Willkommen bei Fuchur
Das tägliche Blog von Andreas Pöschek
19   Dec

Südbahnhof AbrisspartyNachdem der letzte Zug aus dem Südbahnhof bereits vor einer Woche abgefahren ist, schwung man heute zu fetten Beats auf dem bunt gefleckten Steinboden das Tanzbein. (Hier ein paar Bilder aus vergangenen Jahren) Auf zwei Floors wurde mit heißer Musik die kalte Nacht zum Glühen gebracht. Im alten Bahnhofsrestaurant gleich neben der Ostbahn sowie oben bei den Gleisen der Südbahn legten die DJs auf. Die große Halle bot Raum für Pausen zwischen den Floors. Der Andrang war groß, bereits zur um 21 Uhr zur Kassenöffnungszeit standen die Schlangen vor den original ÖBB-Schalter der Südbahnhofhalle und kauften sich eine “Fahrkarte” ins musikalische Vergnügen. Als ich spät in der Nacht den Bahnhof verließ, waren noch immer Schlangen angestellt und wollten unter die rund 1.500 feiernde Menge ins Innere gelangen, die den Bahnhof bereits ordentlich einheizte. Ein einmaliges Flair zum Abschied des Südbahnhofes auf der Südplattform.  Ein paar Fotos von den Anfängen des Abends am Südbahnhof…

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12   Dec

Wien Südbahnhof letzter Tag 12.12.2009Heute ist der letzte Zug aus dem Wiener Südbahnhof um 23.50 Richtung Mürzzuschlag abgefahren und der letzte Zug aus Maribor kommend erreichte um 00.05 sein Ziel, den Südbahnhof zum letzten Mal. Der Südbahnhof sah schon schönere Tage als jene in den letzten Jahren, wo er sein Dasein mit dem Prädikat dem “schirchsten Bahnhofs Österreichs” bis zu seiner Schließung heute fristete. (Ein paar Fotos von 2008 vor der Schließung) Der Bahnhofsbau war als große lichte Halle mit viel Stein vom Architekten Heinrich Hrdlicka 1955 gebaut. Von jenem Glanz aus dieser Zeit blieben nur mehr die großen roten Marmorplatten der Wandverkleidungen und die bunten Steinchen der Bodenbeläge. Im Kontrast dazu die silber-chromfarbigen gläsernen Türen und granitfärbigen Stufen, die den kommenden Fahrgast in Kaskaden vom Eingang in die Etagen des Ostbahnhofs und Südbahnhofs führen. Jene Stiegen wurden in den letzten zwanzig Jahren durch Förderbänder quer durch den großen Raum ergänzt und auch die Augen des Künstlers Kurt Hofstetter beobachteten jeden Passagier. Diese Änderungen und der gleichzeitige Verfall und Schmutz, der nie beseitigt (die Glasplatten und das Glasdach, welches man kaum mehr als solches erkannte) wurde oder nur durch Flickwerk (man beobachte die Bodenausbesserungen) führten dann zu dem was er die letzten Jahre war: Der schrichste Bahnhof Österreichs. Nur der Markuslöwe in der Halle erinnerte noch an die vergangene Zeiten, als die Züge aus Triest und Venedig kommend über die Südbahn und dem Semmering Wien erreichten. Der Südbahnhof war eine Kuriosität, wollte man mit ihm doch nach dem Krieg zwei Bahnhöfe – den Südbahnhof sowie den Ostbahnhof (Raaber Bahn) in ein Gebäude vereinen. Der Raum zwischen den zwei ursprünglichen Bahnhöfe bildete die neue große Halle, die jetzt abgerissen wird.

Heute war ich am Südbahnhof vor Ort als die großen Letter in der Front der Halle demontiert wurden – eine Fotoreportage von den Ereignissen am letzten Betriebstages des Südbahnhofes.

