Willkommen bei Fuchur
Das tägliche Blog von Andreas Pöschek

Archiv für das Thema ‘Reisen’

05   Feb

Gößfall im Maltatal, Kärnten - Nationalpark Hohe TauernWürden wir jetzt durch den Nationalpark Hohe Tauern touren, so bräuchten wir mit ziemlicher Sicherheit Skier und hätten das Risiko mit den Lawinen wegen den vielen Schneefällen im Februar. Aus diesem Grund waren wir im September sowohl in Kärnten als auch in Salzburg in den Alpen unterwegs, um die leeren Bergregionen zu bewandern. Die Sommertouristen waren bereits mit ihren Turnschuhen heimwärts gezogen und die Skisaison hat trotz immer früher einsetzender Winter dank Klimawandel doch noch nicht begonnen, weshalb wir unbeschwert die Reise antreten konnten. Nur mit ein paar Kühen schlossen wir hier und da auf der Alm bekanntschaft, welche die letzten Gräser vor dem Almabtrieb frisch genossen.

Ein paar Bilder vom Naßfeld im Gasteinertal mit einen ausgestorbenen Blick auf die Schareck-Gruppe und den Sonnblick, ein Abstecher zum Hochkönig zeigen einen Eindruck von der Reise auf der Salzburger Seite. In Kärnten widmeten wir uns dem Thema Wasser (Wasserreich, die zig-Landesausstellungen zum Thema Wasser in Kärnten) und sahen die smaragdgrünen Wasser der Gößfälle im Maltatal und eine weitaus größere Menge an Wasser im Speicherkraftwerk Kölnbreinsperre hinter der Staumauer. Auch viel Wasser in hoher Höhe gab es in Reißeck, wo wir mit der Standseilbahn in drei Etappen den Weg gegen Gipfel erklommen.

Ein Fotobericht von den Etappen unserer Reise…

PS: Das Wasser ist wirklich so grün.



06   Jan

Burg Rappottenstein der Familie Abensperg Traun im WaldviertelPünktlich nach dem Weihnachtstauwetter kehrt gefolgt auf den Jahreswechsel der Winter wieder ein und setzte dem Waldviertel eine Schneedecke auf. Was in Großbritannien die Sensation, ist hier im Waldviertel gewohnheit: Kälte gepaart mit Schnee. Die Burg Rappottenstein der Familie Abensperg und Traun sowie die Wackelsteine rund um Traunstein zeigt ein Fotobericht hier…



12   Dec

Wien Südbahnhof letzter Tag 12.12.2009Heute ist der letzte Zug aus dem Wiener Südbahnhof um 23.50 Richtung Mürzzuschlag abgefahren und der letzte Zug aus Maribor kommend erreichte um 00.05 sein Ziel, den Südbahnhof zum letzten Mal. Der Südbahnhof sah schon schönere Tage als jene in den letzten Jahren, wo er sein Dasein mit dem Prädikat dem “schirchsten Bahnhofs Österreichs” bis zu seiner Schließung heute fristete. (Ein paar Fotos von 2008 vor der Schließung) Der Bahnhofsbau war als große lichte Halle mit viel Stein vom Architekten Heinrich Hrdlicka 1955 gebaut. Von jenem Glanz aus dieser Zeit blieben nur mehr die großen roten Marmorplatten der Wandverkleidungen und die bunten Steinchen der Bodenbeläge. Im Kontrast dazu die silber-chromfarbigen gläsernen Türen und granitfärbigen Stufen, die den kommenden Fahrgast in Kaskaden vom Eingang in die Etagen des Ostbahnhofs und Südbahnhofs führen. Jene Stiegen wurden in den letzten zwanzig Jahren durch Förderbänder quer durch den großen Raum ergänzt und auch die Augen des Künstlers Kurt Hofstetter beobachteten jeden Passagier. Diese Änderungen und der gleichzeitige Verfall und Schmutz, der nie beseitigt (die Glasplatten und das Glasdach, welches man kaum mehr als solches erkannte) wurde oder nur durch Flickwerk (man beobachte die Bodenausbesserungen) führten dann zu dem was er die letzten Jahre war: Der schrichste Bahnhof Österreichs. Nur der Markuslöwe in der Halle erinnerte noch an die vergangene Zeiten, als die Züge aus Triest und Venedig kommend über die Südbahn und dem Semmering Wien erreichten. Der Südbahnhof war eine Kuriosität, wollte man mit ihm doch nach dem Krieg zwei Bahnhöfe – den Südbahnhof sowie den Ostbahnhof (Raaber Bahn) in ein Gebäude vereinen. Der Raum zwischen den zwei ursprünglichen Bahnhöfe bildete die neue große Halle, die jetzt abgerissen wird.

