Der tägliche Blog von Andreas Pöschek
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4. März 2009

Besuch in der Hansestadt Hamburg: Reeperbahn, Hafen, Speicherstadt, Altona und Universität.

Posted by fuchur in Architektur | Deutschland | Finno-Ugristik | Reisen | Universität
Hamburg Hafen

Hamburg, Schiff im Hafen bei den Landungsbrücken

In Debrecen lernten sich Anikó, Lisa, Johanna und ich an der Universität 2007 im Februar kennen, wo wir gemeinsam Finno-Ugristik bzw. Ungarisch studierten. So kann man förmlich sagen, dass der Auslöser für meine Deutschland-Nordrundfahrt nach Hamburg die Ungarische Sprache ist, obwohl jene eher in einer Minderheit jenseits der 1-Prozent-Marke in Hamburg gesprochen wird. Vielmehr wird dort in Containern und Schiffen am Hafen verkehrt und in gewisser Weise nächtens auf der Reeperbahn. Trotz dieser Distanz zwischen Elbe und panonnischem Becken gibt es verbindende Elemente nach Ungarn: Das Institut für Finno-Ugristik an der Unversität Hamburg. Ein kleines Gebäude inmitten eines Villenviertels am Rande des Universitätscampus gelegen – ähnlich der Universität Debrecen beim Nagyerdő mit den Villen der ehemaligen Nomenklatura – lehrt man hier Ungarisch und Finnisch neben paar kleinen exotischen Sprachen, die nur dies- und jenseits des

Verladen von Waren in der Speicherstadt

Verladen von Waren in der Speicherstadt

Urals gesprochen werden und bei ihren Namen wie Wogulisch, Chantisch, eher an Star Treck als an rentier- und fischzüchtende Völker in Russland erinnern.

Nun, ich schweife ab – wieder zurück nach Hamburg, wo man es auch mit dem Fisch zutun hat – insbesondere am Fischmarkt und am Hafen. Der Hafen war offen, der Fischmarkt leider zu, denn jener hat nur am Sonntag geöffnet. Für meine nächste Hamburgreise muss ich einen Sonntag einplanen. (merken!)  Hamburg war eigentlich eine Zwischenstation auf meiner Reise von Wien nach Berlin zu einer Medienakademie, wo ich Rhetorikseminare besuchte. Auch wenn Hamburg vielleicht nicht ganz auf der Strecke zwischen Wien und Berlin per Eisenbahn liegt, fuhr ich zuerst nach Hamburg (über Berlin) für ein paar Tage, bevor ich dann wieder nach Berlin zur Medienakademie zurückfuhr.

Speicherstadt, Hamburger Hafen

Speicherstadt, Hamburger Hafen

Wie es der Zufall so will wohnte ich im schönen Stadtteil Altona – neben Stadtspaziergängen mit Lisa, Anikó und Johanna gingen wir auch zum Hafen. Der Hafen Freudenau oder auch jener in Krems ist ein Plantschbecken dagegen. Man weiß nicht, wo der Hamburger Hafen anfängt und wo er aufhört, hinter jeder Ecke beginnen neue Container wie Legosteine zu Türmen zu bauen und weitverzweigte Kanäle mit Docks zu öffnen. Faszinierend ist jene Backsteinarchitektur, die alles in einen architektonisch einzigartigen Rahmen setzt – vom Kontorviertel, wo einst die großen Broker aller Waren handelten bishin zur Speicherstadt und der Innenstadt ist alles aus Ziegelfassaden geschaffen. Beim Chilehaus sieht man die vollendete Perfektion, wenn man einer Hausecke begegnet, so spitz und scharf wie eine Rasierklinge. Man muss sich dafür die Fotos ansehen.

Reeperbahn St. Pauli in Hamburg

Reeperbahn, St. Pauli in Hamburg

Am Abend kehrten wir in einem Pub in der Nähe von St. Pauli ein, wo Anikós und Lisa mit Freunden bei einer Quizliga mitmachte. Davor gingen wir aber noch auf die Reeperbahn. Bisher kannte ich jenes nur in diversen Spiegel TV oder Focus TV Reportagen – die Tankstelle, den Supermarkt, die Polizeiinspektion – und die vielen Lokale.

Am nächsten Morgen ging es noch ins Café Paris aus dem 19. Jahrhundert – eigentlich ursprünglich eine Fleischhauerei Metzgerei. Dort serviert der Ober nicht nur gebrühten Kaffee im Kännchen, sondern richtig starken Kaffee wie man es in Wien oder Ungarn gewohnt ist.

Café Paris in Hamburg

Café Paris in Hamburg

Zum Schluss etwas Banales: Hamburg hat die literarisch-kreativsten Mistkübel Mülleimer. Neben ihrem Zweck der Müllaufnahme befindet sich ein Spruch auf diesem Stadtmöbel. (Vorsicht: Mistkübel ist in Hamburg unbekannt und kann Gelächter verursachen!)

Hier die Fotoreportage aus Hamburg…

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