Weiter zu den Fotos…

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25   Apr

An diesem Tag hatte man die Gelegenheit um 7:30 von Wien Südbahnhof Ost bishin nach Martinsberg-Gutenbrunn bzw. Sallingberg in einem Stück mit der Bahn zu reisen. Der Verein Landesbahn fuhr hierzu mit einer ÖBB 5042.14 (SGP VT 42.14)  über die Erdberger Lände, die Floridsdorfer Hochbahn, Stockerau und Absdorf-Hippersdorf bis zur Franz-Josefs-Bahn über Sigmundsherberg nach Schwarzenau. Hier bog der Dieseltriebwagen in Richtung Lokalbahn Zwettl-Martinsberg ab. In Zwettl gegen 11.07 Uhr angekommen gab es eine zweistündige Pause, wo man den alten Dieseltriebwagen am Bahnhof Martinsberg-Gutenbrunn der Lokalbahn Schwarzenau-Zwettl-MartinsbergEisenbahnviadukt über die Stadt und dem Kamp betrachten konnte. Am Bahnhof Zwettl traf man auch auf einen neun Schienenbus ÖBB 5047 sowie die Dampflokomotiven 92.2271 und 93.1434 des Martinsberger Lokalbahnvereins Bahnhof Heizhaus Zwettl. Nach der Mittagspause befuhr man noch die Strecke mit planmäßigen Personenverkehr über dem Kamp bzw. über dem Viadukt in Zwettl Stadt (Syrnau). Ab hier dann ging es außerfahrplanmäßig auf der seit dem 28. September 1986 für den Personenverkehr aufgelassenen Strecke über Schönau, Waldhausen, Grafenschlag, Neuhof-Ottenschlag bis nach Martinsberg-Gutenbrunn. Normalerweise verkehren hier nur Güterzüge mit Holz, Müll und Heizöl. Wie die Fotos zeigen erinnert die Strecke mit ihren Viadukten und Schluchten zum Teil an Gebirgsstrecken – so in der Nähe zum Ritschgraben zwischen der Haltestelle Kaltenbrunn und dem Bahnhof Grafenschlag und dem Viadukt über das Kremstal und die Große Krems beim Weyrerteich bei Ottenschlag (Bernreith, Biberschlag). ÖBB 5042 auf der Lokalbahn Schwarzenau-Zwettl-MartinsbergZwei Stunden nach der Abfahrt in Zwettl kam man in Martinsberg-Gutenbrunn an, wo man bis zum letzten Meter und dem Schluss jener Lokalbahnlinie fuhr, anschließend ging es retour. Wir stiegen beim Bahnhof Grafenschlag aus, wo es dann mit dem Auto weiter nach Sallingberg ging. Ein nicht alltäglicher Fotobericht von der Eisenbahnstrecke und der Zugfahrt, wo es sonst keinen Personenverkehr gibt…

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25   Aug
Blauer Blitz der ÖBB im Hauptbahnhof Wörgl

Blauer Blitz der ÖBB in Wörgl Hbf.

Die Rückreise von Salzburg nach Judendorf-Straßengel war am Sonntag, 24. Aug. in Direktzügen nicht zu bewerkstelligen, weshalb ich die Fahrt über Innsbruck antrat. So verlief die dritte Etappe meiner Reise von Salzburg nach Innsbruck und die vierte von Innsbruck nach Graz mit dem ÖBB Eurocity EC 669. Jene Fahrt war sehr abwechslungsreich – zog ihre Strecke doch durch Tirol, Salzburg und die Steiermark. Der erste Streckenabschnitt war bereits durch die Fahrt von Salzburg bekannt und führte über Jenbach und Wörgl nach Kitzbühel. Einige Nostalgiezüge kamen dem Zug als Blauer Blitz, einem Krokodil und einer 110-er entgegen.

