, wo das Wiener Hochquellwasser seinen Ursprung hat. Unser Aufstieg begann in Puchberg mit dem Salamander-Express – der neumodischen alten Zahnradbahn, die uns auf 1796 Meter beförderte. Oben am Hochschneeberg beim Waxriegel angekommen wurde der Salamander vom Swisstrac abgelöst. Mit Hilfe des Swisstrac und vereinten Kräften von Clarissa und Lukas brachen wir über den Ochsenboden zum Klosterwappen auf. Ein Fotobericht vom Schneeberg…

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29. Juni 2012

Die Sommerhitze mit Temperaturen um die 35 Grad im Schatten hielt uns nicht davon ab eine Radtour entlang des Donauradweges von den Gasometern bis nach Orth an der Donau zu unternehmen um das neue Bionix-System am Handbike zu testen. Julia, Lukas und ich radelten zuerst durch den Prater um dann über die Donauinsel in die Lobau zu gelangen. Eine Fotoreportage vom Donauradweg in der Lobau…

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28. Mai 2011

Clarissa feierte ihren Geburtstag mit viel Pomp, Pferd und einer Kutsche, die uns zu dem Ursprung – nach Ottakring – brachte. Standesgemäß nahmen wir Grappa, Eis und Espresso beim Eissalon am Schwedenplatz zur Stärkung zu uns, bevor uns die weißen Pferde Marika und Leonardo mit dem Zeiselwagen quer durch die gesperrte Innenstadt über Ring und die Alserstraße zum Fuße des Wilhelminenberges zogen. Dazwischen gab es auch einen kurzfristigen Boxenstopp. Anschließend feierten wir mit einer künstlerischen Darbietung in der Villa Aurora bis in den Abend hinein. Am kommenden Tag ging es vierhufig weiter, als Miriam und ich die Spanische Hofreitschule besuchten. Eine Fotoreportage von den Feierlichkeiten, der Villa Aurora und der Kutschenfahrt… (Passwortgeschützt)

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22. Mai 2011

LifeBall 2011 am Wiener RathausplatzDer Rathausplatz wurde zu einer einmaligen Feier des Lebens in einer vielfältigen Form- und Farbenpracht als der LifeBall 2011 mit Pomp und Musik am Rathausplatz seinen Beginn fand.. Heuer stand die Eröffnung im Schatten des dunklen Jubiläums – 30 Jahre Entdeckung des AIDS/HI-Virus. Janet Jackson, Bill Clinton, Thomas Gottschalk und viele andere Stars sind für diese einzigartige Ballnacht angereist und wollten durch ihren Beitrag helfen. Die atemberaubende Show der Eröffnung wurde mit vielen Flügeln, Pferden und Pegasus gestaltet. So galoppierte auch eine Herde weißer Pferde den roten Teppich herein und mischte sich unter die Ballgäste. Eine Fotoreportage von der Eröffnung des LifeBalls 2011 am Rathausplatz aus erster Reihe…

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