Heute war ich am Südbahnhof vor Ort als die großen Letter in der Front der Halle demontiert wurden – eine Fotoreportage von den Ereignissen am letzten Betriebstages des Südbahnhofes.

Weiter zu den Fotos…



07   Sep

Millstätter See KärntenMarlene lud mich für ein verlängertes Wochenende nach Millstatt ein, um hier ein paar Ausflüge zu unternehmen. Zum Baden war es schon etwas kalt, dafür erklommen wir die näheren Almen und begaben uns unter die Eingeborenen bei einem Volksfest im Ort. Der See ist schön und mit einem Cocktail in der Hand am Strand ist es noch schöner den Sonnenuntergang hinter den Berggipfeln am See zu genießen. Die Anreise erfolgte über die Westbahn nach Salzburg und das Gasteinertal mit der Eisenbahn – Retour ging es über Villach, Klagenfurt, Lavanttal, Graz und den Semmering – eine Österreichrundreise inklusive.  Eine Fotoreportage aus Millstatt und Umgebung…



07   Aug

Weißenkirchen in der WachauVom hohen Waldviertel kommend zogen wir über die Serpentinen des Seiberers in das Donautal und besuchten Dürnstein, Weißenkirchen und Sankt Michael. Bisher waren jene Orte nur als Durchfahrt von Wien kommend ins Waldviertel bekannt – dies soll sich ändern, weshalb wir einen ausgedehnten Ausflug in jene Städte und Orte an der Donau unternahmen. Den ersten Halt bildete Dürnstein – bekannt wegen der markanten Stiftskirche am Ufer der Donau und der Burgruine, in der nach der Legende  König Löwenherz von England gefangen war. Anschließend besuchten wir auch Weißenkirchen mit der gotischen Wehrkirche, die vom Hochwasser geschützt auf einen Hügel tront. Was für Auswirkungen das Hochwasser haben kann, sieht dies an der Kirche von Sankt Michael, ein paar Stromkilometer aufwärts: Dort flüchteten nach der Legende die Hasen auf das Kirchendach – man sieht sie noch heute als versteinerte Hasenfiguren am Dachgiebel, da sie sich nicht mehr hinunter trauten. All dies sieht man in der Fotoreportage aus der Wachau…



06   Jul

Marburg, MariborAm Samstag (4. Juli 2009) fuhren wir nach Marburg an der Drau in die Untersteiermark (heute Maribor, Spodnja Štajerska, Slowenien) für eine kleine Abwechslung von Judendorf-Straßengel. Dabei kam es uns jedoch zuerst so vor, als ob wir eher auf einem indischen Volksfest als in Slowenien gelandet zu sein, als über dem Platz vor dem Rathaus Gruppen mit großen Trommeln und anderen Instrumenten versteckt hinter buntbemalten Masken und Kopfschmuck musizierend zogen, gefolgt von anderen unterschiedlichen Gruppen aus aller Welt. Wir konnten in der knappen Zeit Volkstanzgruppen aus Slowenien selbst, der Türkei, Serbien, Frankreich, Spanien, Südamerika und der USA erkennen. Die Fotos hielten die Gruppen fest und zeigen das bunte Treiben…



05   Jul

Triest Piazza d Unita - Piazza GrandeAls Judendorf-Straßengel und die Steiermark von alttestamenttarischen Fluten wie zu Noahs Zeiten heimgesucht wurden und man den Sonnenschein vergeblich am Horizont suchte, traten wir in unserer Ache die Flucht nach vorne Richtung Süden an.

In Triest erwartete uns der erhoffte Sonnenschein und eine leichte Brise von der Adria am Piazza Grande mit dem Blick über den Hafen und die Mole. Wir saßen auf einer Bank am Ufer, links hinter uns das Gebäude des Triester Lloyd, rechts das Gebäude der Generali – alles noch an seinem Platz wie vor einundneunzig Jahren, als hier der Hafen noch Österreich-Ungarn bediente. Selbst Triest - Trst - Trieste - Venetien und Friauldie Buchhandlung am Bahnhof erinnert uns in der Auslage daran, wo Kaiser Franz Joseph neben Sisi, Rudolf, Otto und andere Habsburger mit literarischen Zeitreisen in die Vergangenheit versammelt sind. Was Triest und Wien noch heute verbindet ist nicht nur die Südbahn (leider gibt es keien Direktzüge, welch eine Schande!) und die Autobahn, sondern die Kaffeekultur.