Sicht aus dem Speisewagen vor Zell/See

Sicht aus dem Speisewagen vor Zell/See

Anschließend folgten St. Johann in Tirol sowie Saalfelden. Das Wetter war prefekt für die Fahrt entlang des Zeller Sees mit den Hohen Tauern und dem Großglockner im Hintergrund. Bei Schwarzach/St. Veit bis Bischofshofen wurde wieder eine bereits aus der Herfahrt bekannte Strecke befahren, die dann bei Altenmarkt im Pongau und dem Schloß Tandalier über Radstadt und Schladming in die Steiermark führte. Anschließend ging es über Stainach-Irdning und Liezen nach Selzthal, wo der Zug gestürzt wurde und über Stadt Rottenmann, Trieben und St. Michael sowie Leoben nach Graz fuhr, wo mich bereits Franziska, Harald und Alexander am Hauptbahnhof erwarteten. Ein Bildbericht berichtet in mehreren Episoden von der Fahrt…

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22   Aug

Übersichtskarte (anklicken)

Am Wochenende fuhr ich zu einer Veranstaltung nach Salzburg, wo Clarissa und ich uns im Festspielhaus Béla Bartóks Herzog Blaubart (Kékszakállú Herceg), Cantata Profana und den Wunderhirschen (Csodaszarvas) im Rahmen der Salzburger Festspiele anschauten. Die Strecke Graz-Salzburg ist mit dem Auto ohne weiteres in 3 Stunden zu bewältigen – mit der Bahn wurde es jedoch für mich über Klagenfurt respektive auf der Rückfahrt über Innsbruck zu einem kleinen Ausflug zur Leitkuh™ Caro mit schönen Landschaften, Tälern und Bergen.

1. Etappe: Graz-Klagenfurt

Wörthersee bei Klagenfurt

Wörthersee bei Klagenfurt

Zuerst mit dem Bus von Judendorf-Straßengel nach Graz stieg ich anschließend in den ÖBB IC Bus 857, einem Luxusbus mit Ledersitzen (Setra S 431 D). Der brachte mich in zwei Stunden über die Südautobahn A2 und das schöne Lavanttal mit Wolfsberg direkt nach Klagenfurt. Die ersten 141 km sind geschafft.

2. Etappe: Klagenfurt-Salzburg

Mölltal

Mölltal

Mit dem ÖBB IC 691 ging es von Klagenfurt weiter über Krumpendorf, Pörtschach und Velden dem sonnigen Wörthersee entlang bis nach Villach und Spittal/Millstättersee. Ab dann keuchte der Zug die neu zweigleisig ausgebaute steile Strecke entlang der Staustufen des Mölltales bis nach Mallnitz-Obervellach an die südliche Seite der Hohen Tauern mit direktem Blick auf den Ankogel. Nach der Fahrt durch die Tauernschleuse kam ich im Salzburgerland, im Gasteinertal, ans Tageslicht und passierte Bad Gastein, Bad Hofgastein und Dorfgastein.

Gasteinertal

Gasteinertal mit Bad Gastein

Im Tal der Salzach fuhr der Zug eng neben dem reißenden Gebirgsfluß über Schwarzach/St. Veit, St. Johann im Pongau bis nach Bischofshofen. Jenes Teilstück entlang der Salzach werde ich auf der Rückfahrt, der 4. Etappe nochmals passieren. Über Werfen mit einem Blick auf die hochgelegene Festung, Golling-Abtenau und Hallein fuhr der Zug in Salzburg Hauptbahnhof ein. Ich stieg aus, bevor der Zug sich in Richtung Wien weiter auf den Weg machte.

