Nach Graz, Sibiu (Hermannstadt, Nagyszeben) und Linz ist jetzt Pécs Kulturhauptstadt Europas 2010. Das Vorhaben Kulturhauptstadt hat in Pécs viel bewegt – der einst zugeparkte und verstaubte mit Flutlichtern beleuchtete Széchényi tér hat eine Wandlung zu einem Treffpunkt gefunden und zieht mit seinen chilligen Sitzgelegenheiten die Leute zum Verweilen an. Überall herrscht leben – so auch in den Springbrunnen, die bei aktueller Hitze für spontane Wasserballspiele zur Abkühlung von Erwachsenen (!) und Kindern genutzt werden. Würde man dies in Wien tun hieße es gleich: Wo kämen wir dahin in einem Springbrunnen sich zu erfrischen…
Pécs wird durch das angenehme mediterane Klima beeinflusst und hat bis heute Spuren seiner türkisch-osmanischen Vergangenheit der Besetzung Ungarns erhalten. Gleich am Hauptplatz erblickt man die Gazi Khassim – Moschee (Gázi Kászim pasa dzsámija), die heute als christliche Kirche Verwendung findet. Spaziert man durch die Straßen der Innenstadt, so stößt man auf weitere ehemalige Moscheen und osmanisch geprägte Bauwerke aus dem 16. Jahrhundert.
Beim Flanieren durch die Janus Pannonius utca (Gasse) fällt Pécsbesuchern die große Zusammenrottung von Vorhangschlössern an allen freien Gittern, Laternenmasten, Pollern, Hauseinfahrten und Stromleitungen auf. Sie wurden nicht von Radfahrern vergessen, sind auch kein postmodernes Kunstwerk, sondern ein Zeichen der Verbundenheit Verliebter.
Aber seht selbst, was Pécs am ersten Tag geboten hat – zum Fotobericht…
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