Hier befindet sich mit dem Café Tomasseo das älteste Kaffeehaus des heutigen Italiens, das 1830 von Tomaso Marcato eröffnet wurde. Noch wenn man heute in diesem Kaffeehaus in Thonetstühlen bei gußeisernen Marmortischen sitzt wird man an Wiens Kaffeehäuser erinnert. Doch soviel hier an Wien erinnert, war jenes Cáfe einer der vielen Ausgangspunkte für die Trennung vom Habsburger Vielvölkerstaat und Wien. Um 1848 wurde das Kaffeehaus zum Treffpunkt der italienischen Risorgimentobewegung, die eine nationale Vereinigung Italiens zu einen Staat verfolgte. Jene Idee der nationalen Unabhängigkeit verfolgte auch zu dieser Zeit Lajos Kossuth in Ungarn, der vom Exil aus Giuseppe Garibaldi mit einer Ungarischen Legion an Kämpfern unterstützte. Ungarn unterstützten in Folge eine weitere Revolution in Italien und Triest – die Espressorevolution.

Café Tomasseo TriesteWurde Kaffee bis 1935 durch aufbrühen und aufgießen zubereitet, erfand der aus Temesvár stammende und in Budapest studierende sowie Wien lebende Ungar Ferenc Illy die mit heißem unter Druck stehendem Dampf funktionierende vollautomatische Espressomaschine. Der erste Weltkrieg brachte ihn zum Isonzo und in Folge nach Triest, wo er eine Triestinerin heiratete und 1933 ein führendes Handelsunternehmen für Kaffee und Kakao aufbaute. Als er 1956 starb übernahm sein Sohn Ernő Illy den Betrieb und führte ihn zum qualitativ weltmarktführenden Erzeuger von Espressokaffee. Selbst Segafredo wurde überflügelt. Heute befindet sich mit András Illy das Unternehmen noch immer in Familienbesitz. Illy KaffeeDas Geheimnis für seinen exzellenten weltbesten Kaffee begründet die eigene direkte Auswahl der Kaffeebohnenanbaugebiete und wurde erst unlängst bei unabhängigen Tests als geschmacklich und technisch weltbester Kaffee bestätigt.

Weiter zur Fotoreportage aus Triest…



23   Jun

Szántód am Balaton - PlattenseeDie Endrődi Sándor utca in Szántód war Jahrelang für mehrere Wochen im Sommer unser Domizil am Balaton (Plattensee). Jeden Tag im und am Wasser sowie die Nachbarn prägten die Jahre. Zuletzt 1995 dort gibt es heuer nach 14 Jahren nach langer Zeit ein Wiedersehen mit Orsi, Réka, Anna, Peti, Pali, Adrienn, Jánoska, Huginéni, Lauranéni, Marianéni,… Der erste Eindruck nach sooo langer Zeit vom Balaton – von jenem Steg, wo wir immer ins Wasser gingen…



15   Jun

Schloß Belvedere WienAnikó und Lisa, bekannt vom Studium an der Universität Debrecen (2006) , kamen mit ihren Hamburger und Australischen Freunden auf einen Besuch nach Wien und verbrachten hier drei Tage Vollprogramm. Neben dem Vergnügen im Museumsquartier und dem Treiben am Naschmarkt gab es kulturelle Besuche im Schloß Belvedere und Schönbrunn samt Aufstieg zur Gloriette. Moderne Kunst bot die von Friedensreich Hundertwasser gestaltete Müllverbrennung (Fernheizwerk) in der Spittelau. Ein paar Fotos von Hamburg meets Vienna…



13   Jun

Stoderzinken bei Gröbming im EnnstalEinen großen Überblick über das Ennstal bishin zur Dachsteingruppe erlaubt der Ausblick vom Stoderzinken bei knappen 2000 Metern nahe Gröbming. Während der Heimfahrt von Bad Gastein nach Wien legten wir hier eine Rast ein – und sahen den Hohen Dachstein erneut. Ein Fotobericht vom Ausblick am Stoderzinken…



13   Jun

Dachsteinmassiv bei SchladmingVoriges Jahr führte eine Expedition zum Gosausee und zum Krippenstein (Obertraun), von dem aus man den Hohen Dachstein von der Salzkammergut-Seite im Norden bewundern konnte. Heute, ein Jahr und etwas später der Blick auf das Dachsteinmassiv aus dem Süden über das Ennstal. Die Hochwurzen zwischen Rohrmoos und Planai bei Schladming gibt eine gute Sicht auf den dominierenden Berg. Anschließend Einkehr in Schladming. Eine Fotoreportage vom Blick auf den Dachstein…