Fotoreportage von der Fahrt von Graz nach Salzburg über Klagenfurt…

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25   Mar

Bahnhof Waldhausen im WaldviertelEinst verkehrten hier täglich Personenzüge auf der Lokalbahn von Schwarzenau nach Martinsberg-Gutenbrunn über Zwettl und Waldhausen. Doch diese Zeit ist schon lang vorüber und heute dominiert hier ausschließlich der Holzverkehr. Von Sägewerken stapeln sich Bretter auf Bretter und warten auf ihren Abtransport per Bahn. Die Stationsgebäude der Strecke haben ausgedient – sie stehen verwaist neben dem Bahngleis und haben Passagiere im Warteraum schon lange nicht mehr Schutz geboten und Fahrdienstleiter gesehen. Es vergilbt die Aufschrift mit dem Ortsnamen am Bahnhof von Jahr zu Jahr und immer mehr Strauchwerk gewinnt an Territorium unter dem überdachten Vorplatz vor dem Dienstraum, wo einst der Bahnwärter Schranken und Fernmeldeapparate bediente. Nur ein paar neuere Werbeaufkleber der ÖBB aus den 80ern zeugen vom einstigen Personenverkehr und ermahnen die Passagiere auf Sauberkeit im Zug. Eine Fotoreportage von einer entrischen Stimmung in Waldhausen…

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17   Mar

Ein Blick in die RöhreEine Fotoexkursion quer durch Wien fand am Flohmarkt neben dem Naschmarkt sein Ende, bevor es nocheinmal in die tiefe Unterwelt der Station Südtiroler Platz ging. Jene Station, ein Urgestein der Wiener U-Bahn aus der Anfangszeit befindet sich derzeit im Umbau – der Flohmarkt hingegen hat seine konstante Größe an jeden Samstag – man findet hier Nichts und doch Alles, ein breites Angebot an Waren erstreckt sich über dem nackten Asphalt  oder auf aneinandergereihten Tischen und wartet auf seine neuen Eigentümer. Die Präsentation der Waren nimmt bei manchen Ständen marketingtechnisch seltsame Formen an – die Bilder der Fotoreportage zeigen hier ein sehr variationsreiches Bild…

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29   Feb

IMG_8776Der unbeliebteste Bahnhof Österreichs – ein Architekturjuwel vollendeter Grauslichkeit – findet 2008 nach Beendigung des Euro 2008 Ballspektakels seine wohlverdiente Ruhe. Man könnte fast meinen, der Architekt Heinrich Hrdlicka baute 1955 mit den vielen Treppen, Aufgängen und Brücken innerhalb des sonst leeren Gebäudes die Vorlage für Jacques Tatis Filme wie Traffic. Diente der Bahnhof für mich über Jahre hinweg als Abfahrts- und Ankunftsort für meine Reisen nach Graz und Steiermark, so trug er auch 2003 den Slogan “Willkommen in Wien, dem schönsten Vorort von Graz”. Eine Fotoreportage bewahrt jenes Architekturprojekt in Bildern vor seinen Abriss…

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03   Feb

IMG_8321Der Westen führt nicht zwangsweise in den Westen. So beginnen oder halten Züge Richtung Budapest und Bukarest vor ihrem Weg gegen den Osten am Wiener Westbahnhof. Ein Paradoxon, wenn man dann nach rund 3 Stunden Fahrt beim Halt in Budapest feststellt, dass man dort am Ostbahnhof (Keleti Pályaudvar pu.) angekommen ist. Nun ja, man kommt auch aus dem Westen in den Osten. In einigen Jahren ist jenes Problem Geschichte, denn dann beginnen jene Züge in Wien ihre Fahrt vom Zentralbahnhof. Doch bevor es soweit ist wird der Westbahnhof fleißig einem Umbau unterzogen und um Einkaufstempel, Büros und Infrastruktur erweitert. Die heute bereits existente große Halle aus den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts bleibt dank Denkmalschutz vor größerem Eingriffen verschont. Um jenen Denkmalschutz könnte man jetzt streiten, jedoch hielt ich es für dokumentarisch wertvoll vor dem Umbau mit einer Fotoserie den Bahnhof im jetzigen Zustand in Erinnerung zu halten. Den Beginn macht hier eine kleine Fotoserie aufgenommen am Abend – mehr folgt im Laufe des Jahres…

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