Der tägliche Blog von Andreas Pöschek
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11. September 2013

Tauben vergiften im Park war gestern.

Posted by fuchur in Essay | Natur | Wien

Industriebergsteiger an den GasometernGeorg Kreisler widmete dem „Tauben vergiften im Park“ einst ein Lied, das zum Wienerlied-Hit von Insidern wurde. Die Tauben stellen in Wien eine Plage dar, sind aber gleichzeitig für viele ältere Wienerinnen und Wiener ein soziales Wesen, das gefüttert gehört. Die Taube muss in diesem Fall für Vieles herhalten. Als Ersatz sozialer Kontakte, als Konversationspartnerin oder gurrender Wegbegleiter. Trotz reichlich vorhandener Tierliebe unter den Bewohnerinnen und Bewohnern der Gasometer mussten wir die großen Backsteintürme vor dem Zugriff durch Tauben schützen. Zu viele dieser Kolonievögel waren in den letzten Jahren in die Gasometer gezogen und sorgten einerseits für große Konkurrenz bei den Singvögeln (es nisten hier Amseln, Nachtigall, Meise, Rotkehlchen und Hausrotschwanz) andererseits für ein Unbehagen bei den Bewohnern. Zeitgleich zur Revitalisierung 2001 wurden die Gasometer mit Falken besiedelt. Man sieht sie oder ihre Nachfolger an manchen Tagen rund um die Gasometer ihre Kreise ziehen, aber die Tauben haben durch ihre große Population keine Furcht mehr vor diesem Feind.

Nachdem Industrie-Bergsteiger aus Pannonien sämtliche Einflugschneisen der Tauben mit Gittern versperrten entspannte sich die Lage. Die Singvögel können wieder ungestört nisten und man hört ihre Rufe durch die Höfe tirilieren.

Eine Fotoreportage der Begsteiger an den Ziegelmauern der Gasometer während ihrer Arbeit…

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