13   Jun

Gasteiner Ache Wasserfall in Bad GasteinBesucht man Bad Gastein, so assoziiert man meist damit eine Kur mit radonhaltigem Thermalwasser oder den Besuch im Heilstollen mit Radongasen – und auch das Skivergnügen auf der Schloßalm, im Naßfeld oder auf dem Stubnerkogel. Ein kurhaft-luftiger Nebeneffekt ist bei beiden Varianten genießbar: die positiven Ionen, die die Wasserfälle der Gasteiner Ache durch ihre Reibung an den Felsen hervorbringen. Die im Tal vermehrt vorkommenden negativen Ionen werden dadurch verdrängt und es entsteht ein gesundheitsförderliches “Ionenklima”.

Trotz jener positiven Bilanz breitet sich im Ortszentrum Bad Gasteins ein negatives Bild aus, der durch einen Streit geprägt ist: Viele der alten Villen und Prachtbauten wie das Badeschloß, das Postgebäude, das Hotel Straubinger und Haus Austria inklusive dem Kongresshaus wurden von Bauzäunen und Absperrungen durch ihren neuen Investor und Besitzer aus Wien umgeben. Die Geschäfte sind ausgezogen bzw. verschlossen und ein Teil des Ortes erinnert ein wenig an eine verlassene Westernstadt. So auch der Konflikt, der hier nicht mit Pistolen, sondern in der Politik ausgetragen wird: Die Ortschaft mit dem Bürgermeister steht dem neuen Immobilienbesitzer gegenüber, dessen momentane Absichten rund um die Gebäude nicht mit einem funktionierenden Ortszentrum übereinstimmen. Der Landeskonservator ist bedenklich gestimmt, denn nicht nur die Ortschaft, Bewohner und Gäste leiden unter dem verwaisten Zentrum, sondern auch die Gebäude selbst, die unter dem Leerstand immer desolater werden.

Ein Fotobericht vom tobend-brausenden Wasserfall der Gasteiner Ache in Bad Gastein und dem Ortszentrum…



11   Jun

Maria Wörth DevotionalienIm Gasteinertal kann man bei schlechtem Wetter schnell auf die andere Seite der Alpen wechseln – durch das große Loch – durch die Tauernschleuse per Bahn. Rund zehn Minuten dauert die Fahrt durch die Dunkelheit, bis man von Salzburg aus kommend Kärnten erreicht. Und immer wieder stellt sich hierbei die Frage, ob es drüben wohl wetterlich schöner sei als gerade hier. So auch am 11. Juni, als es hieß, im Gasteinertal wäre es nebelig, regnerisch und bedeckt – kamen wir nach kurzer Fahrt im sonnigen warmen Mölltal bei Mallnitz-Obervellach in Kärnten wieder an das Tageslicht. Unsere Wetterflucht brachte uns bis nach Maria Wörth, Reifnitz und Klagenfurt an den Wörthersee. Nach Kultur in Maria Wörth kam der angenehme besinnliche Teil in Klagenfurt, der nur von einem kurzen Ausflug in die Schlachten der Vergangenheit unterbrochen wurde und beim >Paten von Klagenfurt< endete. Maria Wörth scheint eine Hochburg der Serienfertigung in katholischer Holzschnitzkunst zu sein, wie dies an jenem Foto zu erkennen ist. Davon und vom Rest der Reise gibt es einige Fotos…



10   Jun

Großglockner KödnitztalDer Großglockner ist meist über die Hochalpenstraße, Heiligenblut und die Kaiser Franz Josef Höhe und den Aufstieg über die Pasterze bekannt. Ein leichterer Aufstieg und eine andere Sicht bietet die Anreise über Kals am Großglockner in Osttirol und ein Aufstieg über das Lucknerhaus im Ködnitztal. Unsere erste Reise nach Osttirol führte uns zuerst über den Iselsberg nach Lienz und anschließend an den Fuße des höchsten Berges Österreichs zum Lucknerhaus. Auf dem Weg dorthin passierten wir den Schleierfall und die Rückreise in unser Hauptquartier führte uns auch nach Zell am See über den Felber Tauerntunnel. Erster Fotobericht aus Osttirol…



06   May

Alida und Jozsef im Café PrückelAlida und Jozsef kamen auf ihrer Reise von Prag und Budapest auch in Wien vorbei und besuchten mich für einen Tag. Was kann man in Wien anderes machen als in Kaffeehäuser gehen – und dann ins Prückel? Zuerst vielleicht noch Wiener Schnitzel essen und nocheinmal ins Kaffeehaus gehen. Ein Fotobericht…